Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
Xiaomi hat mit HyperOS 4 die chinesische Systemsoftware so erweitert, dass viele importierte Smartphones jetzt direkt mehrere europäische Sprachen unterstützen. Für Käufer aus dem Ausland bedeutet das: Der Umweg über Community-ROMs fällt künftig oft weg – zumindest teilweise.
Was genau wurde ergänzt?
Auf Screenshots aus den Systemeinstellungen, die unter anderem von XimiTime geteilt wurden, sind in der neuen chinesischen ROM zusätzliche Sprachpakete zu sehen. Das betrifft neben Englisch vor allem westeuropäische Sprachen, sodass Nutzer importierter Geräte ihre Oberfläche ohne Wechsel auf fremde Firmware auf Deutsch, Französisch oder Spanisch stellen können.
Lumen Flex im Praxistest: Mario Dirks optimiert Porträts mit LEDs
Pflanzenfotografie: Makroaufnahmen verwandeln Wegrand in ein Naturabenteuer

| Sprache | Region / Hinweis |
|---|---|
| Deutsch | Vollständig in den Einstellungen verfügbar |
| Französisch | EU-Fassung vorhanden |
| Spanisch | Spanien‑ und Lateinamerika-Varianten angeführt |
| Portugiesisch | Portugal‑ und Brasilien‑Unterstützung |
| Arabisch | Mit Optionen für westliche oder arabische Ziffern |
| Englisch (US) | Standardmäßig verfügbar |
| Koreanisch, Japanisch, Thailändisch | Regionale Sprachen integriert |
Gleichzeitig bleibt die Liste unvollständig: Einige in Europa verbreitete Sprachen fehlen weiterhin. Das gilt insbesondere für:
- Türkisch
- Russisch
- Italienisch
- Niederländisch
- Polnisch
Was bedeutet das für die Xiaomi‑Community?
Für die seit 2010 gepflegte Community‑ROM Xiaomi.eu verliert diese Anpassung einen ihrer wichtigsten Nutzungsvorteile: Bisher war die Modifikation oft die einzige Möglichkeit, importierte Geräte mit gesperrtem Bootloader sprachlich an Europa anzupassen. Mit HyperOS 4 ist dieser Aufwand für viele Nutzer nicht mehr zwingend nötig.

Das heißt aber nicht, dass Xiaomi.eu überflüssig wird. Die Community bietet weiterhin zusätzliche Einstellungen, Performance‑Optimierungen und Funktionen, die über reine Sprachpakete hinausgehen. Nutzer, die diese Extras schätzen, werden auch künftig zu alternativen ROMs greifen.
Bleiben Einschränkungen für Importgeräte
Wichtig ist: Die Sprachoptionen ändern nichts an hardwarebedingten Limitierungen. Chinesische Xiaomi‑Modelle unterstützen häufig nicht sämtliche in Europa genutzten Mobilfunkfrequenzen.
Auch bei Google‑Diensten gibt es Unterschiede: Funktionen wie Google Pay oder Android Auto können auf China‑geräten eingeschränkt oder nur nach Aufwand nutzbar sein. Wer auf vollständige Netzkompatibilität und Google‑Ecosystem angewiesen ist, bleibt mit einer offiziellen globalen ROM auf der sicheren Seite.
Ob Xiaomi die Sprachpalette in weiteren Updates ausbaut, ist bislang offen. Für Käufer importierter Geräte bedeutet HyperOS 4 jedoch eine spürbare Vereinfachung beim ersten Einrichten: In vielen Fällen reicht künftig die mitgelieferte chinesische ROM aus, um ein Gerät auf Deutsch oder einer anderen wichtigen Sprache zu betreiben.












