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Kleine, akkubetriebene LED-Leuchten verändern zunehmend die Arbeit in der Sedcard- und People-Fotografie: Weniger Transportaufwand, mehr Varianten in kürzerer Zeit. Das macht den Unterschied für Fotografen, die schnell unterschiedliche Looks produzieren müssen – ohne Abstriche bei Qualität und Bildsprache.
Was eine moderne Sedcard leisten muss
Eine Sedcard bleibt die Visitenkarte für Models und Schauspieler: kompakt, aussagekräftig und vielseitig. Entscheidend ist, dass die Bilder verschiedene Facetten und Posen des Models dokumentieren, von Headshots bis zu Ganzkörperaufnahmen.
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Technisch sollten die Aufnahmen weitgehend ohne aufwendige Retusche funktionieren: sauberes Licht, präzise Ausleuchtung und unterschiedliche Lichtstimmungen, die Wandelbarkeit des Models zeigen.
Konzept: Reduktion trifft Farbe
Im vorgestellten Shoot ging es darum, mit wenigen, mobilen Komponenten mehrere Looks zu erzeugen. Statt auf umfangreiche Studiokonstruktionen wurde gezielt mit farbigen Hintergrundakzenten gearbeitet – ein moderner, klarer Ansatz, der gleichzeitig effizient ist.
Der Drehort war ein kleines Studio in Kerpen. Die Auswahl der Mittel war bewusst pragmatisch: möglichst leicht zu transportieren, schnell aufzubauen und flexibel in der Anwendung.
Praktisches Setup
Zum Einsatz kamen kompakte RGB-Leuchten kombiniert mit einer Softbox am Hauptlicht und einem Reflektor als Aufheller. Kernpunkte des Setups waren Bowens-Kompatibilität, App-Steuerung und der Akkubetrieb der Leuchten.
Die Leuchten lieferten farbige Hintergrundakzente, während das Hauptlicht konstant blieb – so konnten Look-Wechsel ohne Umbau in Sekunden umgesetzt werden. Das Shooting wurde direkt in Capture One getethered, um Live-Korrekturen vorzunehmen.
| Ausrüstung | Modell / Einstellung |
|---|---|
| Hauptlicht | Rollei LUX 60 mit Softbox (Bowens-Adapter) |
| Akzentlicht | Rollei LUX 60 RGB Cube, App-gesteuert, Akkubetrieb |
| Kamera | Fujifilm GFX100S II, 80 mm |
| Beispiel-Einstellung | f/4.5, 1/160 s (Tethered in Capture One) |
Workflow-Tipps für schnellere Sessions
- Vorplanen: Looks und Farben vorher festlegen, um Zeit am Set zu sparen.
- Minimal verändern: Hauptlicht beibehalten und nur Hintergrundfarbe oder Helligkeit variieren.
- Live prüfen: Durch tethered fotografieren sofort sehen, ob die Aufnahmen funktionieren.
- Model einbeziehen: Mit konstantem Dauerlicht können Models ihre Pose direkt sehen und anpassen.
- Nur feine Retusche: Bei sauberem Licht genügen oft kleine Anpassungen an Kontrast und Tiefen.
Die Kombination aus klassischem Porträtlicht und farbigen RGB-Akzenten erzeugt eine elegante, zeitgemäße Ästhetik: sauber, klar und doch markant. Kleine, mobile Leuchten leisten hier mehr, als ihr Gewicht vermuten lässt.
Warum LED-Dauerlicht zunehmend bevorzugt wird
LED-Dauerlicht bringt mehrere praktische Vorteile: Die Live-Vorschau beschleunigt Entscheidungen, RGB-Module ermöglichen schnelle Stilwechsel, und der Akkubetrieb erhöht die Standortfreiheit. Für weniger erfahrene Models schafft konstantes Licht eine entspanntere Arbeitsatmosphäre.
In der Praxis reduziert das Setup Zeiten für Lichtumstellungen und Nachbearbeitung. Wer tethered arbeitet, kann viele Korrekturen direkt während der Aufnahme vornehmen und so die Postproduktion auf das Wesentliche beschränken.
Für Fotografen, die viel unterwegs sind oder verschiedene Locations bedienen, bietet das Konzept eine moderne Alternative zur klassischen Studiotechnik: Effizienz und Mobilität stehen gleichwertig neben Bildqualität. Die Ergebnisse sprechen dafür – die Größe des Equipments bestimmt nicht die Aussagekraft eines Bildes.
Fotos und Konzepte entstanden in Zusammenarbeit mit dem People-Fotografen Patrick Rettler.












