Sony hat die neue FX5 vorgestellt: Die kompakte Kamera der Cinema-Line bringt erstmals eine Full‑Frame‑Open‑Gate-Aufnahme sowie internes RAW‑Recording in einem handlichen Gehäuse. Das macht professionelle Kino‑Workflows zugänglicher — zugleich stellt die Kombination neue Anforderungen an Speicher und Postproduktion.
Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick
- Open Gate: Vollflächige Sensorauslesung für maximale Bildinformation und flexible Bildformate.
- Internes RAW: Direkte RAW‑Aufzeichnung ohne externen Recorder, für höhere Nachbearbeitungsfreiheit.
- Compact Cinema‑Design: Gewicht und Ergonomie zugeschnitten auf Run‑and‑Gun, Dokumentarfilm und kleine Teams.
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Was Open Gate und internes RAW praktisch bedeuten
Mit Open Gate nutzt die Kamera den kompletten Sensorbereich statt eines zugeschnittenen Ausschnitts. Das liefert mehr Detail, erleichtert Stabilisierung und Reframing in der Postproduktion und ist für FX‑ und VFX‑Arbeiten nützlich. Gleichzeitig produziert Open‑Gate‑Material deutlich größere Dateien und verlangt nach leistungsfähigem Storage und Rechenleistung.
Die integrierte Möglichkeit, in einem internen RAW‑Format aufzunehmen, eliminiert die Notwendigkeit externer Recorder und vereinfacht Set‑Aufbau und Monitoring. RAW‑Aufnahmen bieten zudem einen größeren Belichtungs‑ und Farbraum für die Farbkorrektur, erhöhen aber Datei‑größen und Bearbeitungsaufwand.
Technische Ausrichtung und Einsatzzwecke
Sony positioniert die FX5 als kompaktes Mitglied der Cinema Line, das zwischen spiegellosen Vollformatkameras und größeren Kinokameras ansetzt. Die Kombination aus mobilfreundlichem Gehäuse, hochwertiger Sensorauslesung und professionellen Codecs richtet sich an unabhängige Filmemacher, Dokumentarfilmer und kleinere Produktionsfirmen, die hohe Bildqualität ohne umfangreiche Rigging‑Ketten suchen.
Wichtig für Anwender sind neben Bildqualität und ergonomischem Design auch Praxisaspekte wie Akkulaufzeit, Wärmemanagement und die Kompatibilität mit existierendem Objektiv‑ und Zubehörpark. Besonders bei interner RAW‑Aufzeichnung entscheidet die verfügbare Medien‑Performance maßgeblich über den Workflow.
Kurzcheck: Chancen und Kompromisse
- Vorteile: Mehr kreative Flexibilität durch volle Sensorauflösung und RAW; geringerer Bedarf an externem Equipment.
- Nachteile: Höhere Datenmengen -> mehr Kosten für Speicher und Backup; größerer Nachbearbeitungsaufwand.
- Praktische Folgen: Produktionsplanung, Medienmanagement und Postpipeline müssen frühzeitig an die neuen Datenraten angepasst werden.
Verfügbarkeit und Ausblick
Sony hat die FX5 offiziell vorgestellt, nennt aber schrittweise Details zu Preisen und konkreter Auslieferung. Für Produktionen lohnt sich das Auge vor allem jetzt: Wer auf hohe Bildqualität und maximale Flexibilität setzt, sollte die FX5 als Option auf dem Radar haben; Fachredaktionen und Testteams werden in den kommenden Wochen tiefere Praxis‑Erfahrungen liefern.
Die nächste Aufgabe für Filmemacher und Verleiher ist klar: prüfen, wie Open‑Gate‑Workflows im eigenen Produktionsumfeld funktionieren — von Datentransfer über Long‑Term‑Storage bis zur Bearbeitung. Erst dann lässt sich abschätzen, ob die Vorteile den Mehraufwand rechtfertigen.












