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- Leica Q3 43: Formel‑1‑Edition mit echtem Carbon und hohem Aufpreis
- Kompakte Optionen: TTArtisan 24mm Mini und Trends zu Winzobjektiven
- Fujifilm Instax Pal 2: Mini‑Digitalkamera an der Spitze bei B&H
- Pixii in Liquidation: Ende einer Nischenalternative
- Sigma FP2: Kleineres Gehäuse, neuer Sensor, stärkerer Video‑Fokus
- Sigma 50mm f/1.4: Kompaktes, bewusst charakterstarkes Normalobjektiv
- Kurzüberblick: Die Kernfakten der Woche
In dieser Woche hat die Kamerawelt zwei klar unterschiedliche Signale gesendet: Luxus‑Sammler bekommen mit einer limitierten Leica Q3 43 im Formel‑1‑Look ein echtes Prestigeobjekt, während Hersteller wie Sigma und TTArtisan weiter auf kompakte, technisch durchdachte Lösungen setzen. Parallel dazu sorgt eine überraschende Verkaufsspitze von Fujifilms Mini‑Kamera in den USA und die Insolvenz des französischen Messsucher‑Spezialisten Pixii für spürbare Branchen‑Folgen.
Leica Q3 43: Formel‑1‑Edition mit echtem Carbon und hohem Aufpreis
Leica hat die Q3 43 als Sondermodell im Motorsport‑Design vorgestellt. Auffällig sind Elemente aus echtem Carbon am Griff und in Details wie dem Soft‑Release‑Knopf sowie eine Renn‑lederartige Microvelours‑Oberfläche.

Technisch bleibt die Kamera mit ihrem fest verbauten 43‑mm‑Objektiv unverändert; die Aufwertung ist vor allem optisch und haptisch. Für das exklusive Finish verlangt Leica einen Aufpreis von rund 1.750 Euro, sodass der Sonderedition‑Preis bei etwa 8.500 Euro liegt.
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Die Edition richtet sich klar an Kunden, denen Marken‑ und Designwerte wichtiger sind als reine Funktionalität — ein Markt, der traditionell weniger preissensitiv ist.
Was das bedeutet
Die Aktion unterstreicht, dass Hersteller ihr Portfolio weiterhin über aufwändige Sonderauflagen differenzieren. Für Sammler ist das relevant; für Anwender, die Performance suchen, bleibt die reguläre Q3 die sinnvollere Wahl.
Kompakte Optionen: TTArtisan 24mm Mini und Trends zu Winzobjektiven
TTArtisan liefert mit dem neuen AF 24mm f/3.8 Mini ein extrem kleines Pancake‑Objektiv für Vollformat nach. Mit nur 57 Gramm und kompakten Maßen (rund 60 × 16 mm) ist es praktisch kaum größer als eine Bajonett‑Kappe.
Das Objektiv verzichtet auf einen manuellen Fokusring, nutzt stattdessen einen VCM‑Autofokus und bietet eine feste Blende von f/3.8. Preislich liegt die UVP bei etwa 109 Euro; verfügbar ist die Sony‑E‑Version bereits, andere Bajonette sollen folgen.
Fujifilm Instax Pal 2: Mini‑Digitalkamera an der Spitze bei B&H
Überraschend: Die kleine Retro‑Digitalkamera Instax Pal 2 ist bei B&H in den USA aktuell die meistverkaufte Neueinführung — vor deutlich ernsthafter positionierten Modellen. Solche Mini‑Kameras behalten offenbar ihre Nische, obwohl die Bildqualität oft hinter modernen Einsteiger‑Smartphones zurückbleibt.
Die Popularität zeigt: Spaß‑ und Sofortbild‑Formate haben weiterhin eine starke Käuferschaft, vor allem für Konsumenten, die Image und Haptik über technische Höchstleistungen stellen.
Pixii in Liquidation: Ende einer Nischenalternative
Der französische Hersteller Pixii, bekannt für digitale Messsucherkameras, befindet sich nun in Liquidation. Ein Gericht hat das laufende Sanierungsverfahren beendet; eine Anwaltskanzlei verwertet das Vermögen, um Gläubiger zu bedienen. Patente und Marken könnten verkauft werden.
Die Zahlungsunfähigkeit soll bereits seit November 2025 bestehen. Damit verliert der Markt einen der wenigen ernsthaften Konkurrenten für Leica im Segment digitaler Messsucherkameras — ein Schritt, der die Auswahl im High‑End‑Segment weiter verengt.
