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Sigma erweitert seine APS‑C‑Palette um ein überraschend kompaktes Telezoom: Das neue 50–120mm f/2.8 wiegt nur 390 Gramm und soll ab dem 22. Oktober 2026 in den Handel kommen. Für Fotografen und Videografen bietet das Objektiv eine schnelle Festblende bei geringem Gewicht — ein Merkmal, das vor allem Reisende und Content‑Creator direkt betrifft.
Kurz, leicht, mobil
Das 50–120mm fällt sofort durch seine geringen Abmessungen auf: Bei eingefahrenem Tubus misst die Sony‑E‑Version rund 99 mm — damit ist es kleiner als eine handelsübliche Getränkedose. Beim Zoomen fährt das Gehäuse zwar aus, bleibt aber trotzdem äußerst kompakt im Vergleich zu klassischen Teleobjektiven.

Das Filtergewinde hat einen Durchmesser von 55 mm, identisch mit Sigmas 18–50mm f/2.8 DC DN, was für Nutzer mit kompatiblen Filtern praktisch ist.
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Was die Brennweite bedeutet
Auf APS‑C‑Kameras entspricht der Bildwinkel etwa 75–180 mm (Sony, Fujifilm) beziehungsweise circa 80–192 mm bei Canon RF. Mit anderen Worten: Das Objektiv deckt den klassischen Bereich für Portraits, Reportage und moderates Tele ab — bei durchgehender Lichtstärke f/2.8.
- Gewicht: 390 g
- Maße (Sony E): ca. 99 mm eingefahren
- Brennweite: 50–120 mm (APS‑C: ~75–180 / ~80–192 mm äquiv.)
- Blende: durchgehend f/2.8
- Filtergewinde: 55 mm
- Preis: 799 € (UVP)
- Mounts: Sony E, Fujifilm X, Canon RF
Technik: viel Glas auf engem Raum
Optisch setzt Sigma auf eine komplexe Konstruktion: 18 Linsen in 13 Gruppen, darunter spezielle Elemente wie FLD‑ und SLD‑Gläser sowie mehrere asphärische Komponenten. Die Blendenkonstruktion mit 11 gerundeten Lamellen soll für ein weicheres, natürlicheres Bokeh sorgen. Sigma nennt zudem eine Reduzierung des Focus‑Breathings, was beim Schwenken für weniger Bildwanderung sorgen soll — ein Vorteil für Filmer.

Der Antrieb erfolgt über einen HLA‑Linearmotor. Der eingebaute Bildstabilisator mit dem OS2‑Algorithmus bietet laut Hersteller bis zu 6,5 Blendenstufen Kompensation im kurzen Brennweitenbereich und etwa 4,5 Stufen am langen Ende (CIPA‑Norm).
Die Nahgrenze liegt bei etwa 23 cm am kurzen Ende und 55 cm am langen Ende; der maximale Abbildungsmaßstab beträgt rund 1:3 beziehungsweise 1:4,7. Das Gehäuse ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet, die Frontlinse mit einer wasser‑ und ölabweisenden Beschichtung versehen.
Innen wie außen minimalistisch
Sigma verzichtet auf physische Schalter für AF‑Modus und Stabilisator. Stattdessen dominieren drei Ringe: Zoom, Fokus und Blende — wobei die Canon‑RF‑Variante anstelle eines dedizierten Blendenrings einen frei drehbaren Steuerungsring bietet. Diese reduzierte Bedienphilosophie zielt auf ein schlankes Design, kann aber Nutzern, die schnelle Umschaltungen per Schalter bevorzugen, ungewohnt erscheinen.
Erste Praxiseindrücke
Erste Tests von Fachmedien fallen überwiegend positiv aus, liefern aber auch nuancierte Kritikpunkte. Ein Testredakteur, der das Objektiv eine Woche an Fuji‑Bodys (X‑H2, X‑T4) nutzte, lobt die hohe zentrale Schärfe und das angenehme Bokeh; bei sehr flachen Nahaufnahmen um 50 mm zeigten sich jedoch teilweise weiche, leicht „wirbelnde“ Ecken. Der Autofokus wirkte schnell und zuverlässig, wurde aber noch nicht in Extremszenarien wie Hochgeschwindigkeits‑Sport geprüft.
Ein weiterer Test vergab 8,5 von 10 Punkten: Positiv hervorgehoben wurden die kompakte Bauform, der schnelle AF und die gute Offenblendenleistung bei 50 mm. Bei 120 mm sei die Mitte bei f/2.8 etwas weicher, Abblenden auf f/5.6 verbessere die Schärfe merklich. Außerdem wurde eine erhöhte Anfälligkeit für Streulicht beobachtet — ein Aspekt, den Fotografen im Gegenlicht beachten sollten.
Für wen macht das Objektiv Sinn?
Das Sigma 50–120mm richtet sich an Anwender, die ein echtes Tele mit durchgehender f/2.8 suchen, dabei aber weder das Gewicht noch das Volumen eines klassischen 70–200‑Objektivs tragen wollen. Besonders Reisefotografen, Street‑Shooter und Videografen dürfen von der Kombination aus Portabilität, Lichtstärke und Stabilisierung profitieren.
Wer jedoch maximale Eckenschärfe bei Offenblende oder physische Schalter bevorzugt, sollte die Testberichte genau prüfen und gegebenenfalls Hands‑on‑Vergleiche anstellen.
Verfügbarkeit
Sigma nennt den 22. Oktober 2026 als Marktstart; die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 799 Euro. Händler nehmen bereits Vorbestellungen entgegen.












