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Diese Woche bestimmten mehrere Ankündigungen und Verschiebungen den Kameramarkt: GoPro hat formell den Anschluss an das Micro-Four-Thirds-Ökosystem bestätigt, Nikon stellte eine kompaktere Vollformat-Variante vor, und Produktionsprobleme verschieben Auslieferungen bei Sony und Erwartungen bei Canon. Für Hobbyfotografen wie Profis können diese Entscheidungen Verfügbarkeit, Preisentwicklung und Systemwahl in den nächsten Monaten merklich beeinflussen.
GoPro tritt offiziell dem MFT-Standard bei
OM Digital Solutions bestätigte, dass GoPro die Mitgliedschaft im Standard für das Micro-Four-Thirds-System übernommen hat. Praktisch sichtbar wurde das bereits mit der Mission 1 Pro ILS, die ein MFT-Bajonett nutzt.

Wichtig ist jedoch: Die aktuelle GoPro kommuniziert noch nicht vollständig mit MFT-Objektiven. Das bedeutet aktuell manuelle Fokussierung und eine ungewöhnliche Sensor-Crop-Rate von etwa 2,7×, statt des sonst üblichen 2×-Faktors bei MFT-Kameras.
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Canon RF 90mm überrascht: 180mm-Makro offenbar gestrichen
Kurzfristig heißt das für Nutzer:
- Die Anschlussmöglichkeit an MFT-Optiken eröffnet neue Kombinationsmöglichkeiten, ersetzt aber nicht die native Steuerung moderner MFT-Systeme.
- Für Anwender, die Autofokus-Integration, Blendensteuerung und Metadaten erwarten, bleibt der Nutzen der Mission 1 Pro ILS derzeit eingeschränkt.
- Herstellerangaben deuten an, dass GoPro künftig zumindest teilweise AF-Unterstützung in Erwägung zieht — konkrete Produkte oder Zeitpläne fehlen bislang.
Warum das relevant ist
Die Entscheidung verändert langfristig die Ökosystem-Dynamik: Drittanbieter-Objektive, Adapterlösungen und Zubehör könnten attraktiver werden, solange GoPro und andere Hersteller die Kommunikationsfunktionen weiter ausbauen.
Canon-Gerücht: Kompaktes Makro statt 180-mm-Nachfolger
Aus Branchenkreisen heißt es, dass Canon an einem neuen Makroobjektiv für das RF-System arbeitet — offenbar kein direkter Ersatz für das 180 mm f/3.5L USM aus der EF-Ära, sondern ein RF 90mm f/2.8 IS STM.
Das Fehlen des L-Kürzels würde das Objektiv in Richtung eines erschwinglicheren, eher massenmarkttauglichen Produkts rücken. Erwartete Eigenschaften:
- Geringere Bau- und Verkaufskosten im Vergleich zu Profi-L-Makros
- Kompaktes Design, geschätzte Länge um 10 cm — deutlich kürzer als das aktuelle RF 100mm f/2.8L
- Bildstabilisator (IS) und ein ruhiger STM-AF-Antrieb
Analysten gehen von einem Kurs unter 1.000 Euro aus, damit das Konzept für viele Einsteiger und Amateure sinnvoll ist. Für Makrofotografen bedeutet das: bessere Zugänglichkeit, aber weniger Reichweite und vermutlich weniger spezialisierte Features als bei einem 180‑mm‑L‑Objektiv.
Nikon Z5 II C: Schlanker, aber mit Abstrichen
Nikon hat mit der Z5 II C eine reduzierte Variante der populären Z5 II vorgestellt: dieselbe 24,5‑Megapixel‑Vollformat-Bildsensorarchitektur, IBIS mit bis zu 7,5 Blendenstufen Kompensation und der Expeed‑7‑Prozessor bleiben erhalten.

Wesentliche technische Eckdaten in Kürze:
- Sensor: 24,5 MP, rückwärtig belichtet
- IBIS: bis zu 7,5 EV
- Serienbild: bis zu 30 fps elektrisch; mechanisch 14 fps (JPEG) / 11 fps (RAW)
- Video: 4K30 ohne Crop, 4K60 mit 1,5× Crop, internes N‑RAW auf SD möglich
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Das Gehäuse ist flacher und rund 80 Gramm leichter als das der Z5 II — vorrangig weil auf einen elektronischen Sucher verzichtet wurde. Im Gegenzug sanken Displayauflösung und einige Komfortmerkmale: das Bildschirmpanel löst nur noch 1,4 Millionen statt 2,1 Millionen Pixel auf und Nutzer müssen auf den AF‑Joystick sowie einen zweiten SD‑Kartenslot verzichten.
Der empfohlene Einstiegspreis liegt bei rund 1.550 Euro für das Gehäuse. Damit entsteht ein Spannungsfeld: Die Z5 II ist kaum teurer und bietet mehr Ausstattung. Für wen die Z5 II C dennoch interessant sein könnte: Fotografen, die ein schlankeres Gehäuse und ein geringeres Gewicht ohne zwingenden Sucherbedarf bevorzugen — etwa als Zweitkamera für Street- oder Reiseeinsätze.
Stimmen aus Tests
Erste Prüfungen externer Testredaktionen bemängeln die reduzierte Displayhelligkeit im Freien und sehen beim manuellen Fokussieren spürbare Nachteile durch die geringere Auflösung. Diese Punkte sind für Anwender relevant, die auf Bildschirmkontrolle statt auf einen Sucher setzen.
Verschobene Launches: Canon R7 Mark II und Sonys FX5
Für Canon deutet ein Bericht auf eine späte Markteinführung der EOS R7 Mark II hin: Quellen sprechen vom ersten Quartal 2027. Ursprünglich war ein früheres Debüt erwartet worden; die Verzögerung beeinflusst vor allem Fotografen im APS‑C‑Segment, die auf System-Updates und neue Objektive gehofft hatten.
Parallel verschiebt Sony den Verkaufsstart der Kinokamera FX5 erneut — aktuell ist von Ende Oktober die Rede. Offiziell nennt Sony Produktionsprobleme als Grund; Branchendiskussionen verweisen zudem auf einen globalen Engpass bei DRAM‑Speicherchips, der bereits andere Ankündigungen beeinflusst haben soll.
Konsequenzen:
- Produktionsengpässe können die Verfügbarkeit und Preise in den kommenden Monaten erhöhen.
- Videoprofis und Veranstaltungsfotografen, die auf neue Hardware warten, müssen ihre Planungen anpassen.
- Hersteller könnten zeitnah Prioritäten verschieben und kleinere Releases vorziehen, bis die Versorgung stabiler ist.
Ob der Speicherengpass tatsächlich der Haupttreiber ist, wurde von den Herstellern nicht abschließend bestätigt; die Indizienlage bleibt aber plausibel angesichts ähnlicher Effekte in anderen Bereichen der Elektronikbranche.
In Summe zeigen diese Meldungen: Die Branche bleibt in Bewegung — Änderungen bei Standards, kompaktere Gehäusekonzepte und Lieferprobleme prägen aktuell die Entscheidungen von Herstellern und Käufern gleichermaßen.