Sigma FP2: Kleineres Gehäuse, neuer Sensor, stärkerer Video‑Fokus
Sigma hat mit der FP2 eine überarbeitete Version seiner kompakten Vollformat‑Kamera vorgestellt. Das Design bleibt modulhaft: ein sehr kompaktes Basischassis, das mit optionalen Modulen wie Handgriff oder elektronischem Sucher erweitert werden kann.

Im Inneren sitzt ein neuer, teils gestapelter Vollformat‑Sensor mit rund 24,5 Megapixeln, schnelleren Ausleseraten und deutlich erweiterten Videooptionen. Wichtig: Die Kamera kommt ohne mechanischen Verschluss, weshalb die schnellere Sensorauslese gegen Rolling‑Shutter‑Effekte helfen soll.
Weitere Eckdaten: Phasen‑AF‑Sensoren für People‑ und Tier‑Tracking, kein IBIS, neigbares Display (90° nach oben, 44° nach unten) und eine deutlich größere Akkukapazität als beim Vorgänger. Aufnahmemodi reichen bis zu 6K Open Gate mit 60 fps und 4K mit voller Sensorbreite bei 60 fps.
Die FP2 wird ab dem 11. November 2026 angeboten; die Basisversion kostet rund 2.199 Euro. Ein separater EVF wird zusätzlich etwa 759 Euro kosten — Sets mit vergünstigtem Gesamtpreis sind ebenfalls geplant.
Preismodell und Modularität — ein Dilemma
Das modulare Konzept ermöglicht ein sehr kleines Grundgehäuse, treibt aber den Gesamtpreis schnell nach oben, wenn man sinnvolles Zubehör hinzufügt. Das bleibt ein strittiges Thema: Flexibilität gegen Aufpreis.
Sigma 50mm f/1.4: Kompaktes, bewusst charakterstarkes Normalobjektiv
Sigma ergänzt die Ankündigung der FP2 mit einem neuen, vergleichsweise kompakten 50mm f/1.4 (CL DG) aus der I‑Series. Die Konstruktion ist metallisch und deutlich handlicher als das große Art‑Pendant: etwa 6,5 cm Länge und rund 375 Gramm.
Neu ist der sogenannte Rotary Direct Drive (RDD) als AF‑Antrieb; das System ordnet Spulen und Magnete kreisförmig an. Tests deuten auf ein leichtes Pumpen bei kontinuierlichem AF hin, weshalb das Objektiv weniger für Video‑AF anspruchsvollerer Projekte gedacht erscheint.
Sigma beschreibt die optische Abstimmung als bewusst charaktervoll: weniger auf maximale Rand‑Schärfe getrimmt, dafür gezielt abgestimmte Abbildungsfehler für ein sanftes Rendering in der Schärfeebene. Verfügbare Mounts sind L‑Mount und E‑Mount; Marktstart ist für Frühjahr 2027 angekündigt.
Kurzüberblick: Die Kernfakten der Woche
- Leica Q3 43 Formel‑1 – echte Carbon‑Details, Preis rund 8.500 €.
- TTArtisan 24mm f/3.8 Mini – 57 g, kompakt, UVP etwa 109 €; Sony E zuerst.
- Fujifilm Instax Pal 2 – meistverkaufte Neuheit bei B&H (USA), anhaltende Nachfrage nach Mini‑Digitalkameras.
- Pixii – Insolvenz und Liquidation; Vermögensverwertung durch beauftragte Kanzlei.
- Sigma FP2 – 24,5 MP‑Sensor, Fokus auf Video (6K/60), modulare Optionen; Basispreis ~2.199 €.
- Sigma 50mm f/1.4 CL – kompakt, RDD‑AF, L‑/E‑Mount, Start Frühjahr 2027.
Die Woche zeigt ein klares Bild: Hersteller streuen Projekte entlang zweier Achsen — luxuriöse Sondereditionen für Sammler auf der einen und technisch mutige, kompakte Lösungen auf der anderen. Für Nutzer bedeutet das mehr Auswahl, aber auch die Notwendigkeit, genauer abzuwägen, ob Design, Modularität oder Preis‑Leistung im Vordergrund stehen.
Weitere Details und Tests zu den einzelnen Produkten dürften in den nächsten Wochen folgen, da viele Modelle nun in den Handel kommen oder angekündigte Tests veröffentlicht werden.












