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Fujifilm hat ein separates, elektronisches Sucher-Modul für die Cinema-Kamera GFX Eterna 55 angekündigt und ergänzt damit die Bedienoptionen für Filmteams deutlich. Zeitgleich stellte das Unternehmen eine Fernsteuerungs-App für iPhone und iPad vor – beides richtet sich direkt an Kameraleute, die auf präzises Monitoring und flexible Multi-Kamera‑Arbeitsabläufe angewiesen sind.
OLED-Display im passenden 4:3‑Seitenverhältnis
Bisher ließ sich die Eterna 55 nur über ein externes LCD überwachen; ein dedizierter Sucher fehlte. Mit dem neuen VF-GFXC2 liefert Fujifilm nun einen elektronischen Sucher, der das volle Open‑Gate‑Bildformat der Kamera nativ darstellt.

Technisch basiert das Modul auf einem **OLED‑Panel** mit einer Auflösung von 2048 × 1536 Pixeln und einer maximalen Helligkeit von rund 1.000 Nits. Das 4:3‑Seitenverhältnis passt genau zur Sensor-Geometrie der Eterna 55 und soll dadurch Verzerrungen oder Einbußen im Bildausschnitt vermeiden.
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Eine großzügige Augenmuschel reduziert Streulicht und erleichtert das Beurteilen von Schärfe und feinen Details auch bei schwierigen Lichtbedingungen. Der Sucher gleicht laut Hersteller die Bildwiedergabe an unterschiedliche Displayhelligkeiten an, sodass Farben und Tonwerte beim Betrachten stabil bleiben.
Fujifilm zeigte eine Vorserienversion bereits auf der IBC in Amsterdam; die offizielle Vorstellung bestätigt die zuvor gezeigten Funktionen. Einen konkreten Tag für den Verkaufsstart nannte das Unternehmen noch nicht, das Produkt soll jedoch noch in diesem Jahr erhältlich sein.
Eterna ProRemote: Fernbedienung und Monitoring
Neben Hardware liefert Fujifilm auch Software: Die neue App Eterna ProRemote für iOS und iPadOS verbindet sich per Bluetooth, WLAN oder kabelgebundenem LAN mit der Kamera. Zielgruppe sind Set‑Operatoren und Regieteams, die Kameraeinstellungen zentral steuern oder mehrere Kameras synchron überwachen wollen.

Die App erlaubt Eingriffe direkt am Livebild — Fokus, Blende und Zoom lassen sich mobil anpassen, zudem kann das Gerät als zusätzlicher Monitoring‑Ausgang dienen. Fujifilm nennt Support für Setups mit bis zu vier gleichzeitig verbundenen Eterna‑Kameras; die App ist ab sofort verfügbar.
Für Produktionsabläufe bedeutet das: kürzere Rüstzeiten, weniger physische Zugriffe auf die Kamera und flexiblere Platzierungen der Kameraleute im Set.
- VF-GFXC2: OLED, 2048×1536 px, 4:3, ~1.000 Nits, große Augenmuschel
- Eterna ProRemote: iOS/iPadOS, Bluetooth/WLAN/LAN, Live‑Steuerung, Multi‑Cam (bis zu 4)
- Kompatibilität: speziell auf das Open‑Gate‑Format der GFX Eterna 55 abgestimmt
- Verfügbarkeit: Sucher angekündigt für dieses Jahr; App bereits erhältlich
Was das für Nutzer bedeutet
Für Kameraleute bringt der Sucher eine greifbare Verbesserung des Workflows: statt sich auf externe Monitore oder improvisierte Lösungen zu verlassen, steht ein integriertes Werkzeug zur präzisen Bildbewertung bereit. Besonders in Umgebungen mit wechselnden Lichtverhältnissen ist die Kombination aus hoher Helligkeit und adaptiver Bilddarstellung hilfreich.
Die Fernsteuerungs‑App ergänzt diesen Schritt zur Set‑Optimierung. In kleineren Produktionen reduziert sie die Notwendigkeit für zusätzliche Monitore; in größeren Teams erleichtert sie die Koordination mehrerer Eterna‑Kameras.
Zudem erweitert Fujifilm das System sukzessive durch Firmware‑Updates und Objektivzuwächse: Zuletzt wurde die Eterna 55 per Software um eine elektronische ND‑Blende ergänzt, und mit dem Fujinon GF 19–35mm T3.5 steht inzwischen ein deutliches Weitwinkel‑Cinema‑Zoom für das GFX‑System bereit.
In der Summe signalisiert die Ankündigung, dass Fujifilm das GFX‑Cinema‑Ökosystem aktiv ausbaut — ein Schritt, der die Eterna 55 für professionelle Bewegtbildproduktionen attraktiver macht.












