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Ein neues 23-mm-Weitwinkel von Viltrox richtet sich an Sony-Nutzer mit APS‑C‑Kameras – und könnte gerade wegen seines Preises die Entscheidung vieler Fotografinnen und Fotografen beeinflussen. Der Profi Stephan Wiesner hat das Objektiv im Praxiseinsatz geprüft und in einem ausführlichen Testvideo seine Eindrücke dokumentiert.
Verarbeitung: robust und metallisch
Im direkten Handling hinterlässt das Glas einen soliden Eindruck. Wiesner betont die griffige, teilweise metallische Konstruktion und die stabile Gegenlichtblende: Die Bedienelemente laufen sauber, ohne Spiel. Für Anwender, die viel unterwegs sind, zählt diese Haptik mehr als man auf dem Papier vermuten würde.
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Die Verarbeitung wirkt durchgängig hochwertig – kein Kunststoffklappern, keine schwammigen Ringe. Das ist ein wichtiges Argument, wenn man das Objektiv mit deutlich teureren Originaloptiken vergleicht.
Bildqualität: weitgehend überzeugend
Im Test entstanden Aufnahmen mit einer Sony Alpha 6400 (24 MP). Wiesner hebt vor allem die gute Mittenschärfe hervor: Bei offener Blende liegt die Abbildungsleistung über dem, was man in dieser Preisklasse oft sieht.

Längere Testreihen zeigen außerdem: Die Vignettierung ist in den Randbereichen vorhanden, lässt sich aber bei Bedarf in der Nachbearbeitung leicht korrigieren. Die Kantenschärfe fällt bei mittleren bis kleinen Blenden sehr solide aus.
Bokeh, Sonnensterne, Flare
Das Hintergrundrendering zählt zu den Stärken des Objektivs. Das Bokeh wirkt cremig und strukturierend, was Porträts auf APS‑C angenehm freistellt. Auch die Ausbildung von Sonnensternen bei punktuellen Lichtquellen wird als Pluspunkt erwähnt.
Andererseits zeigt sich bei Gegenlichtsituationen ein deutlicherer Flare, der nicht in jedem Bild erwünscht ist. Wiesner ordnet das als ästhetische Frage ein: Manchen Motiven verleiht der Streulicht‑Look Charakter, bei anderen stört er die Kontrastwiedergabe.
| Modell | Viltrox AF 23mm f/1.4 (E‑Mount, APS‑C) |
|---|---|
| Brennweite | 23 mm (APS‑C äquivalent ~35 mm) |
| Lichtstärke | f/1.4 |
| Getestete Kamera | Sony Alpha 6400 (24 MP) |
| Besondere Merkmale | Metallgehäuse, starke Freistellung, markantes Bokeh |
| Kurzbewertung | Sehr gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis; leichte Schwächen bei Flare und Randlicht |
- Plus: solide Verarbeitung, gute Schärfe bei f/1.4, attraktives Bokeh
- Minus: sichtbarer Flare in Gegenlicht, leichte Vignettierung
- Für wen: Hobby- und Semiprofis, die ein günstiges, lichtstarkes Weitwinkel für Alltag, Reportage und Porträt suchen
Ein Praxishighlight im Video war ein Shooting mit Lightpainting‑Künstlern, Nebel und einer Tänzerin – Setups, die das Freistellvermögen und den Umgang mit schwierigen Lichtverhältnissen gut demonstrieren. Die resultierenden Motive zeigen, wie das Objektiv mit Atmosphäre und Punktlichtquellen umgeht.
Wiesner zieht insgesamt ein positives Fazit: Angesichts der gebotenen Leistung sei das Objektiv besonders unter Kosten‑Gesichtspunkten eine attraktive Alternative zu den teureren Originaloptiken. Die Entscheidung hänge letztlich von den persönlichen Anforderungen ab — wer Wert auf minimale Streulicht‑Effekte legt, wird möglicherweise andere Prioritäten setzen.
Kurz und knapp: Das Viltrox AF 23mm f/1.4 liefert viel für wenig Geld, überzeugt handwerklich und optisch in vielen Alltagssituationen — mit einigen Abstrichen bei schwierigen Gegenlichtbedingungen. Wer tiefer einsteigen möchte, findet das vollständige Testvideo von Stephan Wiesner mit zahlreichen Bildbeispielen auf seinen Kanälen.












