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Canon hat mit dem imagePROGRAF PRO-300 einen kompakten Fine‑Art‑Drucker vorgestellt, der gezielt Fotografen anspricht, die hochwertige Abzüge direkt im Studio oder Zuhause erzeugen wollen. Das Gerät bringt professionelle Funktionen ins A3+-Format und verlangt von Anwendern vor allem eine Abwägung zwischen Druckqualität und langfristigen Betriebskosten.
Technik und Formfaktor
Der PRO-300 ist als kleinerer Bruder des A2-Modells konzipiert: kompakter, leichter und für Arbeitsplätze mit begrenztem Raum geeignet. Er verarbeitet Medien bis zum randlosen A3+-Format und erreicht Panoramaausdrucke von knapp einem Meter Länge.
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Im Inneren arbeitet ein pigmentbasiertes System mit mehreren Schwarzvarianten, das speziell für anspruchsvolle Schwarzweiß‑Wiedergabe optimiert ist. Ergänzt wird die Tintenpalette durch einen Chroma‑Optimizer, der Glanzunterschiede reduziert und die Tiefenwirkung steigert.
- Format: randlos bis A3+, Rollenlänge bis ~99 cm
- Tinten: Mehrere pigmentierte Farben plus Chroma‑Optimizer; spezielle Schwarztinten für B/W
- Bedienung: 7,5‑cm‑Farbdisplay, Media‑Konfigurationswerkzeug
- Mechanik: automatische Düsenausfall‑Erkennung mit Austauschfunktion und Papier‑Schräglagenkorrektur
- Software: Konfigurations- und Layout‑Tools für professionelle Ausgabe
- Gewicht: rund 14,4 kg – wirkt deshalb deutlich schmaler als große A2‑Modelle
Praktische Eigenschaften
Für Fotografen zählt nicht nur die Druckqualität, sondern auch die Alltagstauglichkeit: der PRO-300 lässt sich an Windows- und macOS‑Systeme anbinden und ist markenunabhängig nutzbar – Bilder von Nikon, Sony, Fujifilm oder Leica lassen sich genauso verarbeiten wie Canon‑Aufnahmen. Die mitgelieferte Layout‑Software erleichtert das Einrichten von Fine‑Art‑Ausdrucken.
Kleinere Studios profitieren von der platzsparenden Bauweise; die Ausstattung zielt eindeutig auf Anwender, die häufiger hochwertige Einzelabzüge benötigen, statt großformatige Serieproduktionen.
Worauf Käufer achten sollten
Der Listenpreis lag zum Marktstart im Herbst 2020 im Bereich von rund 780 Euro. Entscheidend ist jedoch der Blick auf die Folgekosten: Pigmenttinten können die laufenden Ausgaben rasch in die Höhe treiben. Bei Fine‑Art‑Druckern ist der Preis pro Liter Tinte ein wichtiger Faktor – er kann in Relation zum Anschaffungspreis erheblich ins Gewicht fallen.
Viele Fotografen wägen deshalb ab, ob sie die Prints selbst produzieren oder einen spezialisierten Labordienst nutzen. Ein externer Dienstleister erspart Anschaffungen, Vorratshaltung und regelmäßiges Nachbestellen von Verbrauchsmaterial, während ein eigener Drucker maximale Kontrolle über Papiere, Farbabstimmung und sofortige Verfügbarkeit bietet.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
- Vorteile: Sehr gute A3+-Ausdrucke, speziell optimierte Schwarzweißwiedergabe, kompakte Bauform, Panoramafähig.
- Nachteile: Laufende Tinten- und Wartungskosten können hoch sein; Anschaffung lohnt sich vor allem bei regelmäßigem Druckvolumen.
Die technische Ausstattung – darunter Düsenausfallkontrolle und Schräglagenkorrektur – nimmt Pflegeaufwand und Bedienungsfehler vorweg, reduziert aber nicht die Tatsache, dass pigmentbasierte Systeme in der Regel mit höheren Verbrauchskosten verbunden sind als einfache Foto‑Tintenstrahler.
Für wen lohnt sich der PRO-300?
Der PRO-300 richtet sich an anspruchsvolle Hobby‑ und Semiprofi‑Fotografen, die Wert auf feine Tonabstufungen, dauerhafte Pigmentstabilität und die Möglichkeit legen, Ausgaben sofort und in Eigenregie zu erstellen. Wer nur gelegentlich druckt oder hohe Varianz bei Printgrößen benötigt, sollte die Preise für den Unterhalt genau vergleichen oder einen externen Service in Betracht ziehen.
Unterm Strich bietet der Canon PRO-300 ein attraktives Paket für alle, die sich das Drucken ins fotografische Arbeiten integrieren möchten — vorausgesetzt, die laufenden Kosten passen zum Nutzungsverhalten.
Autor: Peter Roskothen, Profi‑Fotograf und Fotojournalist












