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Voigtländer bietet zwei seiner bereits etablierten Nokton-Objektive für den Fujifilm X-Mount nun zusätzlich in einer silbernen Ausführung an – eine optische Anpassung, die vor allem Besitzer der silbernen Fujifilm-Gehäuse anspricht. Für Fotografen bedeutet das vor allem: gleiche Optik, neues Auftreten.
Technik unverändert, Look überarbeitet
Die neuen Gehäuse betreffen ausschließlich die Farbgebung; an den optischen Eigenschaften hat sich laut Hersteller nichts geändert. Beide Objektive übernehmen die Konstruktion und technischen Daten ihrer schwarzen Pendants.
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Das Nokton 23mm f/1.2 wurde speziell für Fujifilms APS-C-Sensor gerechnet und entspricht damit in etwa einem 35‑mm-Brennweitenwinkel im Kleinbildformat – eine häufig genutzte Reportage- und Alltagsbrennweite.
Beim optischen Aufbau bleibt es bei zehn Linsen in sechs Gruppen, darunter eine beidseitig asphärische Komponente sowie zwei Gläser mit anomaler Teildispersion. Die kürzeste Fokussierentfernung liegt bei 0,18 Metern, das Gewicht bei rund 214 Gramm.
Das Nokton 35mm f/1.2 vertraut auf einen klassischen Doppel-Gauss-Aufbau mit acht sphärischen Elementen in sechs Gruppen. Ziel der rein sphärischen Konstruktion ist eine gleichmäßige Schärfe bei offener Blende und ein weiches Bokeh. Dieses Modell wiegt etwa 196 Gramm und fokussiert bis auf 0,3 Meter heran.
Gemeinsame Merkmale
Beide Linsen teilen mehrere Designelemente: ein Gehäuse aus Metall und Glas, ein rein manuell arbeitender Fokusring sowie ein mechanisch an die Blende gekoppelter Einstellring mit Rastung in Drittelstufen. Für das Hintergrundrendering sorgen 12 Blendenlamellen, die ein rundes Bokeh begünstigen.

| Merkmal | Nokton 23mm f/1.2 | Nokton 35mm f/1.2 |
|---|---|---|
| Bauweise | 10 Elemente / 6 Gruppen (u. a. asphärisch, anomal) | 8 Elemente / 6 Gruppen (Doppel‑Gauss, sphärisch) |
| Naheinstellgrenze | 0,18 m | 0,30 m |
| Gewicht | ~214 g | ~196 g |
| Blendenlamellen | 12 (für rundes Bokeh) | |
| Fokus | manuell | |
| Kommunikation | elektrische Kontakte zu aktuellen X-Mount-Kameras | |
Kompatibilität: Funktional, aber nicht lückenlos
Beide Objektive verfügen über elektrische Kontakte, mit denen sie bei neueren Fujifilm-X-Gehäusen begrenzte Datensignale austauschen. Das betrifft beispielsweise Exif‑Informationen oder die Distanzübertragung.
Ältere Modelle wie die X‑Pro1/2, X‑T1 oder X‑E1 bis X‑E3 unterstützen diese Kommunikation nicht. In der Praxis heißt das: Fotofunktionalität bleibt erhalten, jedoch fehlen bei älteren Kameras bestimmte Metadaten in den Dateien. Bei Kameras mit optischem Sucher kann zudem die automatische Parallaxenkorrektur ausfallen, sodass Rahmenlinien bei Nahaufnahmen nicht exakt nachgeführt werden.
Preis, Verfügbarkeit und Zubehör
In Deutschland liegen die aktuellen Preise der schwarzen Varianten bei etwa 699 Euro für das 23‑mm‑Modell und 649 Euro für das 35‑mm‑Objektiv. Für die neuen silbernen Ausführungen hat Voigtländer noch keine offiziellen deutschen Listenpreise genannt; Unterschiede dürften jedoch gering ausfallen.
Beide silbernen Versionen sollen im September 2026 erscheinen. Außerdem plant der Hersteller passende Gegenlichtblenden als Zubehör anzubieten.
Warum das für Nutzer relevant ist
Für Fotografen mit silbernen Fujifilm-Kameras ist die Option auf ein optisch abgestimmtes Objektiv vor allem eine ästhetische Entscheidung: ein harmonischeres Gesamterscheinungsbild ohne technische Kompromisse. Technisch versierte Anwender sollten jedoch die Kompatibilitätsgrenzen älterer Kameras im Hinterkopf behalten.
- Für Sammler und Retro‑Fans: Silberne Objektive ergänzen das klassische Erscheinungsbild moderner X-Kameras.
- Für Praktiker: Optik und Handling bleiben identisch, es ändert sich nur die Optik des Gehäuses.
- Für Besitzer älterer X‑Modelle: Keine Einschränkung beim Fotografieren, aber mögliche Lücken bei Exif‑Daten und Sucher‑Rahmen.
Bleibt die Frage: Ist euch ein optisch stimmiges Kamera‑Set wichtiger als die Farbe des Objektivs – oder ist die Farbe für euch sekundär gegenüber Gewicht, Haptik und Bildqualität?












