Peak Design Field Bracket: modulare L‑Winkellösung macht Kamera-Rigs flexibler

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Peak Design hat ein neues Kamerazubehör vorgestellt: ein L‑Winkel, der sich in Sekunden ohne Werkzeug in eine flache Schnellwechselplatte verwandeln lässt. Für Foto‑Profis und Enthusiasten bedeutet das weniger Umbauaufwand am Stativ und mehr Flexibilität beim Wechsel zwischen Hoch- und Querformat — gleichzeitig startet das Produkt zunächst per Crowdfunding.

Modularer L‑Winkel, der verschwindet

Das neue System, das Peak Design als Field Bracket präsentiert, kombiniert eine kameraspezifische Grundplatte aus recyceltem Aluminium mit einem abnehmbaren Aufrichtteil. Über einen Schnellverschluss — der als Field Latch bezeichnet wird — lässt sich der senkrechte Abschnitt ohne Schraubendreher lösen; zurück bleibt eine flache Platte, die den Alltag am Rig leichter macht.

Die abnehmbare Komponente kann zudem verschoben werden, sodass Anschlüsse und Kabel beim Tethering nicht im Weg sind. Ziel ist, die Funktion eines klassischen L‑Winkels zu erhalten, aber die Zähigkeit und Unhandlichkeit herkömmlicher Lösungen zu vermeiden.

Zubehör‑Ökosystem wächst

Peak Design baut das Produkt in ein erweiterbares System ein. Ein neues Zubehörteil ist der Beacon Finder Tag — ein Tracker, der direkt in eine Arca‑kompatible Kameraplatte passt. Außerdem gibt es eine optionale Cheese Plate, die zusätzliche Gewindebohrungen (1/4‑20 und 3/8‑16) und einen Kaltschuh für Licht, Mikrofon oder Monitor bietet.

Für freihändiges Arbeiten ist ein separater Handgurt geplant. Laut Hersteller bleiben alle Bedienelemente und Anschlussbuchsen der Kamera frei zugänglich; das System ist so konzipiert, dass es mit Peak Designs eigenen Capture‑Clips und vielen Drittanbieter‑Gurten kombiniert werden kann.

  • Material: Kameraplatte aus recyceltem Aluminium
  • Mechanik: Werkzeugfreier Field Latch, abnehmbarer L‑Teil
  • Erweiterungen: Beacon Finder Tag, Cheese Plate, Handgurt
  • Kompatibilität: Modelle von Canon, Fujifilm, Leica, Nikon, Sony (Auswahl)

Preise, Crowdfunding und Verfügbarkeit

Der Verkaufsstart erfolgt über eine Kickstarter‑Kampagne. Ein Einstiegsticket beginnt bei rund 125 US‑Dollar (ca. 110 Euro), das Komplettpaket mit Tracker, Cheese Plate und Handgurt wird für etwa 199 US‑Dollar (ca. 175 Euro) angeboten. Später im regulären Handel plant Peak Design einen Preis von rund 149,95 US‑Dollar für die Einzelplatte; Zubehörteile sollen ab etwa 39,95 US‑Dollar erhältlich sein.

Welche Modelle konkret unterstützt werden, listet der Hersteller auf der Kampagnenseite — aktuell sind ausgewählte Kameras der großen Marken berücksichtigt.

Was bedeutet das für Fotografen?

Für Anwender mit regelmäßigem Wechsel zwischen Hoch‑ und Querformat reduziert das Konzept gleich mehrere Reibungspunkte: weniger Werkzeug, geringeres Gesamtgewicht und flexiblere Kabelführung beim Arbeiten am Rechner. Besonders nützlich ist das für Studio‑ oder Eventfotografen, die oft tethered arbeiten und dennoch eine kompakte Grundplatte bevorzugen.

Gleichzeitig ist zu bedenken: Die Lösung ist derzeit kameramodellspezifisch verfügbar und zunächst über Crowdfunding zu bekommen, was Lieferzeiten und Verfügbarkeit beeinflussen kann. Wer nur gelegentlich in L‑Position fotografiert, wird den Mehrwert gegen den Aufpreis abwägen müssen.

Für Fotografen, die auf modulare, leicht transportierbare Lösungen setzen und Wert auf schnelle, werkzeugfreie Umstellungen legen, ist das Field Bracket einen Blick wert — besonders für Frühentschlossene, die über die Kampagne sparen wollen. Wie schätzt ihr das Konzept ein: praktische Innovation oder eher nützliches Nischenprodukt?

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