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Canon-RF-Nutzer bekommen jetzt eine neue Möglichkeit, klassische Leica‑M-Objektive mit modernen Autofokus-Funktionen zu kombinieren. Ein kürzlich vorgestellter Adapter verspricht, Altlinsen für spiegellose RF-Kameras fit zu machen — einschließlich Nahreichweiten und automatischer Fokussierung.
Wie der Adapter arbeitet
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Der Adapter setzt auf einen elektronisch gesteuerten Helix-Antrieb, der mechanische Entfernungseinstellung nachbildet und gleichzeitig Signale zwischen Objektiv und Kamera überträgt. Herstellerangaben zufolge sollen so Funktionen wie Canons Dual Pixel AF, Gesichts- und Augenerkennung sowie kontinuierliches Fokussieren unterstützt werden.

Weil der Ring eine Verstellbewegung von bis zu 4,5 Millimetern bietet, verschiebt sich die minimale Fokussierentfernung vieler angeschlossener Objektive merklich nach vorne. Der Hersteller nennt das eine integrierte Möglichkeit, Nahaufnahmen und Makroaufnahmen zu realisieren, ohne zusätzliches Makroglas.
Technische Eckpunkte und Bedienung
- Autofokus: Unterstützung für Dual Pixel AF sowie Gesicht‑ und Augenerkennung und kontinuierliches AF, je nach Kameramodell.
- Makromodus: Aktivierung per Doppelklick auf einen Taster, um den Verstellweg vollständig auszunutzen.
- IBIS-Kompatibilität: Laut Hersteller funktioniert der Adapter mit kamerainterner Bildstabilisierung.
- Blendenanzeige: Vierstufiger Hebel synchronisiert die am Objektiv eingestellte Blende mit der Kameranzeige.
- EXIF‑Daten: Speicherung von Objektivname, Brennweite und Blendenwerten für bis zu vier Objektive.
- Wechsel zwischen Autofokus und manuellem Fokus per Knopfdruck.
Der Adapter ist primär für Leica‑M‑Bajonettlinsen konzipiert, soll aber laut Hersteller auch mit M‑Modellen anderer Marken wie Voigtländer und Zeiss zusammenarbeiten. In Kombination mit weiteren Anschlusslösungen lassen sich demnach sogar Objektive anderer Bajonetts an RF‑Bodys adaptieren.

Verfügbarkeit, Preis und Hinweise
Der empfohlene US‑Preis liegt bei 399 US-Dollar; Händlerpreise im Ausland können abweichen. Das Produkt ist bereits auf dem Markt verfügbar.
Wichtiger Hinweis: Die vom Hersteller genannten Funktionen hängen stark von der Kombination aus Kamera‑Firmware, verwendetem Objektiv und Aufnahmesituation ab. Die tatsächliche Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit des Autofokus kann je nach Linse variieren.
Was Fotografen davon haben
Für Fotografen mit einer Sammlung klassischer M‑Gläser eröffnet der Adapter neue Einsatzmöglichkeiten: Alte Objektive lassen sich ohne kompletten Systemwechsel an modernen RF‑Bodys nutzen, inklusive einiger automatischer Helfer, die sonst fehlen würden. Das ist besonders interessant für Porträt‑ und Reisefotografen, die den Look historischer Optiken schätzen, aber nicht auf AF verzichten wollen.
Gleichzeitig ist zu beachten, dass elektronische Adapter in speziellen Situationen an ihre Grenzen stoßen können — etwa bei sehr lichtschwachen oder stark vignettierenden Objektiven. Praktisch bleibt: Die Lösung verknüpft Nostalgieoptiken mit zeitgemäßen Kamerafunktionen und könnte so die Nutzbarkeit vieler älterer Linsen deutlich erhöhen.











