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Vom 16. bis 21. Juni 2026 macht Basel wieder zur Drehscheibe für Fotokunst: Auf der elften Ausgabe der Messe werden mehr als 40 internationale Galerien erwartet, die insgesamt über 450 Arbeiten von etwa 170 Künstlerinnen und Künstlern zeigen. Die Veranstaltung rückt diesmal besonders experimentelle Formen in den Vordergrund – ein Zeichen dafür, wie stark sich Fotografie aktuell über traditionelle Grenzen hinwegentwickelt.
Als einzige Schweizer Messe, die sich ausschließlich der Kunstfotografie widmet, hat sich photo basel in den letzten Jahren als barometer für Trends und Marktbewegungen etabliert. Galerien aus Europa, Asien und Amerika bringen ein breites Spektrum von klassischen Drucken bis zu intermedialen Installationen nach Basel.
Internationale Galerien und erstmals vertretene Häuser
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Zu den regelmäßig vertretenen Galerien zählen etablierte Häuser wie Bildhalle (Zürich), Dorothée Nilsson (Berlin), IBASHO (Antwerpen) und Galerie Esther Woerdehoff (Paris). Neu mit dabei sind unter anderem Galerie Scena aus Tokio, Atlas aus London und O‑Art Project aus Lima – ein Hinweis auf die wachsende Globalität des Fotomarktes.
Die Auswahl der teilnehmenden Galerien spiegelt zugleich die Bandbreite der Messe: vom historisch bedeutenden Negativ bis zu großformatigen, experimentellen Arbeiten.
beyond photography: Fotografie jenseits des Rahmens
Die Sektion beyond photography versammelt Positionen, die fotografische Prozesse mit anderen Medien verbinden. Gezeigt werden Arbeiten, die Druckverfahren, plastische Eingriffe oder räumliche Umsetzungen nutzen, um die zweidimensionale Fotografie aufzubrechen.
Längerfristig betrachtet, beeinflussen solche Grenzüberschreitungen nicht nur ästhetische Diskussionen, sondern auch Fragen der Präsentation, Konservierung und des Sammlungsverhaltens – relevante Aspekte für Museen und Käufer.
Künstlerische Schwerpunkte und einige Highlights
Das Programm umfasst sowohl historische Ikonen als auch zeitgenössische Positionen: Namen wie Vivian Maier, Man Ray und Marina Abramović sind angekündigt, daneben zeitgenössische Protagonisten wie Roger Ballen und Carlos Leal. Auffällig ist das Interesse an Werken, die Fotografie in skulpturalen Kontexten denken.
Beispielhaft:
- Susa Templin – Arbeiten zwischen Fotografie, Skulptur und Installation; Bilder werden in räumliche Objekte überführt, die Wahrnehmung und Materialität thematisieren.
- Inka & Niclas – handgeformte Objekte, deren Oberflächen Fotografien tragen und so das Bild in den dreidimensionalen Raum übertragen.
- Ayo Banton – Verknüpft florale Arrangements mit historischen und experimentellen Drucktechniken, teils auf Basis wissenschaftlicher Messdaten.
novum und kuratorische Formate
Die Reihe novum präsentiert Werke, die erstmals öffentlich gezeigt werden – sei es als speziell für die Messe entstandene Produktion oder als bisher unveröffentlichte Entdeckung. Solche Premieren sind oft Wegweiser für kommende Ausstellungen und Einflussfaktoren für den Kunstmarkt.
Parallel dazu sorgt die Kooperation mit dem Magazin annabelle dafür, dass bestimmte fotografische Arbeiten redaktionell hervorgehoben werden. Ergänzt wird das Programm durch moderierte Führungen, Podiumsdiskussionen und Artist Talks, die den fachlichen Austausch zwischen Publikum, Kuratorinnen und Sammlerinnen fördern.
Programm- und Veranstaltungsüberblick
- Mehr als 450 gezeigte Werke von rund 170 Künstlerinnen und Künstlern
- Über 40 internationale Galerien, inklusive Debütanten aus Tokio, London und Lima
- Kuratorische Schwerpunkte: beyond photography, novum, thematische Parcours
- Begleitprogramm: kostenlose Führungen, Panel Talks, Artist Talks
Für das lokale und internationale Publikum bieten diese Formate Orientierung: Sie zeigen, welche Themen in der zeitgenössischen Fotografie aktuell diskutiert werden und welche Arbeiten in kommenden Ausstellungen und Sammlungen auftauchen dürften.
Finanzierung und Partner
Institutionelle und wirtschaftliche Partner unterstützen die Messe in organisatorischer und logistischer Hinsicht. Unter den beteiligten Partnern befinden sich private Finanzinstitute und Versicherungen sowie regionale Dienstleister, die den Betrieb und Empfang der Gäste ermöglichen.
Solche Partnerschaften sind für die Tragfähigkeit einer spezialisierten Messe wie photo basel zentral – sie sichern Sichtbarkeit, logistische Infrastruktur und einen stabilen Rahmen für Ausstellungen und öffentliche Angebote.
Die elfte Ausgabe in Basel dürfte erneut zeigen, wie dynamisch das Feld der Fotokunst ist: zwischen Retrospektiven, experimentellen Formaten und marktrelevanten Premieren. Wer sich einen Eindruck von aktuellen Strömungen der Fotografie verschaffen will, findet hier eine komprimierte, internationale Momentaufnahme.












