Laowa ACRIS 35mm 1:1 Makro mit AF und APO für gestochen scharfe Nahaufnahmen

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Laowa hat sein Sortiment um ein ungewöhnliches Makroobjektiv erweitert: Das neue ACRIS 35mm f/2.8 1X Macro APO verbindet laut Hersteller eine echte 1:1‑Abbildung mit einer kurzen Weitwinkelbrennweite – verfügbar ab Anfang Oktober zum Preis von rund 539 Euro. Für Fotografen kann das neue Glas einen anderen Blick auf Detailaufnahmen eröffnen, weil es Motiv und Umfeld gleichermaßen einfangen soll.

Im Vergleich zu klassischen Makroobjektiven mit 90 bis 180 mm Brennweite bleibt mit 35 mm deutlich mehr vom Umfeld sichtbar. Das ist praktisch, wenn es nicht nur auf den Makro‑Detailreichtum ankommt, sondern auf die Einbettung des Motivs in seine Umgebung – etwa bei Produkt‑, Food‑ oder Naturaufnahmen.

Optisch setzt Laowa auf eine Konstruktion mit 13 Linsen in zehn Gruppen und nennt die Optik APO, also apochromatisch korrigiert. Ziel ist die Verringerung sowohl longitudinaler als auch lateraler Farbfehler, damit Farbsäume in scharfen wie unscharfen Bildbereichen minimiert werden. Der Hersteller verspricht zudem scharfe Abbildung bis an die Ränder, selbst bei lebensgroßer Vergrößerung.

Die Naheinstellgrenze liegt bei 180 mm Arbeitsabstand, womit Anwender noch ausreichend Platz für Beleuchtung und schonende Annäherung an empfindliche Motive haben. Der Autofokus arbeitet nach Herstellerangaben von 0,5 m bis Unendlich; für sehr kleine Abstände bleibt natürlich weiterhin präzises manuelles Fokussieren eine Option.

Wesentliche Merkmale

  • Abbildungsmaßstab: 1:1 (lebensgroß)
  • Brennweite: 35 mm, lichtstarkes f/2.8
  • Autofokus: Verfügbar für Sony FE, Canon EF und Nikon Z; Canon RF und L‑Mount als manuelle Versionen
  • APO‑Design: reduziert Farbsäume und verbessert Farbtreue
  • Naheinstellgrenze / Arbeitsabstand: ca. 48,6 mm / 180 mm
  • Filtergewinde: 72 mm (AF), 67 mm (MF)
  • Gehäuse: Vollmetall, robuste Ausführung

Die Autofokus‑Varianten bieten eine Möglichkeit, zwischen AF und MF zu wechseln sowie eine belegbare Funktionstaste für kompatible Systeme. Bei Canon RF und L‑Mount liefert Laowa ausschließlich eine manuelle Ausführung mit mechanischem Blendenring.

Das Laowa ACRIS 35mm Makroobjektiv auf einem Tisch, gezeigt von der Seite
Das 35‑mm‑Makro bietet 1:1‑Abbildung und kurze Perspektive für Kontextaufnahmen.

Technische Eckdaten in Kürze: Bildwinkel rund 63°, neun Blendenlamellen (bei AF‑Modellen), optischer Aufbau 13/10, und eine elektronische Blendensteuerung bei den AF‑Versionen. Die Abmessungen und das Gewicht variieren je nach Bajonett: Sony‑FE‑Modelle wiegen etwa 560 g, Nikon‑Z‑Versionen rund 570 g, Canon‑EF‑Modelle knapp 530 g.

Verfügbarkeit und Preis

Laowa plant die Auslieferung Anfang Oktober 2026; die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 539 Euro. Damit positioniert sich das ACRIS als spezialisierte Option für Fotografen, die Makroarbeit mit einer starken Kontextdarstellung verbinden möchten.

Verpacktes Objektiv mit Preisschild auf einem Ladentisch
Laowa ACRIS: Lieferstart Anfang Oktober 2026, Preis rund 539 Euro.

Marktrelevanz und Einsatzszenarien

Ein 35‑Millimeter‑Makro mit lebensgroßer Abbildung ist ungewöhnlich: Es eröffnet neue Bildkompositionen, weil Vordergrunddetails und die Umgebung gleichzeitig lesbar bleiben. Das ist interessant für Werbe‑ und Foodfotografen, für Objekt‑ und Still‑Life‑Arbeiten sowie für Naturfotografen, die Umgebungsinformationen nicht ausblenden wollen.

Gleichzeitig sind Breitenwirkung und kurze Perspektive eine Herausforderung: Lichtführung und geringe Schärfentiefe erfordern gutes Rüstzeug und Erfahrung. Für Anwender, die Dokumentation und kreative Nahaufnahmen verbinden möchten, kann das ACRIS jedoch ein sinnvolles Werkzeug sein.

Anschluss GTIN
Nikon Z 6940486705546
Sony FE 6940486705522
Canon EF 6940486785036
Canon RF 6940486705539
L‑Mount 6940486705553

Für Fotografen bedeutet das neue Laowa‑Modell ein zusätzliches kreatives Werkzeug: Es verbindet echte Makroleistung mit einem weiten Blickwinkel – eine Kombination, die in klassischen Makrosets bislang kaum vertreten ist. Ob sich die Kompromisse in der Praxis auszahlen, wird die Nutzung in realen Aufnahmesituationen zeigen.

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