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Ein kompaktes NAS kann Familienfotos retten, bevor ein verlorenes Smartphone alles löscht – das war der Anlass meines Tests mit dem UGREEN DH2300 im Frühsommer 2026. Gemeinsam mit einer Windows‑Anwenderin ohne Technik‑Vorwissen prüfte ich, wie einfach Einrichtung, Backup und Zugriff wirklich funktionieren und welche Grenzen das kleine Gerät hat.
Erster Eindruck: kompakt, aber komplett
Das Gehäuse des DH2300 nimmt zwei 3,5‑Zoll‑Laufwerke auf; das Einsetzen der Platten war in wenigen Minuten erledigt, beiliegende Schrauben und ein einfacher Schraubenzieher gehören zum Lieferumfang. Optisch ist das Gerät unauffällig genug, um es neben dem Router oder unterm Fernseher stehen zu lassen.
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| Vorn | Hinten |
|---|---|
| USB‑C (bis 5 Gbit/s), Power‑Button, Status‑LEDs für Laufwerke und Netzwerk | Strombuchse, zwei USB‑A (5 Gbit/s), Ethernet (1 GbE), HDMI (4K), Reset |
Der vorhandene HDMI‑Ausgang mit 4K‑Unterstützung erlaubt direktes Abspielen von Videos auf einem Fernseher; in unserem Test blieb diese Funktion ungenutzt, weil die Testperson vor allem eine automatische Fotosicherung wollte.
Installation unter Windows 11 – problemloser Ablauf
Die Einrichtung lief über die UGREEN‑Software (UGOS) und war auf einem aktuellen Windows‑Rechner überraschend geradlinig. Die Installationsdatei wurde von der Support‑Seite geladen, die Software suchte automatisch im lokalen Netzwerk nach dem NAS und leitete Schritt für Schritt durch die Erstkonfiguration.
Wichtiges Ergebnis: Die Oberfläche ist auf Deutsch verfügbar, die Anlage eines lokalen Administrator‑Kontos reicht für den Hausgebrauch. Optional kann ein Cloud‑Konto eingerichtet werden, um Fernzugriff oder Benachrichtigungen zu aktivieren.
Bei der Frage nach Updates bietet das System drei Modi an; wir entschieden uns für die automatische Installation nur wichtiger Patches, um Sicherheit und Stabilität zu wahren, ohne jede Änderung sofort freizugeben.
Datensicherheit: warum RAID sinnvoll ist
Für die Fotosicherung wählten wir RAID 1. Bei dieser Spiegelung liegen identische Datenkopien auf beiden Laufwerken; fällt eine Platte aus, bleiben die Dateien erhalten und die defekte Einheit kann getauscht werden, während das System die Replikation auf die neue Platte vornimmt. Das ist keine Backuplösung im klassischen Sinn (Schadprogramme oder Löschfehler werden gespiegelt), aber es schützt vor Hardwareausfall.
Fotos verwalten: KI‑Funktionen erleichtern die Suche
Über die UGOS‑Fotoanwendung liessen sich Zusatzmodule installieren, darunter automatische Gesichtserkennung und ein Duplikatfinder. Nachdem die bereits auf dem PC gespeicherten Bilder übertragen wurden, begann das NAS mit der Katalogisierung; erkannte Gesichter konnten benannt werden, was die Suche nach Personen deutlich vereinfacht.
Smartphone‑Backup: läuft – mit einer Einschränkung
Die automatische Sicherung vom Smartphone funktionierte schließlich, war beim ersten Versuch aber fehleranfällig. In unserem Test konnte das Mobilgerät zunächst nicht gekoppelt werden. Der UGREEN‑Support reagierte schnell und deutschsprachig; nach Austausch von Informationen klappte die Anmeldung am nächsten Tag.
Aufklärung des Problems: Das NAS hatte beim ersten Anlauf mehrere schwere Aufgaben gleichzeitig verarbeitet – Prüfung der Festplatten für den Speicherpool, Übertragung großer Bildmengen und zugleich laufende Gesichtserkennung. Das kleine System war in dieser Situation überlastet. Eine Staffelung der ersten Synchronisationen oder etwas Geduld während der Initialphase sind daher empfehlenswert.
Leistungseinschätzung und Alltagstauglichkeit
Das DH2300 ist als Einstiegsgerät zu sehen: Für Familien, die ihre Fotos lokal sichern und unkompliziert verwalten wollen, bietet es ein gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis. Allerdings begrenzt der Gigabit‑LAN‑Anschluss (1 GbE) die Transferraten im Netzwerk; wer viele große Dateien gleichzeitg verschieben oder mehrere Streams transkodieren möchte, stößt an Grenzen.
- Einfachheit: Einrichtung unter Windows 11 ist benutzerfreundlich und auf Deutsch.
- Sicherheit: RAID 1 schützt vor Festplattenausfall, nicht vor versehentlichem Löschen.
- Intelligenz: Gesichtserkennung und Duplikatfinden verbessern Organisation und Suche.
- Netzwerk: 1 GbE limitiert Geschwindigkeit bei großen Datenmengen.
- Multimedia: 4K‑HDMI erlaubt direkten TV‑Ausgang, für viele Nutzer aber kein Muss.
- Support: Schnelle, deutschsprachige Hilfe im Testfall.
Fazit: Das UGREEN DH2300 ist ein pragmatisches Einstiegs‑NAS, das vor allem Anwenderinnen und Anwendern mit einfachen Backup‑Ansprüchen entgegenkommt. Wer Wert auf lokale Kontrolle über Familienfotos legt und keine hochperformante Medienfarm benötigt, findet hier einen funktionalen und leicht zu bedienenden Einstieg. Bei großen Erstübertragungen oder gleichzeitigen KI‑Jobs zahlt sich jedoch eine geduldige, gestaffelte Einrichtung aus.










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