Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
Godox hat zwei neue Mini‑LEDs vorgestellt, die besonders für unterwegs konzipiert sind: die ML40Bi und die ML40R. Für Content Creator und Videoproduktionen im Mobilbetrieb bedeuten die kompakten Leuchten schnell verfügbare, gerichtete Beleuchtung – praktisch für Reels, Produktaufnahmen oder enge Interview‑Sets, aber mit klaren Grenzen bei Laufzeit und Leistungsreserven.
Kompaktes Format, konzentriertes Licht
Auf den ersten Blick fallen die winzigen Abmessungen und der neue Aufbau mit dem optionalen Linsenreflektor ins Auge. Godox liefert den ML‑L10 mit, der das abgegebene Licht bündelt und die gefühlte Helligkeit der kleinen LED deutlich erhöht: Herstellerangaben sprechen von einer bis zu etwa 24‑fachen Steigerung bei der Bi‑Color‑Variante und rund 16‑fach bei der RGB‑Version gegenüber dem Betrieb ohne Reflektor.
Die Lampen nutzen den kompakten Godox Mount, nicht den klassischen Bowens‑Schnitt. Das heißt: kleinere Lichtformer und Zubehörteile aus dem Godox‑System sind direkt kompatibel, großflächige Softboxen oder Standard‑Bowens‑Aufsätze hingegen nicht – ein eindeutiger Hinweis auf die mobile Ausrichtung der Serie.
Google Pixel: 3 schnelle Tricks für sofort bessere Screenshots
Panoramafotos: mit diesen Objektiven gelingen beeindruckende Weitwinkelaufnahmen
| Merkmal | ML40Bi | ML40R |
|---|---|---|
| Farbtemperatur | 2.800–6.500 K | 1.800–10.000 K (RGB) |
| CRI / TLCI | ~95–96 | |
| Maße | 97 × 46 × 91 mm | |
| Gewicht | ~422 g (ohne Reflektor) | |
| Akkulaufzeit (volle Leistung) | ~42 Minuten | |
| Konnektivität | Bluetooth (bis 30 m), NFC‑Pairing, App‑Steuerung | |
| Preis (UVP) | 119 € | 149 € |
Praxis: Einsatzmöglichkeiten und Grenzen
Die ML40‑Modelle sind weniger als weiche Hauptlichtquelle gedacht, sondern eher als präzises Akzentlicht. Typische Anwendungen:
- Hervorhebung von Produktdetails bei Nahaufnahmen
- Mobiles Key‑ oder Rim‑Light für Smartphone‑ und Gimbal‑Videos
- Interview‑Beleuchtung in beengten Umgebungen
Längere Sets an Interviews oder ganztägige Events verlangen jedoch nach externer Stromzufuhr: die eingebaute Batterie reicht bei 100 % Helligkeit nur für rund 42 Minuten. Glücklicherweise lässt sich die Leuchte per USB‑C betreiben und während des Betriebs laden, sodass Powerbanks als Ergänzung praktisch sind.
Auch die Formbarkeit des Lichts ist limitiert: mit dem Godox‑Mount sind zwar kompakte Diffusoren und kleine Softboxen möglich, für großflächiges, gleichmäßiges Flächenlicht bleibt die Leistung eines 40‑W‑LEDs jedoch begrenzt. Wer in der Fotografie auf größere Entfernungen, niedrige ISO‑Werte oder stark abgeblendete Aufnahmen setzt, greift besser zu Blitzgeräten.
Technik, Bedienung, Zubehör
Bedient werden die ML40 direkt am Gehäuse oder über die Godox Light App; NFC vereinfacht das Pairing. Eine magnetische Rückseite erleichtert das schnelle Anbringen an geeigneten Metallflächen – ein Detail, das auf Drehs ohne Stative praktisch ist. Wichtig zu wissen: viele Formaufsätze und Lichtformer sind optional und werden separat angeboten.
Wenn mehr Licht oder eine weichere Abdeckung nötig sind, empfiehlt sich ein Blick auf stärkere Modelle wie die Godox Litemons LE200D. Für Fotografen, die Leistung für große Distanzen oder sehr kurze Belichtungszeiten brauchen, bleiben Blitzlösungen wie der Godox V1 oder V480 die bessere Wahl.
Insgesamt liefern die ML40Bi und ML40R eine sinnvolle Option für Nutzer, die eine kleine, transportable, gerichtete Lichtquelle suchen—praktisch für schnelle Setups und mobile Produktionen, jedoch mit klaren Kompromissen bei Laufzeit und Lichtstärke.













