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Ein neuer Funkfernauslöser von Rollei soll Langzeit- und Timelapse-Aufnahmen vereinfachen — getestet von Profi-Fotograf Stephan Wiesner an der Elbe vor der Elbphilharmonie. Warum das jetzt relevant ist: Für Nacht- und Langzeitfotografen können präzise Fernsteuerung und flexible Zeitprogramme den Unterschied zwischen verwackelten Aufnahmen und technisch sauberen Langzeitbelichtungen ausmachen.
Testumgebung und Ansatz
Wiesner verlegte seine Prüfung an das Elbufer in Hamburg, um das Gerät bei wechselnden Lichtbedingungen zu prüfen. Ziel war es, in einer echten Außensituation zu sehen, wie zuverlässig die Verbindung arbeitet und ob sich die Bedienung in der Praxis bewährt.
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Als Kamerabasis diente die Nikon Z 7 II. Auf deren Blitzschuh montierte er den Funkempfänger über einen Adapter; der Sender blieb in seiner Hand oder am Stativarm. So ließ sich das Zusammenspiel von Kamera, Sender und Filter unter realen Bedingungen demonstrieren.
Kabelfrei und systemübergreifend
Rolleis Auslöser wird als flexibel beschreiben: Er funktioniert sowohl kabellos als auch per Verbindungskabel und lässt sich mit verschiedenen Systemen koppeln, sofern das passende Anschlusskabel vorhanden ist. Das macht ihn laut Wiesner für Fotografen interessant, die mit mehreren Kameras arbeiten.
- Kompatibilität: Unterstützung für Canon, Nikon, Sony und weitere Kameras via systemabhängigen Kabeln.
- Arbeitsmodi: Kabellos oder kabelgebunden; einfache Umschaltmöglichkeit.
- Programmierung: Intervall- und Zeitprogramme direkt am Sender für Timelapse und lange Belichtungen.
- Praxisnutzen: Ermöglicht Langzeitbelichtungen jenseits der werkseitigen 30‑Sekunden‑Limitierung.
Wie sich Timelapse und lange Belichtungen verändern
Für die Feldprüfung kombinierte Wiesner den Fernauslöser mit einem ND8- und einem ND1000-Filter, um sehr lange Belichtungszeiten zu erreichen. Das Resultat: glattgezogene Wasserflächen und reduzierte Bewegungsartefakte bei Nachtaufnahmen, beschreibt er.

Wichtig sei laut Wiesner, dass sich viele Kamerainterne Zeitbegrenzungen umgehen lassen, weil der Auslöser eigenständige Zeitprogramme anbietet. Das erleichtert Nachtaufnahmen und verlängerte Belichtungen, ohne dass die Kamera permanent manuell gesteuert werden muss.
Praxisbezug: Was Fotografen davon haben
Für Hobby- und Profi-Fotografen ergeben sich mehrere konkrete Vorteile: präzisere Auslösungen bei Wind und Wellen, automatisierte Serienaufnahmen für Timelapse‑Sequenzen und eine schnellere Arbeitsweise unterwegs. Gerade bei Nachtaufnahmen reduziert die Fernsteuerung Berührungsrisiken an der Kamera und verbessert so die Bildqualität.
Wiesner hebt außerdem das Verhältnis von Funktion zu Preis hervor und empfiehlt, das Gerät im eigenen Workflow zu prüfen — besonders wenn man viel mit langen Belichtungszeiten oder Timelapse arbeitet.
Einordnung und Ausblick
Technisch ist der Rollei‑Fernauslöser keine Revolution, aber laut dem Test ein praktisches Werkzeug für situative Anforderungen: Er schließt eine Lücke zwischen einfachen Kabelauslösern und komplexen, teuren Intervall-Controllern.
Fotografen, die regelmäßig Langzeitbelichtungen oder Timelapse‑Projekte realisieren, sollten die Möglichkeit in Betracht ziehen, die eigenen Abläufe mit einem solchen Sender zu erweitern — besonders wenn mehrere Kameras im Einsatz sind oder schnelle, kabellose Kontrolle gefragt ist.













