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Vom 26. September bis 25. Oktober macht die Wanderausstellung der World Press Photo im Kulturort Depot in Dortmund Halt und bringt preisgekrönte Reportagefotografien in die Stadt — Bilder, die aktuelle politische und gesellschaftliche Debatten greifbar machen. Begleitveranstaltungen wie ein Gespräch über soziale Roboter und Einsamkeit sowie Führungen vertiefen die Themen und laden zum öffentlichen Austausch ein.
Ausstellung mit lokalem Programm
Die internationale Schau zeigt Arbeiten, die weltweit Anerkennung gefunden haben; das Depot ergänzt die Präsentation in diesem Jahr um eigene Formate. Besucherinnen und Besucher können neben den Bildern an moderierten Führungen teilnehmen oder für Gruppen spezielle Rundgänge buchen.
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Das begleitprogramm zielt darauf ab, die Geschichten hinter den Fotografien zu erläutern und aktuellen Fragen Raum zu geben — von Digitalisierung und sozialer Isolation bis hin zu Flucht, Krieg und Gerechtigkeit.
Talk: Wenn Roboter Menschen Nähe vorgaukeln
Am 30. September um 19 Uhr diskutiert die Fotografin Paula Hornickel, deren Bild „Emma the Social Robot“ Teil der Ausstellung ist, gemeinsam mit der Psychologin Dr. Aike Horstmann über den Einsatz künstlicher Interaktionspartner. Anlass ist die Frage, wie technologische Vermittlung menschliche Beziehungen verändert und wo ethische Grenzen verlaufen.

Die Gesprächsrunde verbindet dokumentarische Fotografie mit psychologischen Erkenntnissen und richtet sich an ein Publikum, das die Folgen von Technologie in Alltagsbeziehungen verstehen möchte.
Welche Bilder wurden ausgezeichnet?
Zum World Press Photo of the Year 2026 wurde die US-Fotografin Carol Guzy gekürt. Ihr prämiertes Motiv ist Teil einer Serie über Festnahmen durch US-Einwanderungsbehörden und zeigt eine emotional aufgeladene Szene, in der Kinder versuchen, Kontakt zu ihrem Vater aufzunehmen, während Amtshandlungen stattfinden.
Unter den Finalisten sind Arbeiten, die aktuelle Krisen in unmittelbarer Perspektive abbilden: Saber Nuraldin dokumentiert die humanitäre Lage im Gazastreifen, während Victor J. Blue die juristischen und persönlichen Auseinandersetzungen indigener Maya-Achí-Frauen in Guatemala nach sexualisierter Kriegsgewalt porträtiert.
Die prämierten Fotos fungieren nicht nur als visuelle Chroniken, sie werfen auch Fragen zu Verantwortung, Erinnerung und politischem Handeln auf.
Praktische Besucherinformationen
- Zeitraum: 26.09.–25.10.2026
- Ort: Kulturort Depot, Immermannstraße 29, 44147 Dortmund
- Öffnungszeiten: So–Do 11:00–20:00 Uhr, Fr–Sa 11:00–22:00 Uhr
- Eintritt: regulär 8 € / ermäßigt 6 €; Familientickets verfügbar (jeweils unterschiedliche Konditionen)
- Feierabend-Ticket: 6 € (unter der Woche ab 19:00 Uhr; Fr & Sa ab 21:00 Uhr)
- Führungen: Öffentliche Touren an ausgewählten Donnerstagen und Samstagen um 18:00 Uhr sowie sonntags um 14:30 Uhr; Führungsgebühr 4 € zusätzlich zum Eintritt
- Altersempfehlung: ab 12 Jahren
- Tickets: an der Tageskasse und im Onlineshop erhältlich
- Gruppenbuchungen: Anfragen per E‑Mail an kultur@depotdortmund.de
Die Termine der öffentlichen Führungen verteilen sich über den Ausstellungszeitraum; jede Tour dauert etwa eine Stunde. Für Schulklassen und andere Gruppen bietet das Depot gesonderte Konditionen an.
Wer die Ausstellung besucht, erlebt nicht nur eindringliche Bilder, sondern auch ein Programm, das Fotografie als Ausgangspunkt für gesellschaftliche Debatten nutzt. Gerade in Zeiten, in denen Themen wie Migration, humanitäre Notlagen und technologisch vermittelte Beziehungen hochaktuell sind, bieten solche Formate einen Ort für Reflexion und Austausch.
Weitere Informationen, genaue Führungsdaten und Kartenvorverkauf finden sich auf der Website des Kulturorts Depot sowie an der Tageskasse.












