Sony FE 28–70 mm II: neues Kitzoom bietet Vollformat viel Leistung fürs Geld

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Sony hat sein bewährtes Standardzoom für Vollformat neu aufgelegt: Das FE 28–70 mm f/3,5–5,6 OSS II tritt als leichter, günstiger Begleiter für die aktuellen Alpha‑Modelle an. Entscheidend ist vor allem, dass das Objektiv jetzt mit deutlich schnelleren Serienaufnahmen Schritt halten kann – ein Update, das vor allem Besitzer neuer Kameras direkt betrifft.

Was neu ist

Die auffälligste Änderung betrifft die Serienbildleistung: Das neue FE 28–70 mm unterstützt nun **bis zu 120 Bilder pro Sekunde** in Serienaufnahmen und ist damit für hohe Bildraten moderner Bodies ausgelegt. Sony hat zudem die Autofokusantriebe überarbeitet; im Messlabor zeigte das Zoom sehr kurze Reaktionszeiten von rund **0,33–0,37 Sekunden** und eine hohe Trefferquote bei bewegten Motiven.

Weitere Neuerungen: Die Elektronik erlaubt jetzt die Korrektur von **Focus Breathing** und der Autofokus bleibt während des Zoomens aktiv. Mechanisch bleibt das Konzept bewusst einfach gehalten – es gibt nur zwei Ringe, dafür aber weiterhin einen integrierten Bildstabilisator (OSS).

Für wen das neue 28–70 lohnt

Das Objektiv richtet sich primär an Käufer, die ein leichtes, bezahlbares Allround‑Zoom für den Alltag oder Reisen suchen. Wer eine Alpha‑Kamera mit hoher Serienbildrate besitzt, profitiert besonders von der Überarbeitung. Action‑ und Reportagefotografen, die mit hohen Bildfolgen arbeiten, erhalten so ein passendes Einsteiger‑Zoom.

Gegenüber Anwendern mit speziellen Ansprüchen an Freistellung und Lichtstärke ist das Objektiv weniger geeignet: Die maximale Blendenöffnung fällt auf **f/5,6** im Telebereich, was das Erzielen eines starken Bokehs in dunkleren Situationen erschwert.

Aufbau und Handhabung

Optisch besteht das Zoom aus **9 Linsen in 8 Gruppen**, darunter mehrere asphärische Elemente und eine ED‑Linse zur Senkung chromatischer Aberrationen. Auf Dichtungen am Bajonett hat Sony verzichtet, das Gehäuse ist aber gegen Spritzwasser und Staub teilweise geschützt.

Mit Abmessungen von etwa 73 × 83 mm und einem Gewicht von **293 g** ist das Objektiv sehr kompakt. Zusammen mit einer Sony Alpha 7 V ergibt sich ein deutlich unter einem Kilogramm liegendes Setgewicht – ein klarer Vorteil für Reisende und Minimalisten.

Bildqualität: Ergebnisse aus dem Testlabor

In unseren Messungen lieferte das FE 28–70 mm durchgehend solide Auflösungswerte. Bei offener Blende erreichten die Messdaten über den Brennweitenbereich etwa **81–84 %** der theoretisch möglichen Auflösung der Referenzkamera; leichtes Abblenden auf zwei Stufen steigert die Mitte im Weitwinkel auf rund **91 %**.

Die Bildkanten sind bei 28 mm etwas schwächer, verbessern sich aber merklich nach Abblenden. Vignettierung ist nur bei offener Blende im Weitwinkel sichtbar und bleibt moderat. Chromatische Aberrationen traten in der Praxis kaum störend in Erscheinung.

Praxisbeobachtungen

Im Gelände überzeugte das Objektiv durch schnelle und treffsichere Fokussierung und zuverlässigen Stabilisierungseffekt bei längeren Belichtungszeiten. Für Landschaftsaufnahmen reicht die Lichtstärke im Weitwinkel gut aus; in der Dämmerung oder beim Porträtieren mit Hintergrundfreistellung stößt die maximale Offenblende im Tele aber an ihre Grenzen.

  • Stärken: Leicht, kompakt, gute Abbildungsleistung, zuverlässiger AF, integrierter OSS.
  • Schwächen: Begrenzte Lichtstärke bei 70 mm, kein Bajonett‑Dichtungsring, kein Funktionsschalter.

Technische Daten (Kurzüberblick)

Bajonett / Format Sony E / Vollformat
Brennweite 28–70 mm (42–105 mm bei APS‑C)
Lichtstärke f/3,5–5,6
Optischer Aufbau 9 Elemente in 8 Gruppen (inkl. asphärisch, ED)
Naheinstellgrenze 0,30 m (Weitwinkel) bis 0,45 m (Tele)
Filtergewinde 55 mm
Abmessungen / Gewicht 73 × 83 mm / 293 g
Bildstabilisator Ja (OSS)
Preis (EVP) ca. 480 Euro

Fazit

Sony liefert mit dem FE 28–70 mm f/3,5–5,6 OSS II ein pragmatisches Update: Das Zoom bleibt kompakt und preiswert, bietet aber nun die Technik, um mit modernen Alpha‑Kameras hohe Serienraten zu nutzen. Für Alltags‑, Reise‑ und Reportagefotografen ist das eine sinnvolle Kombination.

Wer hingegen oft in sehr lichtschwachen Situationen arbeitet oder deutlichere Freistellung bei Porträts erwartet, sollte sich nach lichtstärkeren Alternativen umsehen – die kosten jedoch deutlich mehr. Insgesamt ist das neue 28–70 mm ein gutes Angebot für Fotografen, die ein leichtes, verlässliches Grundzoom suchen.

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