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Bestellungen von Amazon USA nach Deutschland sind heute deutlich einfacher als früher: Amazon zeigt bei vielen Artikeln bereits vor dem Kauf, welche Abgaben und Zusatzkosten anfallen, und für zahlreiche Produkte läuft der Versand ohne zusätzliche Formalitäten. Wer weiß, worauf er achten muss, kann so attraktive Angebote aus den USA nutzen – ohne am Zoll überrascht zu werden.
Kurz zusammengefasst: was funktioniert und was nicht
Ihr deutsches Amazon-Konto reicht in der Regel aus, um auf amazon.com einzukaufen; eine neue Registrierung ist meistens nicht nötig. Trotzdem lassen sich nicht alle Produkte in Deutschland zustellen – Hinweise zur Versandfähigkeit finden sich direkt auf der jeweiligen Produktseite.
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- Benötigt: ein Amazon-Account, eine deutsche Lieferadresse und eine akzeptierte Zahlungsmethode (z. B. Kredit- oder Debitkarte).
- Empfehlung: sucht nach Artikeln mit dem Vermerk, dass der Versand nach Deutschland möglich ist, oder nutzt Amazon Global, das Gebühren vorab berechnet.
Wie Amazon mit Steuern und Einfuhrgebühren umgeht
Bei Artikeln, die von Amazon verkauft oder durch Amazon verschickt werden, zeigt die Bestellübersicht bereits die anfallende Einfuhrumsatzsteuer und geschätzte Importgebühren an. Das macht die Kostenkalkulation transparent, bevor ihr den Kauf bestätigt.
Wichtig für große Bestellungen: Bei einem Warenwert oberhalb von rund 150 Euro nimmt Amazon eine automatische Vorauszahlung für Importgebühren vor. Das Unternehmen passt die endgültigen Abgaben an – Kunden müssen in der Regel nicht nachzahlen.
| Situation | Was Amazon anzeigt | Wer trägt das Risiko | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Artikel von Amazon / Versand durch Amazon | Einfuhrumsatzsteuer + geschätzte Importgebühren | Amazon übernimmt Mehrkosten, falls Schätzung zu niedrig ist | Transparente Kosten vor Kauf |
| Bestellung > ~150 € | Vorauszahlung der Importgebühren | Amazon trägt Nachforderungen | Erstattung möglich, wenn Gebühren geringer ausfallen |
| Marketplace / Drittanbieter | Angaben variieren; oft fehlen Vorab-Kalkulationen | Käufer kann für Nachforderungen verantwortlich sein | Versandkosten prüfen und auf Zollhinweis achten |
Marketplace-Angebote: wo die Fallen lauern
Produkte von Drittanbietern aus den USA können zusätzliche Kosten verursachen. Wird die Ware nicht über Amazon abgewickelt, fehlen oft die vorab berechneten Importgebühren – das kann zur Nachforderung durch den Zoll führen. Manchmal ist dann sogar eine persönliche Abholung bei der Zollstelle nötig.
Außerdem verlangen manche Händler deutlich höhere Versandkosten als Amazon selbst; deshalb lohnt sich ein Vergleich vor dem Kauf.
Produktgruppen mit Versandbeschränkungen
- Elektronische Geräte mit regionalen Lizenz- oder Netzbeschränkungen
- Lebensmittel und bestimmte Verbrauchsartikel
- Gefahrgut (Batterien, Chemikalien, etc.)
- Artikel, die Hersteller nur für bestimmte Märkte freigegeben haben
So bestellt ihr von Amazon.com am Rechner
Die Basis lässt sich schnell einrichten: Ruft amazon.com auf, meldet euch mit eurem bestehenden Konto an und prüft in den Einstellungen, ob eure Lieferadresse korrekt hinterlegt ist.
Für mehr Komfort empfiehlt es sich, die Währung auf Euro umzustellen und die bevorzugte Sprache anzupassen – beides ist über die Ländereinstellungen neben dem Suchfeld möglich. Anschließend werden euch nur die Produkte angezeigt, die in euer Zielland geliefert werden können.
Region in der Amazon-App wechseln
Auch mobil ist die Umstellung möglich. Öffnet die App, geht zu euren Kontoeinstellungen und sucht die Option für Land/Region & Sprache. Wählt dort die United States als Region; falls die App Deutsch als Sprache nicht direkt anbietet, könnt ihr vorübergehend eine andere Sprache wählen und später wieder auf Deutsch zurückspringen.
Hinweis: Nach dem Wechsel aktualisiert die App die Produktlisten und Versandinformationen – prüft vor dem Kauf erneut die Angaben zur Lieferfähigkeit und zu den Kosten.
Wie lange dauert der Versand?
Die Lieferzeit variiert stark: Amazon Global bietet oft Expressoptionen mit nur wenigen Werktagen, Standardversand kann ein bis drei Wochen dauern. Angebote von Marketplace-Händlern brauchen teilweise deutlich länger; eine Schätzung der Lieferzeit findet ihr auf jeder Produktseite.
Fazit
Wer gezielt auswählt und vor dem Bestellen auf die Hinweise zur Versandfähigkeit und zu Importkosten achtet, kann inzwischen viele US-Angebote problemlos nach Deutschland liefern lassen. Besondere Vorsicht ist bei Drittanbietern geboten: hier steigen sowohl Kosten- als auch Zeitrisiken. Prüft vor dem Klick auf „Kaufen“, welche Gebühren angezeigt werden und ob der Verkäufer von Amazon versendet – das spart Überraschungen beim Zoll.












