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Rollei hat gemeinsam mit Viltrox ein neues Weitwinkel für die Sony E-Mount-Plattform vorgestellt: das Viltrox Objektiv AF 24 mm F/1.8 FE. Ein aktueller Vergleichstest von Fotograf Stephan Wiesner stellt das 24‑Millimeter-Modell dem deutlich teureren Sony G Master gegenüber – die Ergebnisse könnten für Foto‑ und Video‑Schaffende die Kaufentscheidung beeinflussen.
Technik und Haptik
Auf den ersten Blick wirkt das Objektiv robust: Gehäuse und Tubus bestehen bis auf die Gegenlichtblende überwiegend aus Metall. Mit 340 Gramm ist es vergleichsweise leicht, die Abmessungen liegen bei etwa 7 × 8,5 cm, das Filtergewinde misst 55 mm.
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Die Bedienung ist bewusst reduziert: ein stufenlos laufender Blendenring, ansonsten keine zusätzlichen Schalter am Gehäuse. Wichtig für Videonutzer ist die überarbeitete Fokustechnik: das Objektiv bietet eine schnelle, präzise Autofokus-Performance inklusive Gesichts‑ und Augenerkennung.
| Wesentliche Daten | |
|---|---|
| Brennweite | 24 mm (Vollformat) |
| Lichtstärke | f/1.8 |
| Mount | Sony E |
| Gewicht | ≈ 340 g |
| Maße | ca. 7 × 8,5 cm |
| Filtergewinde | 55 mm |
| Gehäuse | Metall (ohne Gegenlichtblende) |
| Besonderheiten | Clickless-Blendenring, verbesserter AF, Face/Eye-Detection, sehr reduziertes focus breathing |
Wie es sich in der Praxis schlägt
Wiesner hat das Objektiv unter realen Bedingungen getestet: Landschaftsaufnahmen aus der Lüneburger Heide, Aufnahmen für Vlogs und Testcharts. Dabei fallen zwei Punkte besonders ins Gewicht.

Einerseits gelingt dem Viltrox eine sehr unauffällige Änderung der Bildwirkung beim Fokussieren – der sogenannte focus breathing ist praktisch nicht spürbar, was für Filmer ein klares Plus ist. Andererseits überzeugt die Kombination aus schneller AF‑Reaktion und der Gesichtserkennung auch bei bewegten Motiven.
Die Ergebnisse aus den Testcharts im Video zeigen durchweg gute bis sehr gute Werte in Schärfe und Kontrast – vor allem bei offener Blende ist die Leistung überraschend homogen für diese Preisklasse.
- Für Video: Sehr gute Alternative durch minimiertes Fokus‑Atmen und zuverlässigen AF.
- Für Foto: Vielseitig einsetzbar (Reise, Landschaft, Dokumentation) dank leichter Bauweise und f/1.8‑Lichtstärke.
- Nachteile: Keine zusätzlichen Bedienelemente am Gehäuse; die Fertigungsqualität ist hochwertig, aber nicht über jeden Zweifel erhaben im Vergleich zur Spitzenklasse.
Was bedeutet das für Kaufinteressierte?
Der Kernbefund aus Wiesners Test lautet: Wer professionell filmt oder regelmäßig weite Brennweiten nutzt, bekommt mit dem Viltrox AF 24 mm F/1.8 FE ein kompaktes, technisch ausgereiftes Werkzeug, das in wichtigen Punkten dem teuren G‑Master-Modell das Wasser reichen kann. Das macht es insbesondere für Anwender attraktiv, die Preis und Performance abwägen müssen.
Wiesner zieht daraus das Fazit, dass sich der deutlich höhere Preis des G‑Master für viele Nutzer schwer rechtfertigen lässt – sofern man die absolute Spitzenleistung in allen Bereichen nicht zwingend benötigt.
Kurzfristig relevant ist diese Entwicklung, weil sie den Markt für Vollformat‑Weitwinkelobjektive weiter aufmischt: präzise AF‑Funktionen und filmfreundliche Eigenschaften sind nicht mehr ausschließlich teuren Flaggschiffen vorbehalten.
Für alle, die Details wünschen: Der YouTube‑Test von Stephan Wiesner zeigt zahlreiche Vergleichsbilder und Testcharts in voller Länge und liefert damit eine gute Grundlage für eine eigene Einschätzung.













