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Die internationale Fachjury der EISA hat am 24. August die Gewinner für die Awards 2026–2027 bekanntgegeben – mit deutlichen Signalen für den Kameramarkt: Sony sichert sich die begehrtesten Kamera-Kategorien, Nikon gewinnt bei Objektiven, und Canon bleibt bei den Kameras diesmal außen vor. Für Käufer und Profis bedeutet das Hinweise auf aktuelle Techniktrends wie hybride Foto-Video-Systeme und besonders videofreundliche Objektive.
EISA 2026–2027: Wer entscheidet, was zählt
Die EISA (Expert Imaging and Sound Association) ist ein Verbund von mehr als 50 Fachmedien aus rund 27 Ländern. Im Fotobereich wurden insgesamt 23 Awards vergeben; deutscher Vertreter in der Jury bleibt das fotoMAGAZIN. Die jährliche Auszeichnung gilt in der Branche als Qualitätsindikator und beeinflusst oft Aufmerksamkeit und Nachfrage im Handel.
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Zu den Gewinnern: Die Jury würdigte vor allem Geräte und Objektive, die Fotografen und Videografen gleichermaßen ansprechen – ein Hinweis darauf, dass der Markt zunehmend auf Hybridlösungen setzt.
Kameras: Sony dominiert, Canon ohne Kamera-Preis
- Kamera des Jahres: Sony Alpha 7 V
- Beste Profikamera: Sony Alpha 7R VI
- Beste Foto/Video-Kamera: Nikon ZR
- Beste APS-C-Kamera: Fujifilm X-E5
- Best Buy Kamera: Fujifilm X-T30 III
- Beste Kompaktkamera: Panasonic Lumix DC-L10
Die Auszeichnung zur Kamera des Jahres geht an die Sony Alpha 7 V, ein Modell, das sich mit einem 33‑Megapixel‑Sensor und moderner Bildverarbeitung als Allrounder durchsetzt und in Verkaufsstatistiken bereits stark vertreten ist. Ebenfalls von Sony kommt die neue Profi‑Referenz, die Alpha 7R VI, die in der höchsten Klasse punktet.

Für Nikon ist die Ehrung der ZR als beste Foto/Video‑Kamera bemerkenswert: Die kompakte Cine‑orientierte Konstruktion nach der Integration von RED‑Technik erhält von der Fachjury Lob für ihre Vielseitigkeit. Fujifilm deckt die APS‑C‑Segmente ab, während Panasonic die Kategorie Kompaktkameras gewinnt.
Ins Gewicht fällt außerdem, dass Canon dieses Jahr keine Kamera‑Auszeichnung erhielt — ein Unterschied zur Vorjahresrunde, in der der Hersteller mehrere Preise holte.
Objektive: Nikon gewinnt das Spitzenranking, Sigma sammelt mehrere Preise
- Objektiv des Jahres: Nikon Nikkor Z 24‑70 mm f/2.8 S II
- Bestes Weitwinkel: Sigma 35 mm f/1.4 DG II | Art
- Bestes Weitwinkel‑Zoom: Tamron 16‑30 mm f/2.8 Di III VXD G2
- Bestes Standard‑Objektiv: Nikon Nikkor Z DX MC 35 mm f/1.7
- Bestes Standard‑Zoom: Tamron 35‑100 mm f/2.8 Di III VXD
- Bestes Tele: Sigma 200 mm f/2 DG OS | Sports
- Bestes Tele‑Zoom: Nikon Nikkor Z 70‑200 mm f/2.8 VR S II
- Bestes Wildlife‑Objektiv: OM System M.Zuiko Digital ED 50‑200 mm f/2.8 IS Pro
- Bestes Reise‑Zoom: Sigma 20‑200 mm f/3.5‑6.3 DG | Contemporary
- Bestes Makro: Sony FE 100 mm f/2.8 Macro GM OSS
- Bestes Portrait‑Objektiv: Sigma 135 mm f/1.4 DG | Art
- Bestes Foto/Video‑Objektiv: Canon RF 20‑50 mm f/4L IS USM PZ
- Best Buy Objektiv: Canon RF 45 mm f/1.2 STM
Als Objektiv des Jahres setzte sich das Nikkor Z 24‑70 mm f/2.8 S II durch. Die Jury hob insbesondere die interne Zoommechanik hervor, die das Glas für Videoproduktionen attraktiv macht, und beschrieb das Objektiv als ausgewogenes Profiwerkzeug ohne große Schwächen.

Herstellerüberblick: Sigma steuert vier Preise bei und ist damit einer der sichtbarsten Gewinner — vom langen f/2‑Tele bis zu Festbrennweiten und einem vielseitigen Reise‑Zoom. Nikon und Canon folgen mit mehreren Titeln; Tamron und OM System sichern sich ebenfalls Anerkennungen.
Smartphone, Software und Analog zurück im Blick
- Bestes Foto/Video‑Smartphone: Oppo Find X9 Ultra
- Beste Foto‑Software: Excire Foto 2027
- Beste Analog‑Kamera: Lomo MC‑A 35 mm Film Camera
- Bestes Analog‑Zubehör: Valoi easy35 v2
Besonders bemerkenswert: Die Auszeichnung für die Foto‑Software geht an ein Produkt aus Deutschland. Excire Foto 2027 stammt von der Pattern Recognition Company aus Lübeck und setzt auf lokale, KI‑gestützte Bildverwaltung ohne Cloud‑Abhängigkeit — ein Verkaufsargument für Anwender mit Datenschutz‑Ansprüchen.
Das Smartphone‑Segment honoriert aktuelle Kameratechnik in Mobilgeräten, während im Analogbereich weiterhin Nischenhersteller und Retro‑Produkte Anerkennung finden.
Was heißt das konkret für Nutzer und Käufer? Kurzfristig könnte die EISA‑Liste Kaufentscheidungen beeinflussen, vor allem bei Hybrid‑Nutzern, die Foto und Video kombinieren. Langfristig unterstreichen die Preise einen Trend: Hersteller investieren verstärkt in Videofunktionen, optische Konstruktionen ohne Kompromisse und Software, die Workflows vereinfachen.
Wie seht ihr die Auswahl der EISA‑Jury dieses Jahr — spiegelt sie die wichtigsten Entwicklungen wider, oder vermisst ihr bestimmte Modelle? Teilt eure Einschätzung.












