Dauerlicht Soluna II-60 im Praxistest in Venedig: bessere Reisefotos bei Nacht

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Fotograf Frank Fischer nahm das neue Rollei Soluna II-60 kurz vor Markteinführung mit nach Venedig und testete es bei Abend- und Tagesaufnahmen rund um Markusplatz und Burano. Sein Ergebnis zeigt, warum ein kompaktes, akkubetriebenes Dauerlicht heute für reisende Porträtfotografen eine sinnvolle Ergänzung zur mobilen Blitztechnik ist.

Warum das Thema jetzt relevant ist

Mit zunehmender Beliebtheit lichtstarker Objektive und spontaner Straßenshootings wächst die Nachfrage nach Lichtlösungen, die unabhängig von Steckdosen funktionieren. Leichte, leistungsfähige LEDs wie das Soluna II-60 erlauben offenblendiges Arbeiten bei Dämmerung oder in engen Gängen – Situationen, in denen ein Blitz zwar stark, aber weniger subtil wirkt.

Fotograf mit kompaktem LED-Licht bei Dämmerung auf einer Straßenszene
Mobiles Dauerlicht erlaubt offenblendiges Arbeiten bei spontanen Straßenshootings.

Vor Ort: Einsatz in der Lagunenstadt

Bei den Abenden in Venedig kombinierte Fischer das Soluna II-60 regelmäßig mit seiner bekannten Rollei-Freeze-Blitzserie: die Blitze gegen harte Gegenlichtsituationen, das Soluna für weicheres, kontinuierliches Licht in Übergangsphasen. Die Kompatibilität der Lichtformer war dabei praktisch, weil beide Systeme das gleiche Bowens-Bajonett nutzen.

Ein typisches Setting waren die Arkaden am Markusplatz: Die kleinen Deckenleuchten erzeugen ein attraktives Bokeh, doch die Maskenträger stehen oft im Schatten. Hier wurde das Soluna II-60 als Aufheller vor dem Motiv platziert, um die Helligkeitsdifferenz harmonisch auszugleichen.

Burano und die Hintergrundbeleuchtung

Auf Burano nutzte Fischer das Soluna gezielt, um farbige Hausfassaden in der Dämmerung aufzuwerten. Statt das Motiv allein zu akzentuieren, beleuchtete das Dauerlicht den Hintergrund, sodass die Atmosphäre der Szene besser zur Geltung kam. Später bot ein Torbogen die Gelegenheit für ein Rückenlicht: das Soluna sorgte für einen feinen Lichtsaum und ließ Federn und Konturen transparenter erscheinen.

Bunte Hausfassaden in Dämmerung, Hintergrund aufgehellt durch LED-Licht
Auf Burano nutzte das Soluna Hintergrundbeleuchtung, um Farben und Atmosphäre zu betonen.

Auch bei hellem Tageslicht machte sich das Gerät bezahlt: In einem schattigen Klostergang reichte die volle Leistung des Dauerlichts, kombiniert mit einem einfachen Reflektor, um ein gleichmäßiges, gerichtetes Ergebnis ohne Softbox zu erzielen.

Technische Eckdaten und praktische Vorteile

  • Leistung: 60 W LED – ausreichend für Dämmerungs- und Hintergrundaufhellung.
  • Stromversorgung: Zwei Akku-Slots, kompatibel mit NP-F-Serien (z. B. NP-F990, NP-F750) für lange Laufzeiten ohne Netzanschluss.
  • Anschluss: Standardisiertes Bowens-Bajonett – viele Lichtformer sind nutzbar.
  • Regelbarkeit: Stufenlos dimmbar; erlaubt feine Korrekturen on location.
  • Mobilität: Kompakt und leicht, ideal für Stadt- und Reisefotografie.

Was das in der Praxis bedeutet

Für Fotografen, die häufig unterwegs arbeiten, heißt das: weniger Kabel, mehr Flexibilität bei Komposition und Offenblende. Das Soluna eignet sich besonders, wenn Hintergrundlichter erhalten bleiben sollen oder wenn ein sanfterer Look als mit hartem Blitz gewünscht ist.

Wichtig zu beachten ist die Zusammenarbeit mit vorhandener Ausrüstung. Viele Fotoprofis nutzen bereits NP-F-Akkus in anderen Leuchten; die Kompatibilität reduziert zusätzlichen Ballast und Kosten.

Fazit

Das Rollei Soluna II-60 ist kein Ersatz für leistungsstarke Studioblitzanlagen, aber eine sinnvolle Ergänzung für mobile Porträtaufgaben. Seine Kombination aus mobiler Stromversorgung, 60 W LED und Bowens-Anschluss macht es vielseitig einsetzbar: als Aufheller, Hintergrundlicht oder dezentes Konturlicht. Für Fotografen, die viel unterwegs sind und auf einfache, zuverlässige Beleuchtung angewiesen sind, bietet das Gerät handfeste Vorteile.

Frank Fischers Test in Venedig liefert praxisnahe Beispiele dafür, wie kontinuierliches LED-Licht Szenen beeinflussen kann – von der blauen Stunde bis zur hellen Mittagsaufnahme.

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