LUMIS-LEDs verändern Outdoor-Fotos: Tragbare Lichter für bessere Aufnahmen

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Bei einem kürzlichen Outdoor-Shooting in einem verlassenen Hotel nahe Kaiserslautern hat Fotograf Jannik Wagner mit kompakten LED-Lichtern atmosphärische Porträts erzeugt, die klassische Studiotechnik vor Ort ersetzen. Die Aufnahmen zeigen, wie mobile RGB- und Multiformat-Leuchten kreative Freiheiten eröffnen — ein Ansatz, der für Porträtfotografen heute unmittelbar praxisrelevant ist.

Warm gegen kalt: Drama im Sandsteinkeller

Im ersten Aufbau setzte Wagner auf einen gezielten Farbkontrast, um Tiefe in den Raum zu bringen. Ein kleines RGB-Leuchtfeld wurde in eine Laterne gestellt, dessen orangefarbene Abstimmung die Wirkung einer Kerze nachbildete; das direkte Leuchtobjekt wurde später digital entfernt.

Porträt vor texturierter Sandsteinwand mit warm-kaltem Lichtkontrast
Gezielter Warm‑gegen‑Kalt-Kontrast betont Tiefe und Struktur im Sandsteinkeller.

Das Umfeld beleuchtete er mit dem LUMIS U-Light, dessen kühle Farbtemperatur die Textur der Sandsteinmauer betonte und den warmen Ton der „Laternenkerze“ gegenstellte. Ergebnis: mehr Struktur im Hintergrund und eine klarere Trennung von Motiv und Umgebung.

Rechteckige Catchlights statt Ringlicht

Im nächsten Set diente das LUMIS U-Light als eine moderne Alternative zum klassischen Ringlicht. Durch variable Lichtcharakteristika ließen sich mehrere, deutlich definierte Reflexionen in den Augen des Models erzeugen — rechteckig und mit anderer Aussage als die vertraute Kreisform.

Nahaufnahme mit rechteckigen Catchlights in den Augen
Rechteckige Reflexionen statt klassischem Ringlicht erzeugen eine andere Bildwirkung.

Das kompakte RGB-Panel fungierte jetzt als Umgebungslicht in Blau, wodurch ein Glasbausteinfenster im Hintergrund hervorstach. Das kühle Blau akzentuierte das regelmäßige Fugenmuster und verlieh der Szene einen zeitgenössischen Anstrich. Close-ups der Augenpartie unterstreichen die ungewöhnliche Reflektionsform und die dadurch entstehende visuelle Intensität.

Spontanes Mini-Studio im Auto

Auf der Heimfahrt nutzte Wagner die Mobilität der Leuchten für eine Serie spontaner Aufnahmen im Auto: leicht beschlagene Scheiben durch Regen lieferten eine reduzierte Kulisse, die mit zwei LED-Positionen gezielt bespielt wurde.

Das LUMIS U-Light strahlte frontal in kaltem Weiß und imitierte vorüberfahrende Scheinwerfer; das LUMIS Compact RGB setzte von hinten ein warmes Gegenlicht, das Streiflicht im Haar erzeugte und die beschlagene Scheibe betonte. Kleine Mechaniken wie ausklappbare Standfüße erlaubten eine sichere Platzierung am Scheibenwischer.

Hinweis zur Nutzung: Die gezeigten LED-Modelle sind nicht wasserdicht — bei nassem Umfeld ist besondere Vorsicht geboten.

  • Kamera & Optik: Sony A7R III mit Sigma Art 35mm f/1.4 DG DN
  • Sandsteinkeller: ISO 160, 1/100 s, offene Blende
  • Zweites Setup (Augen-Reflexionen): ISO 200, Belichtungszeit unverändert
  • Spontane Autoaufnahmen: f/4.0, ISO 12800, 1/100 s

Diese Bilder zeigen mehr als Ästhetik. Sie demonstrieren, wie kompakte RGB- und Multiformat-Lichter Arbeitsabläufe vereinfachen: weniger Equipment, schnellerer Aufbau, mehr Experimente mit Farbe und Form. Für Berufsfotografen wie für ambitionierte Amateure bedeutet das eine Verschiebung — kreative Entscheidungen können unmittelbar vor Ort getroffen werden, statt ausschließlich im Studio oder in der Nachbearbeitung.

Fotograf: Jannik Wagner. Model: Sharmika Thanabalasingam.

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