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Auf Rügen nimmt der Naturfotograf Mario Genz regelmäßig stundenlange Ansitze in Kauf, um wilde Tiere ungestört abzulichten. Sein aktueller Praxistest eines leichten Camouflage-Stativs zeigt, warum **Tarnung** und robuste Ausrüstung heute mehr zählen denn je – sowohl für die Bildqualität als auch für den Schutz empfindlicher Lebensräume.
Warum gute Ausrüstung und Versteckarbeit zusammengehören
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Wildlife-Fotografie verlangt mehr als Technik: Beobachtung, Rücksicht und oft langes Stillhalten. Für Genz sind das nicht nur Worte, sondern Voraussetzungen, damit Tiere nicht gestört werden und natürliche Verhaltensweisen sichtbar bleiben.
Die Konsequenzen sind konkret: wer unbedacht agiert, riskiert, Brutplätze zu stören oder Tiere zu vertreiben. In Zeiten steigender Besucherzahlen an Küsten und in Schutzgebieten hat das direkte Folgen für den Artenschutz – und für die Qualität der Aufnahmen.
- Prüfen, ob Brut- oder Setzzeit vorliegt und ob Zugänge eingeschränkt sind
- Vermeiden, Tiere oder ihre Gruppen aktiv aufzuschrecken
- Rücksicht auf Schutzgebietsregeln und Wegemarkierungen nehmen
Praxis: Tarnung ist mehr als Kleidung
Kurz gesagt: Sichtschutz wirkt nicht nur optisch. Genz nutzt mehrere Ebenen der Tarnung – abgestimmte Kleidung, abdeckende Stoffe am Stativ und ein mobiles Tarnzelt –, um die Distanz zu reduzieren, ohne Tiere zu stören.

Beispiele aus seinen Einsätzen zeigen: einfache Maßnahmen wie das Umwickeln von Objektiv und Stativbeinen in natürlichen Farbtönen reduzieren Reflektionen und Konturen, die sonst Aufmerksamkeit erregen. Ein Tarnzelt erlaubt darüber hinaus Sitzpositionen über längere Zeiträume, ohne dass der Fotograf ständig bewegt werden muss.
| Kamera | Brennweite | ISO | Blende | Belichtung |
|---|---|---|---|---|
| Nikon D7500 | 440 mm | 2500 | f/6 | 1/500 Sek. |
| Nikon D7500 | 165 mm | 2000 | f/5 | 1/500 Sek. |
Das getestete Stativ: Kernfakten aus dem Feld
Für den Test stand das Lion Rock 25 Mark II in einer Camouflage-Ausführung zur Verfügung. Entscheidend waren für Genz praktische Details: Gewicht, Standfestigkeit und Bedienkomfort bei unterschiedlichsten Untergründen.

Besonders positiv fiel das geringe Transportgewicht ins Gewicht; auf längeren Strecken ist das spürbar. Die angebrachten Edelstahl-Spikes gaben auf weichem, schlammigem Boden sicheren Halt, selbst wenn dem Stativ hohe Lasten zugemutet wurden.
Im Einsatz mit langen Teleobjektiven – auch bis 600 mm – blieb die Kamera überraschend ruhig. Die kurze Mittelsäule erlaubte zudem sehr flexible, bodennahe Aufnahmen, die für natürliche Perspektiven oft entscheidend sind.
Stärken und Grenzen in einem Blick
- Stabilität: Sehr gut bei Wind und hoher Brennweite
- Mobilität: Leicht und einfach zu transportieren
- Geländegängigkeit: Edelstahl-Spikes erhöhen die Standfestigkeit
- Tarnwirkung: Camouflage reduziert visuelle Kontraste im Gelände
- Nachhaltigkeitsaspekt: Dauerhafte Lösung gegenüber Einweg-Tarnband
Hinweis: Kein Stativ ersetzt diszipliniertes Verhalten in Schutzgebieten. Technische Hilfsmittel sollen Tiere nicht zur Belastung führen.
Das Urteil des Fotografen
Genz beschreibt das Lion Rock 25 Mark II im Camouflage-Look als durchdachtes Werkzeug für ambitionierte Naturfotografen: robust genug für schwere Objektive, leicht genug für lange Märsche und unauffällig genug, um Tiere nicht zusätzlich zu belasten. Für ihn verbindet das Modell technische Tauglichkeit mit dem praktischen Nutzen einer festen Tarnlösung.
Die Lehre aus dem Test ist schlicht: bessere Bilder entstehen dort, wo Technik, Rücksichtnahme und Geduld zusammenwirken. Wer das berücksichtigt, erhält nicht nur bessere Ergebnisse – sondern schützt auch die Lebensräume, die seine Motive bieten.












