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Capture One hat sein jüngstes Service-Update 16.8.2 veröffentlicht und bringt erstmals eine echte Mehrbenutzerfunktion für die Bildbearbeitung in Studios. Für Teams, die während Tethered-Shootings oder im Live-Workflow zusammenarbeiten, könnte das die Abläufe deutlich straffen — vorausgesetzt, das Setup läuft stabil.
Gemeinsame Sessions statt Dateien hin- und herschieben
Neu ist die Möglichkeit, dass mehrere Personen gleichzeitig in einer einzigen Session arbeiten. Die Verbindung erfolgt ausschließlich im lokalen Netzwerk – per WLAN oder per Kabel (auch über Ethernet via USB) – und arbeitet in Echtzeit.
Ein Host startet die geteilte Session und steuert zentrale Aktionen wie Importe, Tethering, Aufnahmen, Ordnermanagement sowie das Verschieben oder Umbenennen von Dateien. Eingeladene Teilnehmer sehen die originalen RAW-Dateien in voller Auflösung, können eigene Varianten anlegen und ihre Anpassungen, Bewertungen oder Farbetiketten werden sofort für alle sichtbar.
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Technische Grenzen und Zugriffsregeln
Der Funktionsumfang ist derzeit noch limitiert: Die Multi-User-Session befindet sich in einer Mac‑Beta. Zum Hosten ist zwingend Capture One Studio erforderlich; je nach Lizenzstufe gelten unterschiedliche Teilnehmerzahlen.
- Studio / Studio for Teams: bis zu zwei zusätzliche Mitwirkende
- Studio for Enterprise: unbegrenzte Teilnehmerzahl
- Beitreten können eingeladene Nutzer mit jedem Capture-One‑Abo
Fällt ein Rechner kurzfristig aus, stellt die Software nach kurzen Unterbrechungen automatisch die Verbindung wieder her. Auch nach einem Neustart von Capture One lässt sich die Session nahtlos fortsetzen. Wer eine lokale Kopie bevorzugt, kann diese in eine eigenständige Session umwandeln — damit endet die Synchronisation, die Datei bleibt aber vollständig nutzbar.
Weitere Neuerungen: Aufräumen, Maskenautomatisierung, Kameras
Das Werkzeug Enhanced Denoise ist nicht neu in 16.8.2, wurde aber um eine Aufräumfunktion erweitert: ungenutzte Denoise-Begleitdateien lassen sich nun gesammelt entfernen, was Speicherplatz sparen hilft.
Außerdem ist die Skriptsteuerung per AppleScript erweitert worden. Neu können automatisiert Subjekt-, Hintergrund- und Personenmasken erzeugt und gezielt einzelnen Körperbereichen oder Personen zugewiesen werden — ein Vorteil für Workflows, die auf Batch‑Automationen setzen.
Direkt von Beginn an unterstützt Capture One nach dem Update auch die frisch vorgestellte Leica SL3‑P inklusive Tethering und Live View. Zusätzlich wurde die RAW‑Kompatibilität um 24 weitere Panasonic‑Lumix‑Modelle erweitert. Detaillierte Angaben finden sich in den offiziellen Release Notes.
Was das für Studios und Fotografen bedeutet
Für größere Produktionsumgebungen reduziert die Multi‑User‑Funktion technische Reibungsverluste: keine falschen Versionen, weniger manuelles Kopieren und schnellerer Zugriff auf Rohdaten. Das kann besonders bei schnellen Turnarounds und hohen Bildzahlen Zeit sparen.
Gleichzeitig bleibt die Mac‑Only‑Beta ein limitierender Faktor. Windows‑Studios sind vorerst außen vor, und wer auf viele Teilnehmer angewiesen ist, benötigt die Enterprise‑Variante.
- Schnellere Zusammenarbeit bei Tethered‑Shootings
- Geringerer Verwaltungsaufwand für Bilddateien
- Automatisierbare Masken-Workflows für wiederkehrende Aufgaben
- Einschränkungen: aktuell nur Mac, unterschiedliche Lizenzbeschränkungen
Die neue Version setzt den Schwerpunkt weiter auf professionelle Studiofunktionen — ein Kurs, den Capture One bereits mit KI‑Retusche‑Tools und dem Session Builder in früheren Updates eingeschlagen hat. Parallel dazu sorgt das Unternehmen derzeit für Diskussionen wegen einer jüngst angekündigten Preiserhöhung um rund sechs Prozent; Berichten zufolge laufen im Hintergrund außerdem Verkaufsgespräche.
Weitere Details und die vollständige Liste unterstützter Kameramodelle stehen in den Release Notes von Capture One.













