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- Kurz: Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick
- Wie gut funktionieren die neuen KI‑Masken?
- Kombination mit U Point‑Werkzeugen
- Selektive Entrauschung und Schärfe: neue Möglichkeiten
- DeepPRIME XD3 und Fujifilm X‑Trans
- Arbeitsfluss: schneller und übersichtlicher
- Stapel‑Umbenennung: leistungsfähig, aber endgültig
- iPhone‑Formate: HEIC, HEIF und ProRAW
- Preis, Verfügbarkeit, Testversion
- Fazit
DxO PhotoLab 9 bringt mehrere sichtbare Verbesserungen für die RAW‑Entwicklung: KI‑gestützte Masken, selektive Anwendung von Entrauschung und Objektivschärfe sowie zahlreiche Workflow‑Erleichterungen. Für Fotografen bedeutet das weniger Handarbeit bei komplexen Masken, bessere Ergebnisse bei hohen ISO‑Werten – und nativere Unterstützung für iPhone‑Formate und Fujifilm‑RAWs.
Kurz: Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick
- KI‑Masken erkennen typische Bildbereiche (Himmel, Personen, Haare, Tiere) und lassen sich speichern oder auf mehrere Bilder übertragen.
- Lokale Anwendung von DeepPRIME und Objektivschärfe ermöglicht gezielte Entrauschung und Mikrokontrast‑Optimierung.
- DeepPRIME XD3 erweitert die Rauschreduzierung auf X‑Trans‑RAWs (Fujifilm).
- Workflow‑Verbesserungen: Bild‑Stacking, Favoriten, Projektpalette im Bearbeiten‑Modus, flexibles Zurücksetzen von Ordnern.
- Mehr Dateiformate: importiert jetzt HEIC/HEIF und ProRAW von iPhones.
- Preise: Neue Lizenz €239,99, Upgrade auf V9 €119,99; 30‑Tage‑Testversion verfügbar.
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Wie gut funktionieren die neuen KI‑Masken?
Die KI‑Masken erzeugen schnelle Auswahlen für häufige Motiv‑Bereiche und sind dabei in vielen Fällen praktisch einsetzbar. Besonders bei klar konturierten Objekten — etwa Tieren oder Personen mit deutlich abgegrenztem Vordergrund — liefern sie überzeugende Ergebnisse. Masken lassen sich feinjustieren, duplizieren und als Preset speichern.
Wichtig für den Datenschutz: die KI‑Berechnungen laufen lokal auf dem Rechner, DxO gibt an, dass keine Bilddaten in die Cloud gesendet werden. Das macht die Funktion für sensible Aufträge praktisch.
Gleichzeitig zeigen Tests Grenzen: feine Übergänge wie ein Himmel, der sich durch Baumbestand bricht, können unvollständig erkannt werden. In solchen Fällen hilft die Kombination mit anderen Werkzeugen oder manuelle Nacharbeit.
Kombination mit U Point‑Werkzeugen
Ein Vorteil von PhotoLab 9 ist die Verknüpfung der KI‑Masken mit den bewährten U Point‑Methoden (Kontrollpunkte, Linien, Verläufe, Pinsel). Grobe KI‑Selektionen lassen sich so punktgenau verfeinern — etwa bei Haaren, Hauttönen oder komplexen Übergängen zwischen Himmel und Architektur.
Selektive Entrauschung und Schärfe: neue Möglichkeiten
Erstmals können DeepPRIME‑Entrauschung und die Objektivschärfe lokal angewendet werden. Das verschiebt die Bearbeitung von einem globalen auf ein gezieltes Modell: Schattenpartien lassen sich entrauschen, während Gesichter und feine Texturen erhalten bleiben.
- Praktischer Nutzen: gezielte Rauschreduktion in dunklen Bereichen, dezente Schärfung nur dort, wo sie wirklich gebraucht wird.
- Risiken: unsaubere Übergänge oder sichtbare Halos bei zu harten Einstellungen — daher Feinanpassung erforderlich.
Interessant ist die Möglichkeit, die lokale Objektivschärfe auch negativ zu regeln, um Hautpartien oder feine strukturelle Unruhe punktuell zu glätten.
DeepPRIME XD3 und Fujifilm X‑Trans
Mit XD3 adressiert DxO speziell die Eigenheiten der Fujifilm‑X‑Trans‑Sensoren. In der Praxis bietet die Engine deutlich verbesserte Entrauschung bei gleichzeitig hoher Detailwiedergabe — ein Vorteil bei Aufnahmen mit hohen ISO‑Werten oder unter schwierigem Licht.
Im Test ließen sich auch sehr rauschintensive X‑Trans‑RAWs sauber bearbeiten, ohne dass feine Strukturen verloren gingen.
Arbeitsfluss: schneller und übersichtlicher
PhotoLab 9 gliedert sich weiterhin ordnerbasiert, bringt aber mehrere Funktionen zur Beschleunigung des Workflows:
- Bild‑Stacking fasst Serien unter einem Thumbnail zusammen und erlaubt, ein anderes Bild als Vorschaubild zu wählen.
- Favoriten geben schnellen Zugriff auf häufig genutzte Ordner oder Projekte.
- Die Projekt‑Palette ist direkt im Bearbeiten‑Modus verfügbar, Ordner lassen sich bei Bedarf zurücksetzen (Revert).
Diese Verbesserungen zielen auf schnellere Navigation in großen Bildbeständen und weniger Klicks bei wiederkehrenden Aufgaben.
Stapel‑Umbenennung: leistungsfähig, aber endgültig
Dateien können nun automatisch nach EXIF‑Metadaten oder frei definierten Vorlagen umbenannt werden. Das sorgt für konsistente Dateinamen in Archiven und Backups.
Ein Hinweis: Die Umbenennung ist nicht reversibel innerhalb des Programms — vor größeren Umbenennungen also unbedingt ein Backup behalten.
iPhone‑Formate: HEIC, HEIF und ProRAW
PhotoLab 9 liest nun gängige iPhone‑Formate und integriert diese in denselben Farb‑ und Rauschworkflow wie Kameraraw‑Dateien. Für Reise‑, Reportage‑ oder Social‑Media‑Produzenten bedeutet das weniger Konvertierungsaufwand und einheitlichere Bildbearbeitung über Geräte hinweg.
Preis, Verfügbarkeit, Testversion
- Neue Lizenz: €239,99
- Upgrade (v7/v8 → v9): €119,99
- 30‑tägige Testversion verfügbar
Fazit
PhotoLab 9 ist kein kosmetisches Update: Die Kombination aus KI‑Masken, lokaler DeepPRIME‑Anwendung und gezielter Objektivschärfe verschiebt die Ansatzpunkte der RAW‑Entwicklung hin zu selektiver, effizienterer Retusche. Die erweiterten Export‑ und Importformate sowie die XD3‑Unterstützung für X‑Trans machen die Software für Fotografen, die viel mit hohen ISO‑Werten und unterschiedlichen Kamerensystemen arbeiten, attraktiver.
Gleichzeitig bleibt Nachsicht angebracht: KI‑Masken sind nicht immer fehlerfrei und benötigen in bestimmten Situationen manuelle Nacharbeit. Insgesamt aber liefert PhotoLab 9 genügend sinnvolle Neuerungen, um als echtes Versions‑Upgrade zu gelten.












