Kleine, flexible Lichtquellen verändern derzeit die Arbeitsweise vieler Produktfotografen – weil sie Studioqualität mit Mobilität verbinden. In einem aktuellen Video demonstriert der Profi Mario Dirks, wie eine biegsame LED-Matte die Beleuchtung von Produkten vereinfacht und zu konsistenter, reproduzierbarer Ergebnissen führt.
Die Matte, die Dirks verwendet, ist in mehreren Größen erhältlich (S, M, L) und lässt sich wie ein klassisches Dauerlicht einsetzen. Entscheidend ist jedoch ihre Formbarkeit: Aus der flachen Einheit wird per Hand eine Hülle, ein Zylinder oder ein Lichtzelt – je nach Motiv und gewünschtem Effekt.
Für seine Demonstration wählt Dirks die Produktfotografie einer Uhr in Draufsicht. Statt eines neutralen, glatten Untergrunds nutzt er Schrauben in einer Gipskartonplatte, um einen dezenten Kontrast und Struktur zu erzeugen; das Objekt sitzt mittig, das Licht kommt kontrolliert von allen Seiten.
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Die Kombination aus der gebogenen Matte und ihren praktischen Verschlüssen ermöglicht präzise Lichtformen: Der Fotograf formt die Matte zu einer Röhre, die sich über das Motiv stülpen lässt und so sanftes, umlaufendes Licht erzeugt. Dieses Verfahren vermindert harte Schatten und betont Details.
Technik und Workflow spielen eine wichtige Rolle: Kamera im Halter, per Kabel mit dem Rechner verbunden – so lässt sich das Ergebnis sofort prüfen. Zusätzlich steuert Dirks die Beleuchtung per App und Controller, was die Anpassung der **Farbtemperatur** und **Helligkeit** ohne Verrücken des Setups erlaubt.
Was das für die Praxis bedeutet
Der Aufbau bietet mehr als nur Komfort: Er schafft reproduzierbare Bedingungen für Produktaufnahmen, beschleunigt den Arbeitsablauf und reduziert Nachbearbeitungsaufwand. Besonders für Shops und Agenturen, die viele Objekte in kurzer Zeit fotografieren müssen, ist das relevant.
Ein weiteres Setup in Dirks’ Video zeigt die Matte als kleines Lichtzelt, das das Motiv von drei Seiten gleichmäßig ausleuchtet. Das Ergebnis wirkt weich und „schmeichelnd“ für Oberflächen – ein Vorteil bei reflektierenden Materialien wie Metall oder Glas.
Praktische Tipps aus dem Test
- Größe wählen: Für flache Objekte reicht meist M; bei komplexeren Formen ist L komfortabler.
- Formen statt positionieren: Matte in die gewünschte Form bringen und mit Klett fixieren, statt mehrere Leuchten zu justieren.
- Tethering nutzen: Direkte Verbindung zur Kamera erleichtert schnelle Korrekturen und Farbkontrolle.
- Feinabstimmung per App: Weißabgleich und Helligkeit vor Ort anpassen, um Zeit in der Nachbearbeitung zu sparen.
- Hintergrund bewusst wählen: Strukturierte Flächen liefern oft bessere Kontraste als komplett glatte Hintergründe.
Diese Herangehensweise ist kein Ersatz für ausgefeilte Studiotechnik, liefert aber eine praktische, kosteneffiziente Alternative für viele Anwendungsszenarien. Für Fotografen, die mobil arbeiten oder kleine Produktserien ablichten, kann die Kombination aus flexibler LED-Matte, Tethering und App-Steuerung den Workflow merklich straffen.
Wer die Umsetzung genauer sehen möchte: Mario Dirks zeigt die Aufbauten und Einstellungen in einem seiner jüngsten Videos und erläutert Schritt für Schritt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Formen.













