Sofortbilder boomen: Gen Z meidet digitale Fotos trotz KI-Boom

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Für viele junge Erwachsene in Deutschland bleibt das physische Foto mehr als ein digitales Abbild: Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass gerade die sogenannte Gen Z Erinnerungen häufiger mit Sofortbildern verbindet als mit Handyfotos oder KI-Bildern — ein Befund, der Folgen für Marken, Veranstalter und die Fotowirtschaft haben kann. Warum das relevant ist: In einer Zeit, in der Bilder per Knopfdruck entstehen und in Clouds verschwinden, scheint die Haptik bei Erinnerungen wieder an Bedeutung zu gewinnen.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey befragte im Juli 2026 im Auftrag von FUJIFILM instax bundesweit 2.000 Personen zwischen 18 und 29 Jahren; der angegebene statistische Fehler liegt bei rund 2,5 Prozent. Die Zahlen zeigen klare Präferenzen bei der Frage, welche Bildform junge Menschen mit besonders bleibenden Momenten verknüpfen.

Nahezu Gleichstand bei spontanen Aufnahmen

Bei ungeplanten, ungestellten Momenten liegen Sofortbilder und Handyfotos fast gleichauf: 43 Prozent nennen die Sofortaufnahme, 42 Prozent die digitalen Fotos als bevorzugtes Format. Gewöhnliche gedruckte Abzüge spielen hier mit deutlich geringerer Nennung (8 %) eine untergeordnete Rolle.

Person hält ein frisch gedrucktes Sofortbild auf einer Party
Bei spontanen Momenten sind Sofortbilder und Handyfotos fast gleichauf.

Diese Balance deutet darauf hin, dass die Geschwindigkeit und Verfügbarkeit von Smartphone-Kameras zwar wichtig sind, gleichzeitig aber der unmittelbare, physische Ausdruck eines Moments – etwa das Ausdrucken direkt vor Ort – für viele einen zusätzlichen Reiz bietet.

Emotionaler Wert: Haptik zählt

Beim emotionalen Erinnerungswert liegen gedruckte Fotoabzüge vorn (38 %), gefolgt von Sofortbildern (34 %) und digitalen Bildern (23 %). Die Befragten nennen mehrere Gründe, warum Sofortkameras attraktiv sind:

  • 48 % schätzen, dass Erinnerungen physisch festgehalten werden.
  • 47 % betonen den Wert spontaner Aufnahmen.
  • 43 % heben hervor, dass sich Ausdrucke direkt verschenken lassen.
  • 40 % nennen die Einzigartigkeit eines Einzelstücks und ebenso 40 % den nostalgischen Aspekt.

Sofortkameras im Alltag

Rund die Hälfte der Befragten hat bereits auf Partys, bei Familienfeiern oder Treffen mit Freunden eine Sofortbildkamera genutzt; auch auf Reisen und bei Hochzeiten werden die Geräte eingesetzt. Das deutet darauf hin, dass die Bildform nicht nur mental mit Erinnerungen verbunden wird, sondern praktisch im sozialen Alltag eine Rolle spielt.

Freunde, die Sofortbilder bei einer Feier teilen
Sofortkameras werden häufig auf Partys, Reisen und Familienfeiern genutzt.

Die Interpretation der Motive und Bedeutungen stammt vom Auftraggeber der Studie; als Hinweis auf mögliche Interessen der Fotoindustrie ist sie aber relevant: Anbieter, Veranstalter und Einzelhandel könnten daraus Strategien ableiten, die stärker auf physische Erlebnisse und haptische Produkte setzen.

Was die Studie nicht liefert

Zu beachten ist, dass die Umfrage nur 18- bis 29-Jährige in Deutschland abbildet und von einem Marktteilnehmer in Auftrag gegeben wurde. Aussagen über längerfristige Trends oder andere Altersgruppen lassen sich daraus nur eingeschränkt ableiten.

Methodische Details: Befragt wurden 2.000 Personen zwischen 10. und 19. Juli 2026; die Erhebung erfolgte durch Civey im Auftrag von FUJIFILM instax. Detailliertere Angaben zur Methodik veröffentlicht Civey bzw. der Auftraggeber separat.

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