Silver Efex Pro 2: so erzielen Sie sofort beeindruckende Schwarzweißfotos

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Silver Efex Pro 2 bleibt für viele Fotografen ein Maßstab in der digitalen Schwarzweiß-Entwicklung – weil es präzise Werkzeuge bietet, mit denen sich Tonwerte, Filmkorn und Kontraste sehr gezielt formen lassen. Gleichzeitig gibt es eine zentrale Einschränkung bei der Umstellung von älteren Installationen, die Anwender vor praktische Probleme stellt.

Was neu ist – und was geblieben ist

Die Oberfläche wirkt vertraut, doch unter der Haube hat das Plugin spürbar mehr Kontrolle gewonnen: die Auswahl an Voreinstellungen wurde erweitert, die Seitenleisten lassen sich leichter ausblenden, und zusätzliche Regler bieten feinere Eingriffe in Helligkeit und Kontrast. Das Ergebnis sind detailreichere Schwarzweiß-Umsetzungen, die sich stärker an klassischem Filmmaterial orientieren lassen.

Preset‑Problem: Keine automatische Übernahme

Der größte Kritikpunkt für Bestandsnutzer ist die fehlende automatische Migration der eigenen Voreinstellungen. Wer seine persönlichen Presets in Version 1 gespeichert hat, findet diese nicht automatisch in Version 2 vor – ein Aufwand, der vor einem Update bedacht werden sollte.

Praktische Lösung (manuell, aber funktional):

  • Fotos in Photoshop oder Lightroom öffnen und das alte Plugin parallel starten.
  • In der alten Version eine gespeicherte Voreinstellung laden und die Werte sichtbar notieren.
  • In der neuen Version dieselben Parameter per Hand nachstellen und als neues Preset speichern.

Das ist umständlich, funktioniert aber als Übergangslösung; eine automatische Importfunktion wird nicht angeboten.

Feinjustage der Tonwerte

Die Helligkeitssteuerung wurde granularer: statt einer einzigen Regel gibt es nun getrennte Steuerungen für **Spitzlichter**, **Mittentöne** und **Schatten**. Das ermöglicht gezieltes Aufhellen oder Abdunkeln einzelner Bildzonen, ohne das gesamte Histogramm zu verschieben.

Ergänzt wird das durch die so genannte Dynamische Helligkeit, die Helligkeitsbereiche je nach Bildpartie unterschiedlich behandelt — Spitzlichter bleiben erhalten, Tiefen lassen sich gezielt stützen. Zudem finden sich neue Optionen zur Kontrastbeeinflussung, etwa das gezielte Verstärken von Weiß- und Schwarzwerten sowie ein weicher Kontrastmodus, mit dem sich die Gradationskurve subtiler modellieren lässt.

Filmlook, Körnung und Bildränder

Silver Efex Pro 2 bietet weiterhin umfassende Möglichkeiten zur Simulation analoger Filmtypen: Körnung, Empfindlichkeit und Tonkurven lassen sich auf bekannte Emulationen abstimmen und individuell anpassen. Wer etwa an klassischen Ilford- oder Kodak‑Looks interessiert ist, kann diese gezielt nachbauen und variieren.

Neu hinzugekommen sind erweiterte Farbtonierungen in der abschließenden Anpassung sowie ein flexibles Werk zum Hinzufügen von Bildrändern. Mehrere Ränder lassen sich hintereinander anwenden — durch wiederholtes Exportieren und erneutes Laden entstehen Kombinationen (z. B. ein innerer schwarzer und ein äußerer weißer Rahmen), die sich später leicht in Photoshop als Aktion automatisieren lassen.

Workflow-Verbesserungen

Ein integrierter Protokollverlauf macht die Schritte der Bearbeitung nachvollziehbar: Änderungen lassen sich zurückverfolgen und Unterschiede zwischen Ausgangs- und Endbild direkt vergleichen (Side-by-Side). Die Möglichkeit, die Seitenleisten per Tab auszublenden, stärkt die Bildbeurteilung auf großen Monitoren.

Praktische Hinweise für die Einbindung in moderne Arbeitsabläufe:

  • Bei der Übergabe aus Lightroom: 16-Bit-Dateien nutzen und idealerweise den Farbraum Adobe RGB wählen, um maximale Tonwertinformationen zu erhalten.
  • GPU-Unterstützung einschalten, wenn die Grafikkarte kompatibel ist — das reduziert Berechnungszeiten spürbar.

Plugins der Nik Collection – kompakt

Plugin Kurzbeschreibung
Color Efex Pro Sammlung kreativer Filter für Farb- und Stimmungsanpassungen; zahlreiche Presets und kombinierbare Effekte für Stimmung, Farben und Retusche.
Silver Efex Pro Spezialisiert auf Schwarzweiß‑Umwandlungen mit präzisen Tonwert‑, Film‑ und Korn‑Reglern für klassisch‑analoge Looks.
Analog Efex Pro Ensemble aus Effekten, die klassische Kameratypen, Objektive und Alterungsmerkmale wie Lichtlecks oder Kratzer nachbilden.
HDR Efex Pro Zusammenfügen mehrerer Belichtungen zu einem Bild mit erweitertem Dynamikumfang und kontrollierbarer Tonalität.
Viveza Selektive Korrekturen von Farbe, Ton und Sättigung in Bildbereichen ohne Masken zeichnen zu müssen.
Dfine Rauschreduzierung mit automatischer Analyse der Bildbereiche, um Details zu erhalten und Rauschen zu entfernen.
Sharpener Pro Zweistufiger Schärfe-Workflow: Rohdaten‑Vorbereitung und anschließendes Output‑Sharpening für Druck oder Bildschirm.
Perspective Efex Werkzeuge zur Korrektur stürzender Linien und zur Perspektivenanpassung (in aktuellen Collection‑Versionen eventuell ausgelagert).

Praktische Tipps für die tägliche Nutzung

  • Vor dem Update: Sichern Sie Ihre wichtigsten Presets (Screenshots oder Notizen), damit Sie die wichtigsten Einstellungen später manuell nachbauen können.
  • Für bestmögliche Tonwerttiefe: mit 16-Bit‑TIFF arbeiten statt mit 8‑Bit‑JPEG.
  • Ränder effizient kombinieren: Ränder nacheinander anwenden, exportieren und erneut öffnen; in Photoshop als Aktion speichern.
  • Bei Leistungsschwäche: GPU‑Support aktivieren und die Seitenleisten temporär ausblenden, um die Bildvorschau groß zu sehen.

Fazit: Für Fotografen, die Wert auf eine tiefgreifende, filmisch anmutende Schwarzweiß‑Umsetzung legen, bleibt Silver Efex Pro 2 eine der stärksten Optionen. Wer bereits viele eigene Presets nutzt, sollte das Upgrade jedoch gut planen — die fehlende automatische Übernahme ist der deutliche Wermutstropfen, der Zeit für manuelle Übertragungen erfordert.

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