Asus ProArt 4K-OLED 240 Hz: Monitore für schnelle, präzise Bildbearbeitung

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ASUS erweitert die ProArt-Reihe um zwei QD‑OLED-Modelle, die gezielt für farbkritische Produktionen entwickelt wurden. Für Fotografen, Videoeditoren und Colorists bringen die neuen Monitore nicht nur hohe Farbraumabdeckung, sondern auch spezielle Profi‑Anschlüsse und eine automatische Kalibrierung — Faktoren, die Arbeitsabläufe in Studios spürbar vereinfachen können.

Was die neuen Displays auszeichnet

Die beiden Modelle heißen PA27USD (26,5 Zoll) und PA32USD (31,5 Zoll). Auf den ersten Blick fällt die hohe Bildwiederholrate auf: 240 Hz liest sich wie ein Gaming‑Feature, hat aber für Kreativprofis praktische Relevanz — etwa bei Motion‑Previews, 3D‑Animationen oder bei der Darstellung schneller Videosequenzen während des Schnitts.

Wichtiger für die meisten Anwender sind die Farbdaten: ASUS gibt eine sehr hohe Abdeckung von Farbräumen an, dazu echte 10‑Bit-Wiedergabe und eine Farbgenauigkeit im professionellen Bereich. Bei HDR unterstützt die Serie gängige Formate wie HDR10, HLG und Dolby Vision.

Helligkeit, HDR und der Alltag

Die Monitore erreichen Spitzwerte bis zu 1.000 Nits — allerdings nur punktuell für HDR‑Highlights. Im normalen Dauerbetrieb liegt die Helligkeit dauerhaft bei rund 250 Nits, was für SDR‑Retusche und viele Schnitt‑Workflows ausreichend ist, aber im direkten Vergleich zu helleren Referenzdisplays Grenzen bei sehr heller HDR‑Farbkontrolle zeigt.

Für Studios bedeutet das: exzellente Kontrasttiefe und sehr saubere Schwarzwerte dank OLED‑Technik, aber wer hauptsächlich auf extreme HDR‑Helligkeit angewiesen ist, sollte das bei der Auswahl berücksichtigen.

Automatische Kalibrierung und Anschlüsse

Ein herausstechendes Detail ist der integrierte, motorisierte Messkopf — ein ausfahrender Colorimeter, der automatische Selbstkalibrierung ermöglicht. Das reduziert den Aufwand für regelmäßige Messzyklen und sorgt für konsistente Ergebnisse über längere Projekte hinweg.

Beide Monitore bieten eine professionelle Anschlussausstattung: Thunderbolt 4, HDMI 2.1, DisplayPort 2.1 sowie USB‑Hub‑Funktionen. Für Filmproduktionen relevant sind die SDI‑Eingänge: der PA27USD besitzt einen 12G‑SDI‑Port, der PA32USD zwei, sodass unkomprimierte Signale direkt eingespeist werden können — ein klarer Vorteil für DITs und On‑Set‑Workflows.

Modell Bilddiagonale SDI UVP (ca.)
PA27USD 26,5 Zoll 1 × 12G‑SDI ≈ 2.049 Euro
PA32USD 31,5 Zoll 2 × 12G‑SDI ≈ 3.322 Euro

Messwerte und erste Eindrücke

Erste Tests bestätigen die Ansprüche: Messungen dokumentieren nahezu vollständige sRGB‑Abdeckung und einen sehr hohen DCI‑P3‑Wert, kombiniert mit geringer durchschnittlicher Farbabweichung (Delta E im niedrigen Bereich). Tester loben besonders die Farbbreite, den starken Kontrast und die Alltagstauglichkeit der Kalibrierfunktion.

Gleichzeitig wird wiederholt auf die begrenzte Dauerhelligkeit verwiesen — ein Hinweis, den professionelle Anwender in ihre Beurteilung einfließen lassen sollten. Kleinere Abweichungen etwa beim Weißpunkt wurden ebenfalls genannt, ohne die Gesamtwertung signifikant zu beeinträchtigen.

  • Für Fotografen: Der kleinere PA27USD bietet genug Präzision für Retusche und Print‑Workflows ohne unnötigen Platzbedarf.
  • Für Videoprofis: PA32USD mit doppeltem 12G‑SDI und größerer Arbeitsfläche ist besser geeignet für Schnittplatz, Scopes und Live‑Monitoring.
  • Für Studios: Die automatische Kalibrierung reduziert Wartungsaufwand und sorgt für reproduzierbare Ergebnisse über Tage und Wochen.

Wie passt das in den Markt?

ASUS positioniert die ProArt‑QD‑OLEDs klar im Premiumsegment — die Preise spiegeln das wider. Damit treten sie in Konkurrenz zu etablierten Color‑Referenzmonitoren, bieten aber durch OLED‑Kontrast und integrierte Kalibrierung ein eigenständiges Paket.

Auch andere Hersteller reagieren: EIZO baut weiter an 4K‑LCD‑Referenzen mit hoher Adobe‑RGB‑Abdeckung und testet gleichzeitig OLED‑Prototypen für HDR‑Workflows. Die Folge ist eine stärkere Auswahl für Farbenprofis: Wer Kompromisse bei Helligkeit akzeptiert, gewinnt bei Kontrast und Schwarzwert.

Kurzfristig bedeuten die neuen ProArt‑Modelle vor allem eines: mehr Optionen für spezialisierte Kreativarbeitsplätze. Langfristig könnten standardisierte, integrierte Kalibrierlösungen und OLED‑Panels die Routine in Studios verändern — indem sie präzise Farben schneller und mit weniger Aufwand liefern.

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