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Sigma bringt eine komplett überarbeitete Version seines 35‑mm‑Klassikers: Das neue Sigma 35mm f/1.4 DG II | Art soll schärfer, deutlich leichter und videotauglicher sein als der Vorgänger – ein wichtiges Update für Fotograf:innen und Videograf:innen, die mit Vollformat arbeiten. Verfügbar wird das Objektiv ab dem 16. April 2026 für L‑Mount und Sony E sein; der Listenpreis liegt bei 999 €.
Warum dieses Update jetzt wichtig ist
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Seit der Erstvorstellung des ursprünglichen Sigma 35mm f/1.4 im Jahr 2012 hat sich die Kamerawelt grundlegend verändert: starke Megapixel‑Sensoren und hybride Foto‑Video‑Workflows sind heute Standard. Ein leichteres, optisch noch besser korrigiertes 35er kann deshalb unmittelbar die Praxis vieler Nutzerinnen beeinflussen — von Street‑Fotografen bis hin zu Content‑Produzenten auf Gimbals.
Neues optisches Design
Die Optik wurde von Grund auf neu gerechnet: Insgesamt kommen nun 15 Linsenelemente in 12 Gruppen zum Einsatz. Sigma nennt darin vier asphärische Elemente und zwei Spezialgläser (SLD), um Auflösung und Randleistung bei offener Blende zu verbessern.

Zusätzlich setzt Sigma eine neue Beschichtung ein, die laut Hersteller Geisterreflexe und Streulicht weiter reduziert. Das Ziel ist ein höherer Kontrast unter realen Aufnahmebedingungen, vor allem bei Gegenlicht.
Bokeh und Blendenmechanik
Die Iris arbeitet mit elf abgerundeten Lamellen, was für eine sanftere, organischere Wiedergabe von Out‑of‑Focus‑Bereichen sorgen soll. Gerade bei 35 mm entscheidet das Zusammenspiel von Vordergrund und Umgebung über die Bildwirkung — hier verspricht Sigma eine natürlichere Trennung.
Gewicht, Maße und Praxisstärke
Das neue Modell wiegt 530 g und ist damit rund 30 % leichter sowie etwa 20 % kürzer als die ältere Version. Für viele Anwender ist das kein Luxus: Leichtere Festbrennweiten schonen das Handling an spiegellosen Bodies und stabilisieren den Einsatz auf Gimbals oder beim längeren Fotografieren.
Autofokus, Videoeigenschaften
Sigma verbaut einen sogenannten Dual‑HLA (High‑response Linear Actuator) Antrieb, der schnellen und ruhigen AF sowohl für Fotos als auch für Filmsequenzen liefern soll. Gleichzeitig wurde das sogenannte Focus‑Breathing merklich reduziert, sodass sich der Bildwinkel beim Fokussieren kaum verändert — ein klarer Vorteil für Videoarbeit.

Haptik und Wetterfestigkeit
Das Objektiv bringt mehrere Bedienmerkmale mit, die sich an professionelle Anwender richten: zwei frei belegbare AF‑L‑Tasten, ein Blendenring mit Klick‑ und De‑Click‑Schalter, ein Verriegelungshebel für die A‑Position sowie Dichtungen gegen Staub und Spritzwasser. Die Frontlinse ist mit einer wasser‑ und ölabweisenden Schicht versehen.
Technische Daten (L‑Mount)
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Optik | 15 Elemente / 12 Gruppen (4 asphärisch, 2 SLD) |
| Blendenlamellen | 11, abgerundet |
| Naheinstellgrenze | 28 cm |
| Abbildungsmaßstab | 1:5,4 |
| Filtergewinde | 67 mm |
| Maße (Ø × Länge) | 73 × 94 mm |
| Gewicht | 530 g |
| Antrieb | Dual‑HLA |
| Preis | 999 € |
| Verfügbarkeit | Ab 16. April 2026 (L‑Mount, Sony E) |
Was bleibt offen
Technische Daten und Herstellerangaben geben einen guten ersten Eindruck, entscheiden wird aber die Praxis: Wie verhält sich die Schärfe bei f/1.4 im Randbereich, wie robust ist der AF‑Algorithmus bei bewegten Motiven und wie effektiv ist die neue Beschichtung in kritischen Lichtsituationen? Erste Labortests und Messungen werden das Gesamtbild konkretisieren.
Preislich positioniert Sigma das neue 35er attraktiv im Vergleich zu viele Originalhersteller‑Festbrennweiten. Ob es in der Kombination aus Bildqualität, Gewicht und Videofunktionen zum neuen Maßstab für 35‑Millimeter‑Objektive wird, hängt von den ersten Praxisberichten ab.












