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Eine aktuelle Umfrage, die das Institut Civey im Auftrag von FUJIFILM instax durchgeführt hat, zeigt: Viele junge Erwachsene in Deutschland verbinden wichtige Erinnerungen eher mit gedruckten Sofortbildern als mit Smartphone-Fotos oder KI‑Erzeugnissen. Das Ergebnis ist relevant, weil es eine Lücke zwischen digitaler Allgegenwart und dem Wunsch nach greifbaren Momenten aufzeigt.
Zwischen dem 10. und 19. Juli 2026 wurden 2.000 Personen im Alter von 18 bis 29 Jahren befragt; der Gesamtergebnis‑Fehler wird mit etwa 2,5 Prozent angegeben. Die Untersuchung wurde von dem Hersteller der Sofortbildkameras in Auftrag gegeben, was bei der Interpretation der Resultate berücksichtigt werden sollte.
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Auf die Frage, welche Bildarten sie am ehesten mit besonderen Momenten verbinden, antworteten viele Teilnehmer überraschend eindeutig. In der Umfrage lagen Sofortbilder vorne, gefolgt von digitalen Aufnahmen und klassischen Abzügen; KI‑generierte Bilder spielten nur eine untergeordnete Rolle.

- Sofortbilder: 47 Prozent
- Digitale Fotos (Smartphone): 31 Prozent
- Klassische Fotoabzüge: 15 Prozent
- KI‑generierte Bilder: 5 Prozent
Bei spontanen, ungestellten Momenten lagen Sofortbilder (43 Prozent) und digitale Fotos (42 Prozent) nahezu gleichauf. Beim emotionalen Erinnerungswert führten traditionelle Abzüge (38 Prozent) knapp vor Sofortbildern (34 Prozent).
Warum viele junge Menschen physische Fotos schätzen
Die Befragten nannten mehrere Gründe, die den Reiz von Sofortbildern ausmachen. An erster Stelle steht die Möglichkeit, Erinnerungen unmittelbar und physisch festzuhalten.
Kurz zusammengefasst nannten die Teilnehmenden:
- Erinnerungen physisch zu haben: 48 Prozent
- Spontane Momente einzufangen: 47 Prozent
- Bilder direkt zu verschenken: 43 Prozent
- Charakter als Einzelstück / Nostalgie: je 40 Prozent
Sofortbilder im Alltag
Die Studie zeigt auch, dass Sofortbildkameras nicht nur als Symbol für Erinnerung dienen, sondern aktiv genutzt werden: Rund die Hälfte der Befragten gab an, eine solche Kamera bei Partys, Familienfeiern oder Freundestreffen eingesetzt zu haben. Reisen und Hochzeiten wurden ebenfalls häufig als Einsatzorte genannt.

Das deutet darauf hin, dass gedruckte Fotos für viele junge Menschen einen konkreten sozialen Nutzen haben – sie werden produziert, geteilt und aufbewahrt, statt nur digital zu verbleiben.
Einordnung und Grenzen der Ergebnisse
Die Zahlen liefern ein klares Signal, doch sie haben Grenzen. Weil die Umfrage von einem Hersteller beauftragt wurde, ist Vorsicht bei der Verallgemeinerung angebracht. Zudem sagt eine Momentaufnahme in einer Altersgruppe nicht zwangsläufig etwas über langfristige Verhaltenstrends aus.
Gleichzeitig ist die Beobachtung relevant für Veranstalter, Fotografen und Marken: Physische Formate können in einem digitalen Umfeld weiterhin Aufmerksamkeit erzeugen und Bindung stiften – insbesondere bei Gelegenheiten, bei denen das unmittelbare Teilen oder Verschenken eine Rolle spielt.
Insgesamt zeigt die Untersuchung, dass junge Erwachsene nicht automatisch alle Erinnerungen digitalisieren wollen. Ob dies eine nachhaltige Verschiebung oder ein coexistierendes Bedürfnis nach beidem beschreibt, lässt sich aus dieser Erhebung allein nicht abschließend beantworten.











