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Ein jüngstes Update von DaVinci Resolve bringt zwei Funktionen, die den klassischen node-basierten Ablauf in Fusion teilweise umgehen: Der neue Umgang mit importierten Photoshop-Dateien und ein überarbeiteter Keyframe-Editor ermöglichen einfache, layer-orientierte Compositing-Aufgaben direkt in der Timeline. Für Cutter und Motion-Designer bedeutet das weniger Kontextwechsel und schnellere Experimentierzyklen — ein praktischer Vorteil bei engen Produktionszeiten.
Photoshop-Layer jetzt direkt in der Timeline
Neu ist, dass importierte PSD-Dateien nicht mehr als ein einziger Clip vorliegen müssen: Resolve kann die enthaltenen Ebenen auf einzelne Tracks aufsplitten, sodass jedes Element sofort individuell positioniert, animiert oder maskiert werden kann. Das beschleunigt Abläufe, in denen grafische Assets in einer Bildbearbeitung vorbereitet und später im Schnitt feinjustiert werden.
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Vorteile im Alltag liegen auf der Hand: Viele Grafikprogramme exportieren PSDs mit Ebenen, sodass ein Kreativteam nicht zwingend eine Adobe-Lizenz benötigt. Außerdem lassen sich gerasterte Texte oder Effekte exportieren, ohne dass die Originalschrift im Schnittsystem vorhanden sein muss — praktisch bei enger Zusammenarbeit mit externen Designern.
Gleichzeitig gibt es Einschränkungen, auf die man achten sollte. Werden Schriften als Pixel gerastert, verliert man später die flexible Skalierbarkeit; zudem kann ein Ebenen-Export sichtbare wie unsichtbare Pixel abschneiden. Als pragmatischer Workaround bietet sich an, PSDs in höherer Auflösung (z. B. 2× oder 4×) zu exportieren und die Datei vor dem Split in Resolve zu prüfen.
So geht’s kurz: Datei in die Timeline ziehen, Clip auswählen und über das Kontextmenü die Funktion zum Aufsplitten der PSD-Ebenen aktivieren (Resolve führt die einzelnen Ebenen dann auf separaten Tracks auf).
Keyframe-Editor: Mehr Übersicht, direktere Kontrolle
Der überarbeitete Keyframe-Editor bringt eine deutlich granularere Steuerung aller animierbaren Parameter eines Clips. Die Ansicht lässt sich wahlweise als Layer-Liste oder als Kurven-Darstellung anzeigen, was die Bearbeitung von Bewegungen und Easings erheblich vereinfacht.
Für Anwender, die aus frühen Versionen von After Effects kommen, fühlt sich das Arbeiten vertraut an: Man kann gezielt nur die tatsächlich verwendeten Parameter einblenden, Keyframes direkt manipulieren und Kurvenänderungen nahezu in Echtzeit beobachten — dank integrierter GPU-Beschleunigung laufen viele Anpassungen flüssig.
Einige Details sind noch nicht an Bord: Die Möglichkeit, mit Expressions zu arbeiten, fehlt aktuell. Dennoch erlauben Loop- und In/Out-Points bereits jetzt eine lebendige Vorschau, die speziell bei Typo-Animationen oder kurzen Grafikschleifen sehr praktisch ist.
- Schnellere Iteration: Weniger Wechsel zwischen Schnitt und Fusion für einfache Compositings.
- Bessere Typo-Workflows: Rasterisierte Texte funktionieren ohne installierte Fonts, dafür aber mit eingeschränkter Skalierbarkeit.
- Performance: GPU-beschleunigte Kurvenbearbeitung sorgt für flüssige Anpassungen in Echtzeit.
- Limitierungen: Expressions fehlen noch, Export/Import von Ebenen kann zu abgeschnittenen Elementen führen.
Für Redaktionsteams und Postproduktionen bedeutet das Update konkret weniger technische Hürden bei schnellen Compositing-Aufgaben und einen direkteren, visuellen Arbeitsstil im Schnitt. Wer komplexe, node-basierte Composites benötigt, bleibt weiterhin bei Fusion; für zahlreiche Alltagsaufgaben reichen die neuen Werkzeuge jedoch aus.
Fazit: Die Kombination aus PSD-Splitting und dem neuen Keyframe-Editor macht Resolve für viele Anwender praxistauglicher und reduziert den Bedarf an Zusatzsoftware. Ein kurzer Test im eigenen Workflow lohnt sich jetzt, um Potenziale und mögliche Fallstricke frühzeitig zu erkennen.












