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Blackmagic hat seinen leistungsfähigen Vollformatsensor aus der Ursa Cine nun in einem deutlich kompakteren Gehäuse verfügbar gemacht. Für Kreative bedeutet das: extrem hohe Auflösung und mehr Flexibilität beim Dreh — zugleich gelten Einschränkungen bei Bildraten, Speicherkonzept und Ausstattungsdetails, die man vor dem Kauf kennen sollte.
Erstes Gefühl: kompakt, aber cine
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Die Pyxis 12K wirkt auf den ersten Blick wie eine robuste, durchdachte Cine‑Kamera im kompakten Format. Das Metallgehäuse vermittelt Solidität; mit rund 1,6 kg liegt sie etwas über einigen Konkurrenten, bietet dafür aber viele Rigging‑Optionen über modular ansetzbare Seitenplatten.
Bei unseren Drehs kamen zwei Sigma L‑Mount Objektive zum Einsatz — ein lichtstarkes Porträttele sowie ein Weitwinkel — und bestätigten, wie gut die Kamera mit gängigen L‑Mount Optiken harmoniert. In Kombination mit Gimbal, Schulterrig oder Handgriff lässt sich die Pyxis variabel einsetzen.
Sensorleistung und Arbeitsweise
Im Kern sitzt der bewährte 12K‑Sensor, der bereits in der Ursa Cine seine Stärken zeigte. Labormessungen legen nahe, dass mit aktivierter Highlight‑Recovery der Dynamikumfang in die Nähe von gehobenen Kinokameras rückt — ein wichtiges Detail für Produktionssituationen mit hohem Kontrast.
Wichtig für die Praxis: Bei voller Sensorauslesung reduziert sich die maximale Bildrate deutlich gegenüber der größeren Ursa‑Variante. Deshalb sehen wir die Pyxis 12K primär als eine Kamera, die 12K‑Aufnahmen für Downsampling nutzt — vor allem für hochwertiges 8K‑Output.
Für den Alltag empfehlen wir das Downsampling bereits in der Kamera. Das halbiert nicht nur den Effekt des Rolling Shutters, sondern liefert auch sehr gute 8K‑Ergebnisse mit hohen Framerates, die in dieser Klasse bemerkenswert sind.
Aufnahmeformate, Medien und Workflow
Blackmagic setzt auf zwei CFexpress‑Slots als primäre Medienlösung; zusätzlich lässt sich extern auf SSD per USB‑C aufzeichnen, wofür eine spezielle „SSD Plate“ angeboten wird. Praktisch: die Kombination aus schnellen, preiswerten Karten und optionaler SSD.
Ein Hinweis zur Redundanz: Aktuell sind paralleles Backup‑Recording auf beiden CFexpress‑Slots nicht möglich — der zweite Slot dient Overflow oder Proxy‑Aufnahmen. Das ist für Produktionen mit hohem Sicherheitsbedarf ein wichtiger Aspekt.
- Sensor: Vollformat 12K, geeignet für Downsampling auf 8K
- Max. Full‑Readout‑Framerate: deutlich reduziert gegenüber Ursa (volle 12K‑Auslesung liefert niedrigere fps)
- 8K‑Betrieb: hohe Framerates und Auflösungen (z. B. 8192 x 3408 bei erhöhten fps‑Werten)
- Speicher: Dual CFexpress + SSD über USB‑C (SSD Plate)
- Codec/Workflow: RAW‑Optionen, optimiert für Blackmagic Resolve
- Pre‑Recording: bis zu 10 Minuten (mit aktuellem Firmware‑Stand)
Monitoring, Menü und Bedienbarkeit
Die Pyxis‑Serie setzt bewusst auf Modularität: verschiedene Monitoring‑Konfigurationen stehen zur Wahl — vom kompakten Touchmonitor bis zum OLED‑Sucher oder einem dedizierten EVF. Die kostengünstigste und zugleich vielseitigste Variante ist der Touchmonitor, mit dem sich Menüs bedienen und Bildkontrolle in einem erledigen lassen.
Das Menü selbst gehört zu den Stärken: übersichtlich, schnell erreichbar und in Kombination mit den vielseitigen RAW‑Codecs leicht auf verschiedene Einsatzszenarien anzupassen. Für viele Nutzer erhöht das die tägliche Effizienz am Set.
Ton, Extras und Stabilisierung
Neuere Firmware erweitert die Pyxis um eine 4‑Kanal‑Audiofunktion: zwei interne Stereoquellen plus XLR und 3,5‑mm‑Eingang können separat pegeln. Das ist für kleine Produktions‑Sets praktisch, wenngleich sich Profis eventuell noch eine zweite XLR‑Buchse sowie integrierte ND‑Filter wünschen würden.
Erwähnenswert ist auch die Gyro‑Stabilisierung und das insgesamt moderate Stromverhalten, das In‑Camera‑Betrieb mit externen Monitorlösungen erlaubt — ein Plus bei längeren Außendrehs oder beim Einsatz an Drohnen und Gimbals.
Probleme und Verfügbarkeit
Bei unserem Test geriet die Erprobung etwas ins Stocken, weil ein Exemplar technischen Ärger zeigte. Blackmagic hat inzwischen einen Rückruf für bestimmte Seriennummern veranlasst. Für Interessenten bedeutet das: vor Kauf unbedingt Seriennummern prüfen und aktuelle Firmwarestände sowie Rückrufinformationen beachten.
Was das für Filmer heute bedeutet
Kurz gesagt: Die Pyxis 12K bringt kinotaugliche Auflösung in ein sehr flexibles Gehäuse. Für Kreativteams, die hohen Detailreichtum und Downsampling‑Workflows schätzen, ist sie attraktiv. Wer dagegen native, sehr hohe Framerates in voller 12K‑Auslesung braucht oder maximal redundante Aufzeichnungslösungen, sollte die Limitierungen vorab berücksichtigen.
Besonders relevant ist die Integration in die Postproduktion: Die Kamera spielt ihre Stärken im Zusammenspiel mit Resolve und moderner Color Science aus, was für professionelle Farbworkflows und schnelle Turnarounds entscheidend sein kann.
Fazit
Die Pyxis 12K ist kein reiner Ersatz für größere 12K‑Rigs, wohl aber eine kompakte Alternative für ambitionierte Produktionen, die 8K‑Downsampling, flexible Rigging‑Optionen und moderne RAW‑Workflows kombinieren wollen. Vor dem Einsatz sollten Nutzer die aktuelle Firmware, das Speicherkonzept und mögliche Rückrufmeldungen prüfen, damit die Produktion nicht durch vermeidbare Probleme gefährdet wird.










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