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Tamron plant offenbar ein kompaktes, lichtstarkes Ultraweitwinkelzoom für spiegellose Vollformatkameras — und ein geleakter Pressetext liefert jetzt fast vollständige Details. Für Fotografen, die Astrofotografie, Landschaften oder enge Innenräume fotografieren, könnte das neue 12–20mm f/2.8 schnell zur interessanten Alternative werden.
Was der Leak verrät
Der nicht offizielle Pressetext, der vorab auf SonyAlphaRumors veröffentlicht wurde, nennt Brennweite, durchgehende Öffnung und technische Kerndaten. Tamron adressiert damit gezielt Anwender, die ein sehr weites Sichtfeld mit einer konstanten, lichtstarken Blende suchen — bei gleichzeitig geringem Gewicht.
- Brennweite: 12–20 mm (Vollformat)
- Maximale Blende: f/2.8 durchgehend
- Bildwinkel: ca. 122°–95°
- Optik: 17 Elemente in 12 Gruppen, inkl. XGM-Element und drei asphärischen Elementen
- Blendenlamellen: 12 abgerundete Lamellen, Abblendung bis f/16
- Naheinstellgrenze: 0,18 m (Weitwinkel)
- Abbildungsmaßstab: bis 1:5,8
- Antrieb: VXD-Linearmotor
- Filter: kein frontales Gewinde — rückseitiger Filterhalter
- Maße & Gewicht: ca. 119,3 mm Länge, 90 mm Durchmesser; 570 g (Sony E) / 585 g (Nikon Z)
- Montierungen: Sony E und Nikon Z
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Kompromiss zugunsten von Handlichkeit
Im Vergleich zu Sonys 12–24mm f/2.8 GM fällt das Tamron deutlich leichter und kürzer aus — bei einem leicht eingeschränkten Tele-Ende. Für viele Anwender ist das eine bewusste Designentscheidung: Wer auf Reise- oder Astro-Equipment Wert legt, profitiert von geringerer Masse und kompakteren Abmessungen.
Besonders für die Astrofotografie ist die optische Konstruktion relevant. Die Kombination spezieller Elemente soll Koma reduzieren — also das Ausziehen punktförmiger Lichtquellen an den Bildrändern vermeiden, was bei der Sternfotografie stört.
Praktische Auswirkungen
Die kurze Naheinstellgrenze von 18 Zentimetern ist bei einem so weiten Winkel ungewöhnlich und ermöglicht kreative Nahaufnahmen mit starkem Perspektivcharakter. Der integrierte Rückfilterhalter statt eines vorderen Gewindes ist ein typisches Merkmal moderner Ultraweitwinkel, erzeugt aber Einschränkungen bei der Nutzung klassischer Schraubfilter.
Der VXD-Linearmotor verspricht schnelleren und präziseren Autofokus — vorteilhaft bei Videodrehs und sich bewegenden Motiven. Das Gewicht und die Baugröße machen das Objektiv attraktiv für Fotografen, die häufig unterwegs sind oder an einem kompakten Setup interessiert sind.
Preiserwartung und Marktkontext
Der Leak nennt keinen offiziellen Preis. Branchenbeobachter schätzen, dass Tamron deutlich unter dem Preis von Sonys 12–24mm f/2.8 GM liegen könnte, das ursprünglich bei rund 3.300 Euro startete. Als vorläufiges Datum für die Ankündigung wird der 15. Juli gehandelt, eine offizielle Bestätigung durch Tamron steht noch aus.
Strategisch passt das Paket in Tamrons jüngeren Fahrplan: Das Unternehmen hatte angekündigt, 2026 verstärkt neue Objektive auf den Markt zu bringen. In Kombination mit einem Wechsel unter den Großaktionären — bei dem ein aktiver Investmentfonds an Einfluss gewann — steht Tamron offenbar unter steigendem Wachstumsdruck.
Warum das für Fotografen jetzt relevant ist
Wer auf der Suche nach einem handlicheren, aber dennoch sehr lichtstarken Ultraweitwinkel ist, bekommt mit dem mutmaßlichen 12–20mm f/2.8 eine sinnvolle Alternative zu etablierten Top-Modellen. Insbesondere Astrofotografen und Landschaftsfotografen könnten von der Koma-Reduktion und dem weiten Sichtfeld profitieren.
Bleibt abzuwarten, wie sich Bildqualität, Autofokusleistung und Preis im Praxischeck darstellen — die nächsten Tage könnten für Interessenten wichtige Antworten bringen.












