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Neue, kompakte LED-Dauerlichter sollen Portrait-Fotografen vor Ort mehr Kontrolle über Farbe und Atmosphäre geben. Ein Praxistest mit drei Modellen an unterschiedlichen „Lost Places“ zeigt, wie sich Flexibilität, Magnetbefestigung und Farbstimmung konkret auf Bildgestaltung und Arbeitsablauf auswirken.
Science-Fiction-Ästhetik im Technikraum
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Für das erste Setting wählte Fotograf Jannik Wagner einen stillgelegten Technikraum eines Altenheims; die vorhandenen Metallflächen und ein großes Steuerpult lieferten die Kulisse. Die Geräte dienten zugleich als Befestigungsfläche für die Leuchten – ein Setup, das weniger auf Stative und mehr auf spontane, verdeckte Positionen setzt.

Wagner versteckte ein LUMIS I‑Light RGB mit Hilfe der eingebauten Magnete oben an der Kontrolleinheit und nutzte einen warmen Orangeton, um im Hintergrund eine futuristische, aber abgenutzte Stimmung zu erzeugen. Für Nahaufnahmen hielt das Model eine handliche Stableuchte, die durch eine hohe Farbtemperatur einen auffälligen Neon‑Effekt im Gesicht erzeugte und speculare Reflektionen im Auge hervorhob.
In einer zweiten Aufnahme wurde statt der Stableuchte der kleine LED‑Würfel LUMIS Solo 2 an einer Metalltür befestigt. Durch den Einsatz eines Diffusors entstand ein weicheres Licht auf dem Gesicht, während der Würfel selbst weitgehend aus dem Bild gehalten wurde.
| Setting | Kamera | Brennweite | ISO / Blende | Belichtung | Leuchten‑Einstellung |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 – Kommandozentrale | Sony A7R III | 35 mm | ISO 1000 / f/1.6 | 1/160 s |
LUMIS I‑Light: Hue 15°, Sat. 100%, Helligkeit 85%
LUMIS Glow: 6000 K, Helligkeit 40% |
| 2 – Schwimmbad / Umkleide | Sony A7R III | 35 mm | ISO 1000 / f/1.4 | 1/250 s |
LUMIS I‑Light: 5200 K, Helligkeit 85%
LUMIS Solo 2: 5500 K, maximale Helligkeit + blaue Farbfolie |
| 3 – Fernseher / Altenheim | Sony A7R III | 35 mm | ISO 1600 / f/1.4 | 1/160 s |
LUMIS I‑Light: kräftiger Rotton für Kegelschein
LUMIS Glow: als Umgebungslicht in neutralweiß |
Nächtliche Rebellen‑Atmosphäre im leeren Schwimmbad
Das zweite Shooting fand in leeren Umkleiden statt; Kleidung, Make‑up und Location zielten auf einen jugendlich‑rebellischen Look. Wieder erwiesen sich magnetische Befestigungen als Zeitersparnis: Lichter ließen sich ohne Stativ an Spindtüren montieren und im Bild verstecken.

Als Hauptlicht diente das LUMIS I‑Light RGB, als Gegenlicht das LUMIS Solo 2 – letztere Kombination verlieh Silhouette und Haaren mehr Kontur. Eine einfache blaue Folie auf dem Würfel nahm Farbtöne der Umgebung auf und sorgte so für eine kohärente Gesamtwirkung.
Filmische Inszenierung: Licht als erzählerisches Element
Im dritten Setting nutzte Wagner erneut einen Raum im Altenheim, diesmal mit einem defekten Fernseher als Bühne. Ein im Gehäuse platzierter LUMIS I‑Light erzeugte durch die fehlende Scheibe einen fokussierten Lichtkegel, der Boden und Gesicht gleichermaßen modellierte. Die Kombination aus farbintensivem Hauptlicht und neutralem Umgebungslicht schuf eine leicht cinematische Bildwirkung, die bewusst Raum für Interpretation ließ.
- Portabilität: Alle Leuchten überzeugten durch geringes Gewicht und einfache Mitnahme.
- Magnetbefestigung: Schnell und flexibel, funktioniert allerdings nur an metallenem Untergrund.
- Farbsteuerung: RGB‑Fähigkeiten erlauben gezielte Stimmung, kombiniert mit Folien entstehen schnell harmonische Sets.
- Diffusion: Kleine Diffusoren machen aus gerichteten Würfeln ein weiches Portraitlicht.
- Bedienung: Unterschiede in Steuerung und Befestigung (insbesondere beim Glow) erfordern kurze Eingewöhnung.
Wagner lobte die einfache Handhabung und das durchdachte Zubehör, nannte die Magnete als besonders praktisches Feature und hob die Möglichkeit hervor, mehrere I‑Lights zu kombinieren. Kritisch merkte er an, dass die Befestigung des LUMIS Glow auf stativlosen Sets anfangs ungewohnt war und die Bedienung von der Logik der anderen Leuchten abweicht.
Was dieses Testfeld für Fotografen bedeutet
Für Fotografen, die häufig on location arbeiten, sind schnelle Montage, variable Farbgebung und handliche Geräte echte Zeitersparer. Die getesteten Leuchten zeigen, wie kleine, anpassbare Lichtquellen große Auswirkungen auf Stimmung und Bildsprache haben können – besonders in urbanen oder verlassenen Umgebungen, wo vorhandene Strukturen als Montagepunkte dienen.
Gleichzeitig bleibt Raum für Verbesserungen: universellere Befestigungsoptionen, einheitlichere Bedienkonzepte und weitere Tests mit mehreren, vernetzten Leuchten könnten die Einsatzmöglichkeiten noch erweitern. Insgesamt aber demonstriert der Praxischeck, dass moderne RGB‑Stab‑ und Würfellampen die kreative Flexibilität von Portrait‑Shootings deutlich erhöhen.












