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DxO hat PhotoLab 10 vorgestellt – ein Update, das vor allem bei präzisen lokalen Korrekturen und im Rohdaten-Workflow spürbare Zeitersparnis verspricht. Für Fotografen bedeutet das: weniger manuelle Maskenarbeit, deutlich feingranularere Auswahlwerkzeuge und eine neue Schnittstelle zu Bildbearbeitungsprogrammen.
Tiefenmasken für schnellen, selektiven Feinschliff
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Die auffälligste Neuerung sind die neuen Tiefenmasken. Eine KI berechnet aus einem einzelnen Bild eine Tiefenkarte und erlaubt damit selektive Bearbeitungen von Vorder-, Mittel- und Hintergrund – ganz ohne spezielle Tiefensensoren oder zusätzliche Kameradaten.

Nach dem Anwenden einer Anpassung lassen sich die Übergänge über einen Tiefenbereichsregler und mehrere Griffpunkte präzise nachziehen; direktes Anfassen im Bild ist möglich. Was bislang oft aufwändige manuelle Maskierung erforderte, lässt sich so deutlich schneller realisieren.
Feinere Objekt- und Gesichtssegmentierung
Parallel hat DxO seine KI‑Masken erweitert: Die Personenerkennung identifiziert jetzt jede einzelne Person im Bild und ermöglicht entweder eine gemeinsame Maske, eine kombinierte Auswahl oder separate Masken pro Person — nützlich bei Gruppenfotos und Porträts.

Die Gesichtssegmentierung wurde granularer: Bereiche wie Augenbrauen, Augen und Lippen lassen sich nun separat ansteuern. Zusätzlich bleiben die bisherigen Kategorien wie Himmel, Tiere, Blumen oder Fahrzeuge verfügbar.
U-Point-Werkzeuge wurden ebenfalls überarbeitet. Ein neuer Kontrollpinsel verbindet freies Pinseln mit der Intelligenz der bekannten Kontrollpunkte; elliptische Kontrollpunkte erlauben flexiblere Formen. Die Pipette zur Verfeinerung kann KI‑Masken künftig anhand von Farbe und Helligkeit weiter optimieren.
Color Grading, Affinity-Anbindung und Workflow-Verbesserungen
Neu ist ein umfangreiches Color-Grading-Modul, das von dezenten Farbkorrekturen bis zu stark stilisierten Looks reicht und so filmische Bearbeitungen direkt in PhotoLab erlaubt.
Für Anwender, die Pixelarbeit in einem separaten Editor bevorzugen, gibt es jetzt einen direkten Exportbutton zu Affinity – ein erster Schritt zu einer tieferen Verzahnung beider Programme.
Weitere Praxisverbesserungen: Die KI-gestützte Staubentfernung arbeitet bereits auf RAW-Ebene und kann Sensorstaub sowie kleine Makel automatisch über ganze Bildserien hinweg korrigieren. Hinzu kommen ein Histogramm in der Bibliotheksansicht, originalgetreue Zuschnittverhältnisse und überarbeitete Sicherungs- sowie Ordnerfunktionen.
- Highlights: Tiefenmasken, erweiterte KI-Masken, Gesichtssubkategorien, U‑Point‑Kontrollpinsel, Color-Grading, RAW‑Staubentfernung
- Preismodell: Neulizenz 249,99 €; Upgrade von Version 8 oder 9: 129,99 € (Einmalkauf, kein Abo)
- Testmöglichkeit: 30‑tägige Probeversion verfügbar
Erste Beta‑Tests deuten darauf hin, dass PhotoLab 10 vor allem Nutzern zugutekommt, die viel mit lokalen Korrekturen und umfangreichen RAW‑Beständen arbeiten. Die neuen Werkzeuge reduzieren Routineaufwand und machen komplexe Retuschen schneller reproduzierbar.
Für Fotografen, die Wert auf eine Kauflizenz und einen starken Fokus auf Rohdaten-Tools legen, bleibt DxO ein Kandidat, der mit diesem Release wieder gezielt Workflow‑Lücken schließt. Wie sich die neuen Funktionen im Vergleich zu anderen Tools im Alltag schlagen, werden weitere Tests und Praxisvergleiche zeigen.












