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Ein neuer, preislich auffälliger Kandidat für Mittelformat-Fotografen ist da: Zhong Yi Optics bringt das kompakte Weitwinkel Pittura 30mm f/2.4 auf den Markt — verfügbar für Fujifilm GFX und Hasselblad XCD. Das Objektiv kombiniert eine relativ große Anfangsöffnung mit einer ungewöhnlich kurzen Naheinstellgrenze und zielt so auf Anwender, die vielseitige Weitwinkelaufnahmen auf Mittelformatkameras suchen.
Worum es technisch geht
Die 30‑Millimeter-Brennweite entspricht in etwa einem 24‑Millimeter-Äquivalent im Kleinbildformat und bietet einen Bildwinkel von rund 84,5 Grad. Die Blende lässt sich stufenlos zwischen f/2.4 und f/22 einstellen; am Rohr befindet sich ein gerasteter Blendenring. Im optischen Aufbau arbeiten insgesamt 13 Linsenelemente in zwölf Gruppen, ergänzt durch eine Iris mit elf Lamellen.
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Für kurze Entfernungen wurde ein sogenanntes Floating‑Design integriert: bestimmte Linsengruppen verschieben sich beim Nahbereich, um die Abbildungsleistung stabil zu halten. Dadurch kann das Objektiv bereits ab nur 0,2 m scharfstellen — ein ungewöhnlich kurzer Arbeitsabstand für ein Mittelformat‑Weitwinkel.
Manuell fokussiert, kompakt gebaut
Autofokus bietet das Pittura nicht; die Fokussierung erfolgt ausschließlich manuell. Das macht es besonders für Fotografen interessant, die präzise manuelle Kontrolle bevorzugen oder für Videoarbeiten, bei denen ein AF‑Eingriff unerwünscht ist.

Gehäuse und Maße variieren je nach Mount: Die Ausführung für Fujifilm GFX hat einen Durchmesser von 81 mm und eine Länge von 80 mm, das Modell für Hasselblad XCD fällt mit 73 mm etwas schmaler, ist mit 84 mm aber geringfügig länger. Beide Versionen besitzen ein Metallgehäuse und nutzen einen Filtergewindemaß von 58 mm; das Gewicht liegt bei der GFX‑Variante bei etwa 550 Gramm.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Brennweite | 30 mm (≈ 24 mm KB‑Äquivalent) |
| Blende | f/2.4 – f/22, 11 Lamellen |
| Naheinstellgrenze | 0,2 m |
| Optischer Aufbau | 13 Elemente / 12 Gruppen, Floating‑Element |
| Fokus | Manuell |
| Filtergewinde | 58 mm |
| Gewicht (GFX) | ~550 g |
| Preis | 499 US‑Dollar |
Für wen das Objektiv relevant ist
Das neue Weitwinkel zielt klar auf Fotografen, die Mittelformat‑Bildqualität mit handlicher Bedienung verbinden möchten. Besonders relevant sind folgende Aspekte:
- Kompatibilität mit professionellen Mittelformatsystemen (Fujifilm GFX, Hasselblad XCD).
- Kurze Naheinstellgrenze für Vordergrund‑Betonung bei Landschafts- und Dokumentarfotografie.
- Manuelle Fokussierung als Vor- oder Nachteil — je nach Arbeitsweise.
- Relativ niedriger Einstiegspreis verglichen mit vielen Mittelformat‑Festbrennweiten.
Bedeutung für den Markt
Mittelformatobjektive sind oft groß und teuer; das Pittura 30mm stellt eine deutlich günstigere Alternative dar, die dennoch auf spezielle Bedürfnisse zugeschnitten ist — etwa kreative Weitwinkelaufnahmen mit starker Vordergrundintegration. Gleichzeitig setzt der Verzicht auf Autofokus eine klare Nutzungspräferenz voraus: Wer schnelle Serien oder spontanen AF‑Support benötigt, muss weiter suchen.
Für Reisefotografen, Straßenfotografen und Dokumentarfilmer, die auf die Bildqualität des Mittelformats Wert legen, könnte das Pittura eine attraktive Ergänzung zum Kit sein. Dass Filter mit einem gängigen 58‑mm‑Durchmesser passen, erhöht die praktische Nutzbarkeit im Feld.
Verfügbar ist das Objektiv bereits für die beiden genannten Mounts; der Herstellerpreis liegt bei 499 US‑Dollar. Ob sich das Modell dauerhaft in den Kamerataschen der Mittelformat‑Community etabliert, wird die Praxis zeigen — insbesondere, wie die Bildqualität und Haptik im realen Einsatz bewertet werden.
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