Viltrox 23mm: Frank Fischer testet Leistung und erklärt, ob sich der Kauf lohnt

Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen

In einem aktuellen YouTube-Video hat Profi-Fotograf Frank Fischer das neue Viltrox-Objektiv 23 mm mit Blende 1.4 vorgestellt — ein lichtstarkes APS‑C‑Weitwinkel, das vor allem durch geringe Kosten und solide Ausstattung auffällt. Für Foto- und Videografen, die unterwegs viel arbeiten, könnte dieses Glas eine praktische und preiswerte Alternative zu teureren Markenobjektiven sein.

Verarbeitung und Handling

Fischer berichtete, dass er das Objektiv über Wochen bei Reportagen und Reisen an einer Fuji X-T20 nutzte. Die Verarbeitung wirkt robust: Gehäuse und Streulichtblende aus gefrästem Metall hinterließen bei ihm einen hochwertigen Eindruck. Auch die Einstellringe für Fokus und Blende laufen sehr gleichmäßig.

Gefrästes Metallgehäuse eines Objektivs neben einer Fuji-Kamera auf Reisen
Robustes Gehäuse und gleichmäßig laufende Ringe: das Viltrox 23mm im Praxiseinsatz.

Besonders hervorzuheben ist der stufenlos einstellbare Blendenring. Für Videoaufnahmen ist das ein praktisches Merkmal, weil die Helligkeit fließend angepasst werden kann, ohne hörbare oder sichtbare Sprünge in der Belichtung.

Optik: Schärfe, Freistellung, Bokeh

In seinen Tests empfand Fischer die optische Leistung als überzeugend: Das Glas liefert eine hohe Detailzeichnung sowohl offen als auch bei leicht geschlossener Blende. Das erlaubt, Motive freizustellen und ein weiches, unaufdringliches Bokeh im Hintergrund zu erzeugen.

Nahaufnahme mit weichem Bokeh im Hintergrund bei offener Blende
Offene Blende F1.4 erzeugt weiches, unaufdringliches Bokeh und gute Freistellung.

Landschafts- und Stadtaufnahmen sind laut Fischer besonders geeignetes Einsatzgebiet — er nutzte das Objektiv unter anderem in Island und Italien. Bei sehr weiten Panoramen fehlte ihm gelegentlich ein etwas größerer Bildwinkel, doch für viele Alltagssituationen bietet die Brennweite eine sehr flexible Perspektive.

Technik und Workflow

Im Gegensatz zu rein manuellen Adaptern verfügen die Viltrox-Modelle über elektronische Kontakte. Das bedeutet: Blende, Verschlusszeit und andere Einstellungen werden in den EXIF-Daten gespeichert, was die Nachbearbeitung und Archivierung erleichtert.

  • Bajonettvarianten: Fuji‑X‑Mount, Sony‑E‑Mount, Canon EF‑M‑Mount (APS‑C).
  • Bildwinkel: 23 mm ≈ 35 mm Kleinbild‑Äquivalent auf APS‑C.
  • Max. Blende: 1.4 — nützlich für Freistellung und Low‑Light.
  • Gehäuse: Gefrästes Aluminium; Metall‑Streulichtblende inklusive.
  • Bedienung: Weiche Ringe; Blendenring stufenlos (vorteilhaft für Video).
  • Workflow: Elektronische Datenübertragung → EXIF verfügbar.
  • Preisposition: Deutlich günstiger als vergleichbare Original‑Objektive; Fischer nennt das Preis‑Leistungs‑Verhältnis positiv.

Für Fotoaffine bedeutet das konkret: gute Bildqualität ohne teuren Anschaffungspreis, solide Haptik und Video-taugliche Bedienung. Die Kombination aus Offenblende und elektronischer Anbindung macht es interessant für hybride Anwender, die sowohl fotografieren als auch filmen.

Für wen ist das Objektiv geeignet?

Fischer empfiehlt das Glas vor allem für Reportagefotografen, Stadt‑ und Landschaftsfotografen — und nennt es selbst einen Allrounder, der sich auch für Portraits eignet. Wer sehr weitwinklige Panoramen plant, könnte hingegen an die Grenzen der 23‑mm‑Brennweite stoßen.

Insgesamt liefert das Viltrox‑23‑mm‑F1.4 laut Fischer eine überraschend souveräne Leistung in Relation zum Preis. Für Reisende, Content‑Creator und Einsteiger, die hohe Bildqualität suchen, ohne das Budget einer Systemmarke zu belasten, ist es eine lohnende Option.

YouTube Video

Geben Sie Ihr Feedback

★★★★★

Seien Sie der Erste, der dieser Beitrag bewertet
oder hinterlassen Sie eine detaillierte Bewertung



Camera Creativ ist ein unabhängiges Medium. Unterstützen Sie uns, indem Sie uns zu Ihren Google News Favoriten hinzufügen:

Kommentar posten

Kommentar veröffentlichen