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Im Herbst 2026 zeigt die Bildhalle eine Schau der niederländischen Künstlerin Margaret Lansink, die Fragen nach Erinnerung, Landschaft und dem Verhältnis Mensch–Natur aufgreift. Die Ausstellung ist auch deshalb relevant, weil sie materialisierte Vergänglichkeit und persönliche Wahrnehmung in den Mittelpunkt rückt — Themen, die aktuell im Diskurs um Umwelt und kulturelles Gedächtnis an Bedeutung gewinnen.
„Echoes“ läuft vom 4. September bis 7. November 2026; die Vernissage findet am Freitag, 4. September, von 18:00 bis 20:30 Uhr statt, Lansink wird anwesend sein. Gezeigt werden mehrere jüngere Werkgruppen, in denen Fotografie mit malerischen und skulpturalen Eingriffen verknüpft wird.
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Arbeitsweise: Schichten, Drucke, sichtbare Spuren
Als Ausgangspunkt dienen Lansinks Fotografien. Diese werden nicht bloß als Bildträger präsentiert, sondern in einen handwerklichen Prozess überführt: Ausdrucke auf japanischem Papier werden auf Leinwand montiert und anschließend mit Acrylfarbe weiterbearbeitet.

Dabei bleiben Falten, Spannungen und Materialunregelmäßigkeiten bewusst sichtbar. Die vermeintlichen „Fehler“ verwandeln sich so in gestalterische Elemente, die den Bildern eine zusätzliche, taktile Ebene verleihen und fotografische Abbildungen in physische Objekte verwandeln.
- Ort: Bildhalle
- Zeitraum: 4. September – 7. November 2026
- Eröffnung: 4. September, 18:00–20:30 (mit Anwesenheit der Künstlerin)
- Techniken: Fotografie, Druck auf Washi-Papier, Montage auf Leinwand, Acrylbearbeitung, Collage, Skulptur
- Schwerpunkte: Landschaft, Erinnerung, Zeitlichkeit, Naturverwundbarkeit
Die Verbindung von fotografischer Dokumentation und manueller Überarbeitung verschiebt den Blick: Orte treten nicht nur als geografische Tatsachen in Erscheinung, sondern als Träger persönlicher Erinnerungsmomente.
Skulpturale Ergänzungen
Neben den Bildtafeln zeigt Lansink ein Ensemble von Skulpturen, die ähnliche Motivfelder in den Raum übertragen. Natürliche Materialien und Prozesse der Veränderung spielen hier eine zentrale Rolle — die Arbeiten thematisieren Brüchigkeit, Abnutzung und die Spuren, die Zeit hinterlässt.
Kurz: Die dreidimensionalen Arbeiten verknüpfen die Fragen nach Bewahren und Weitergeben mit einer sinnlich erfahrbaren Materialität. Sie setzen den fotografischen Arbeiten einen physischen Gegenpol entgegen und erweitern so das Narrativ der Ausstellung.
Die gezeigten Werkgruppen fordern Besucher dazu auf, den eigenen Blick auf Vergangenes zu prüfen: Wie beeinflussen frühere Erfahrungen unsere Wahrnehmung von Orten? Welche Rolle spielen materielle Relikte im Weitertragen von Erinnerung?
Wer die Ausstellung besucht, trifft auf eine Arbeitspraxis, die Erinnerung als vielschichtigen, körperlich erfahrbaren Prozess begreift — eine Perspektive, die in Zeiten verstärkter Debatten um Umweltzerstörung und kulturelles Erbe unmittelbar an Relevanz gewinnt.












