Viltrox-Objektive im Praxistest: Stephan Wiesner zeigt Stärken und Schwächen

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Rollei hat gemeinsam mit dem Hersteller Viltrox kürzlich neue Objektive auf den Markt gebracht – und Profi-Fotograf Stephan Wiesner hat eines der Modelle in einem Praxisreview genau unter die Lupe genommen. Seine Beobachtungen sind vor allem für Porträtfotografen relevant, denn sie zeigen, wie gut Drittanbieter-Optiken in realen Aufnahmesituationen abschneiden.

Wie der Test aufgebaut war

Wiesner vergleicht das Viltrox FE 85mm f/1.8 Mk2 direkt mit dem vergleichbaren Original von Sony. Für seine Szenarien setzte er mehrere Lichtquellen ein: zwei Rollei-Freeze-Blitze, ein Striplight und eine größere Softbox. So simulierte er Situationen mit relativ harten Schatten, die in der Praxis oft eine Herausforderung darstellen.

Testaufbau mit 85‑mm‑Objektiv, Softbox und Blitz im Studio
Wiesners Testaufbau: mehrere Lichtquellen, Softbox und Freeze‑Blitze für Headshots.

Ein Schwerpunkt des Tests war der sogenannte cinematische Headshot – ein Porträtstil, bei dem das Gesicht betont und gleichzeitig filmisch modelliert werden soll. Dazu gehören gezielte Aufhellung von Gesicht und Hinterkopf, damit das Motiv aus dem Hintergrund heraustritt, ohne in hartem Licht zu überstrahlen.

Bedienung und Haptik

Wiesner beschreibt die Handhabung beider Optiken als sehr vergleichbar. Beide lägen gut in der Hand und erlaubten ein offenes Arbeiten bei weit geöffneter Blende. Positiv hervorgehoben wurde beim Viltrox das größere Fokusringgefühl und die insgesamt solide Verarbeitungsanmutung.

Nahaufnahme: Hand am breiten Fokusring eines Objektivs
Breiter, gut dosierbarer Fokusring des Viltrox laut Wiesner.

Er dokumentierte seine Ergebnisse mit Portraits, Blumenaufnahmen und einem Testchart, um sowohl Bildwirkung als auch technische Details zu prüfen.

  • Fokusring: Viltrox empfand Wiesner als breit und gut dosierbar.
  • Schärfeeindruck: In seinen Vergleichen wirkte das Viltrox-Objektiv besonders scharf.
  • Bokeh: Für Porträtzwecke gefiel ihm das Bokeh des Viltrox stärker — ein wichtiges Kaufkriterium bei 85‑mm‑Optiken.
  • Praxisrelevanz: Beide Optiken funktionierten in der Aufnahmepraxis zuverlässig; Unterschiede zeigten sich eher in der Bildcharakteristik als in der Bedienung.

Kurzer Vergleich (Auszug aus Wiesners Sicht)

Merkmal Viltrox FE 85mm f/1.8 Mk2 Sony 85mm f/1.8
Haptik Massiv, guter Fokusring Solide, vertraute Bedienung
Schärfe (subjektiv) Sehr überzeugend Gute Leistung
Bokeh Weniger aggressiv, gefälliger Neutraler Charakter
Einsatz Porträt, Headshots Porträt, vielseitig

Wiesners Fazit bleibt sachlich: Er ist vom Viltrox in mehreren Punkten angetan, nennt das Ergebnis aber nicht revolutionär. Wichtig ist für ihn das Zusammenspiel aus Bildlook und Bedienkomfort — und in diesem Vergleich punktet das Viltrox-Modell in puncto Bildwirkung.

Für Anwender bedeutet das: Wer Wert auf ein bestimmtes Bokeh und eine fühlbar breite Fokusskala legt, findet in der getesteten Viltrox‑Variante eine ernstzunehmende Alternative. Gleichzeitig bestätigt der Test, dass Drittanbieter‑Objektive inzwischen in der Praxis oft mit Markenoptiken mithalten können.

Das vollständige Review mit allen Beispielen und Wiesners abschließender Einschätzung ist auf seinem YouTube‑Kanal abrufbar. Dort zeigt er die Vergleichsbilder im Detail und erläutert, für welche Einsatzzwecke welches Objektiv seine bevorzugte Wahl wäre.

YouTube Video

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