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Der Deutsche Jugendfotopreis 2026 hat in Düsseldorf 40 Nachwuchsfotografinnen und -fotografen ausgezeichnet und liefert damit neue Einblicke in die Lebenswirklichkeiten junger Menschen. Die Jury wählte die Preisträgerinnen und Preisträger aus mehr als 8.000 Einsendungen aus – die Ausstellung im KIT ist bis zum 15. November 2026 zu sehen und macht die Bildersprache einer Generation öffentlich erfahrbar.
Preise, Teilnehmende, Zahlen
Vergeben wurden insgesamt 40 Auszeichnungen an Fotografinnen und Fotografen im Alter von fünf bis 25 Jahren aus elf Bundesländern; die Preisgelder summieren sich auf 14.000 Euro. Die Arbeiten traten in drei Kategorien gegeneinander an: Freie Themenwahl, Experimente und das diesjährige Jahresthema „Ein Haus, Ein Boot, Ein Auto“.
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- Einreichungen: mehr als 8.000 Arbeiten
- Preisträgerinnen und -träger: 40 Personen und Gruppen
- Altersgruppe: 5–25 Jahre
- Preisgeld: 14.000 Euro
- Ausstellung: KIT – Kunst im Tunnel, Düsseldorf (bis 15.11.2026)
Wer wurde gewürdigt
Zu den namentlich genannten Gewinnerinnen zählt Melek Ayla Reinalda, ausgezeichnet für ein Projekt zum Jahresthema. In der Kategorie Freie Themenwahl erhielten Preise unter anderem Kaddy Darboe, Mizgin Frotscher, Minze Gaus und Meret Eberl. Den Hauptpreis im Bereich Experimente bekam Pha Croissant für eine Arbeit, die das fotografische Medium neu denkt.
Auch kollaborative Arbeiten fanden Anerkennung: Preise gingen an mehrere Schul- und Jugendgruppen wie die Foto-AG der Eduard‑Mörike‑Grundschule (Berlin), die Foto-AG des Werner‑von‑Siemens‑Gymnasiums (Bad Harzburg), die Fotogruppe Sammarro (Düsseldorf) und das Kollektiv Strukturlos (Bergisch Gladbach).
Was die Bilder bedeuten
Die eingereichten Serien spiegeln laut Veranstalterinnen und Veranstaltern Alltagserfahrungen, Familienbeziehungen, intime Begegnungen und Fluchtgeschichten wider. Bundesjugendministerin Karin Prien verwies bei der Preisvergabe darauf, dass die jungen Fotografinnen und Fotografen mit ihren Bildern Fragen aufwerfen und Perspektiven zeigen, die in öffentlichen Debatten oft zu kurz kommen.

Diese Sichtweisen sind nicht nur künstlerisch relevant: Sie liefern Anknüpfungspunkte für Bildungsarbeit und Lokalpolitik. Wer die Ausstellung besucht, sieht unmittelbare Folgen für Museen, Schulen und Kulturförderung – etwa die Notwendigkeit, Räume und Förderformen zu schaffen, in denen Jugendliche experimentieren und ihre Erfahrungen sichtbar machen können.
Ausstellung „ECHT JETZT“: erstmals ein ganzes Haus
Unter dem Titel ECHT JETZT zeigt das KIT – Kunst im Tunnel die Siegerarbeiten; erstmals in der Historie des Wettbewerbs bespielt der Preis ein komplettes Ausstellungshaus als Hauptschau. Das erhöht die Reichweite der präsentierten Arbeiten und ermöglicht jungen Talenten erste institutionelle Ausstellungspraktiken.
Die Schau wurde von Studierenden der Peter Behrens School of Arts der Hochschule Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Mareike Foecking und Morgaine Schaefer konzipiert und umgesetzt. Sie legt den Fokus auf die Fragen, Beziehungen und Perspektiven junger Menschen in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels.
- Workshops für Schulklassen und junge Fotointeressierte
- Themenführungen durch die Ausstellung
- Gesprächsformate (Meet & Talk) mit Preisträgerinnen und -trägern
- Finissage am Ende der Laufzeit
Landesjugendministerin Verena Schäffer betonte, dass der Preis über reine Wettbewerbselemente hinaus Begegnung und Austausch fördere und so kulturelle Bildung stärke. Auch Thomas Hartmann vom Deutschen Kinder‑ und Jugendfilmzentrum sah in dem Wochenende eine Bestätigung für die Vielfalt und die Kraft der jungen Fotoszene in Deutschland.
Katharina Klapdor Ben Salem, Leiterin des Wettbewerbs, wies darauf hin, dass die Ausstellung nicht nur eine Rückschau sei, sondern Besucherinnen und Besucher zu Gesprächen und aktivem Austausch einlade. Für die jungen Macherinnen und Macher bedeute die Präsentation im KIT eine seltene Chance, die eigene Arbeit einem breiten Publikum vorzustellen.
Die Ausstellung „ECHT JETZT“ ist bis zum 15. November 2026 im KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf zu sehen; das Begleitprogramm umfasst Workshops, Führungen und Gespräche, die die ausgestellten Arbeiten kontextualisieren und zur Auseinandersetzung einladen.











