DaVinci Resolve 20: Objekte per Magic Mask v2 jetzt in Sekunden freistellen

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Blackmagic hat die Erkennungsfunktion seiner Masken-Technik in Resolve überarbeitet: Die neue Magic Mask v2 arbeitet mit einer komplett überarbeiteten KI-Engine und soll präzisere Auswahlkanten liefern – auch bei schwierigen Aufnahmen. Für Cutter und Coloristen bedeutet das weniger Handarbeit bei Freistellungen und mehr Möglichkeiten für Compositing direkt innerhalb des Color-Bereichs.

Was hat sich technisch verändert?

Im Kern läuft die Funktion jetzt auf der überarbeiteten DaVinci AI Neural Engine, die laut Hersteller deutlich bessere Muster- und Tiefenerkennung bieten soll. Das Ziel ist klar: zuverlässigere Masken selbst bei komplexen Situationen wie durchlaufenden Objekten oder problematischen Z‑Puffer-Szenarien.

  • Neues KI-Modell: vollständig neu entwickelt für höhere Präzision bei Personen- und Objekt-Erkennung.
  • Keine Moduswahl mehr: Personen und Gegenstände werden automatisch unterschieden — eine manuelle Voreinstellung entfällt.
  • Ein-Klick-Auswahl: Striche zur Initialisierung sind nicht mehr nötig; einfache Klicks auf das gewünschte Element genügen.
  • Manuelles Malwerkzeug: Ein Pinsel erlaubt frame‑by‑frame-Korrekturen für feine Anpassungen oder das Entfernen von Fehlmaskierungen.

So verändert sich der Workflow

Die Magic Mask ist weiterhin kein normaler Effekt in der Effektauswahl: Nutzer finden sie ausschließlich im Color-Bereich neben den anderen Masken-Tools. Das bedeutet, um eine Maske zu erzeugen, wählen Sie den Clip im Color-Tab an und aktivieren das Icon für die Magic Mask.

Ursprünglich dienten Masken in Resolve vor allem zur sekundären Farbkorrektur. Mit v2 werden sie zunehmend relevant für Compositing-Aufgaben: Die Funktion kann einen echten Alpha-Kanal erstellen, sodass darunterliegende Ebenen sichtbar bleiben.

Die Erzeugung des Alpha-Kanals erfolgt in wenigen Schritten in der Node‑Ansicht: Rechtsklick → „Add Alpha Output“ aktivieren und den Alpha-Output des Magic‑Mask‑Nodes mit diesem Ausgang verbinden. Anschließend lässt sich der Clip etwa in einer Timeline mit transparenter Maske weiterverarbeiten.

Praxis-Tipps

In vielen Fällen reicht die automatische Auswahl, doch bei herausfordernden Clips bleibt die manuelle Nacharbeit wichtig. Die neue Pinselfunktion erleichtert präzise Retuschen, vor allem wenn Haare, transparente Objekte oder Überlagerungen das KI-Ergebnis stören.

  • Clip im Color-Tab auswählen
  • Magic Mask-Icon anklicken und Zielpunkt mit Klick markieren
  • Bei Bedarf das Malwerkzeug für Frame‑by‑Frame-Korrekturen nutzen
  • Node-Ansicht: „Add Alpha Output“ erstellen und verbinden, um einen Alpha-Kanal auszugeben

Für Schnitt- und Farb-Workflows bedeutet das weniger zeitaufwändiges Rotoscoping und mehr direkte Kontrolle innerhalb von Resolve. Wie robust die Automatik im Alltagsbetrieb ist, hängt weiterhin vom Material ab — für kritische Composites bleibt das manuelle Finetuning unverzichtbar.

Blackmagics Update zielt darauf ab, Routinearbeiten zu beschleunigen und den Weg für mehr In‑App‑Compositing zu ebnen: Ein praktisches Feature für Anwender, die schnelle, saubere Freistellungen ohne externe Tools wünschen.

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