Leica enthüllt neues Elcan-Modell: SL3 in Metallgrau und exklusive hellblaue Historica

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Leica-Fans sollten diese Woche genauer hinschauen: Branchenkreise berichten über ein ungewöhnliches neues Objektiv und weitere Sammler‑Editionen, die vor allem für Liebhaber historischer Modelle interessant sind. Die Neuigkeiten betreffen sowohl ein auf 660 Stück begrenztes Summicron‑Projekt als auch mögliche Farbvarianten und Jubiläumssets, die das Interesse von Sammlern und Investoren wecken dürften.

Ein erster Hinweis: Aus der Szene kursieren Produktbilder eines schwarzen Objektivs mit runder Gegenlichtblende, das offenbar als Summicron‑M 66 f/2 lanciert werden soll. Die Auflage soll sehr klein sein, der Preis in der Region von 9.000 Euro liegen, und die Vorstellung angeblich noch in den kommenden Tagen erfolgen.

Rückgriff auf ein militärisches Original

Das neue Summicron orientiert sich an einem seltenen Vorbild aus den 1970er‑Jahren, das ursprünglich für militärische Aufklärung entwickelt wurde. Der Entwurf geht auf den Optikdesigner Walter Mandler zurück; gefertigt wurde das Original in Midland (Ontario) bei Ernst Leitz Canada. Auftraggeber waren vor allem die US Navy und NATO‑Einheiten.

Vintage Objektiv mit militärischem Design aus den 1970er Jahren
Das historische Vorbild: Elcan-Objektiv aus der Militärfotografie der 1970er Jahre

Nur wenige Exemplare des historischen Originals existieren noch: Insgesamt entstanden laut Sammlerberichten deutlich unter 200 Stück, viele davon gingen im Einsatz verloren. Trotz oder gerade wegen dieser Herkunft ist die Optik unter Kennern geschätzt — insbesondere wegen ihrer hohen Auflösung und der eher neutralen Farbwiedergabe.

Wesentliche technische Merkmale des Originals, die offenbar als Vorbild dienen, sind unter anderem:

  • M‑Bajonett (Originalfassung)
  • Neun Linsenelemente
  • E39‑Filtergewinde
  • Naheinstellgrenze von etwa einem Meter
  • 66 mm Brennweite — ohne passenden Leuchtrahmen im M‑Sucher

Was das für Anwender und Sammler bedeutet

Die Brennweite von 66 mm ist für die klassische M‑Reihe ungewöhnlich: Im Sucher fehlt der passende Leuchtrahmen, sodass die Optik an Messsucherkameras manuelles Einge­schätzen der Bildbegrenzung erfordert. Für Puristen und Sammler ist gerade diese Eigenart ein Teil des Reizes.

Für Käufer heißt das: Wer praktikable Reportage‑ oder Straßenfotografie sucht, findet mit einer solchen Optik eher eine spezialisierte, handwerklich spannende Option. Sammler werden die begrenzte Auflage und den historischen Bezug als Werttreiber sehen — ähnlich wie bei früheren Sonderauflagen von Leica.

Mögliche neue Farbvariante der SL3 Reporter — noch unbestätigt

Mehrere Berichte nennen außerdem eine mögliche SL3 Reporter in Metallgrau. Leica hatte die SL3 Reporter bereits im November 2025 in einer dunklen Grün‑Ausführung mit Aramid‑Bezug präsentiert. Ende Mai 2026 wurde bei mehreren Modellen ein Metallgrau als neues Finish eingeführt, darunter die M11‑P und Q3.

Ob die SL3 Reporter tatsächlich in dieser Farbe erscheint, bleibt offen: Die Quelle bezeichnet den Tipp selbst als unsicher, und die gezeigten Bilder dürften eher Visualisierungen als echte Leaks sein. Für Interessenten heißt das: Augen offenhalten, aber noch keine verbindlichen Bestellungen tätigen.

Leica Historica feiert — und Leica reagiert mit Sondereditionen

Leica Historica, der Verein mit Sitz in Wetzlar, der sich der Fotogeschichte von Leitz und Leica widmet, hat 1975 seine Arbeit aufgenommen und zählt heute mehrere hundert Mitglieder weltweit. Seit den 1990er‑Jahren gibt es zum Jubiläum regelmäßig limitierte Sondermodelle von Leica.

Sammler-Edition Kamera mit hellblauem Leder und versilberter Oberfläche
Leica Historica Jubiläums-Edition: M-A mit hellblauem Echtleder und Silberchrom-Finish

Anlässlich des 50. Vereinsjubiläums wurden 2025 zwei Editionen aufgelegt, je 50 Stück. Aus den jetzt kursierenden, ausführlichen Fotografien geht hervor, dass die Modelle in klassischer Optik gehalten sind: Eine M‑A kombiniert silberne Chromoberflächen mit hellblauem Echtleder und trägt eine individuelle Nummerngravur. Dazu kommt ein APO‑Summicron‑M 35 mm f/2 ASPH. erstmals in Silberchrom im sogenannten Vintage‑Design, das an Objektive der 1950er/60er Jahre erinnert.

Beide Editionen sind bereits vergriffen; die Bilder verstärken dennoch das Interesse von Sammlern und Auktionatoren — frühere Sondermodelle haben auf dem Sekundärmarkt regelmäßig Wertsteigerungen gezeigt.

Wesentliche Fakten im Überblick

  • Summicron‑M 66 f/2: Berichtet limitierte Auflage von ca. 660 Stück, Preis um ~9.000 Euro, optisch angelehnt an das historische Elcan/Leitz‑Design.
  • Historisches Vorbild: Entwurf von Walter Mandler, Produktion ab ~1970 bei Ernst Leitz Canada; militärische Nutzung, sehr geringe Stückzahl.
  • SL3 Reporter (Metallgrau): Eingeschränkte Hinweise auf eine neue Farbvariante, jedoch nicht bestätigt; gezeigte Bilder vermutlich Renderings.
  • Leica Historica – 50 Jahre: Zwei Jubiläumseditionen (50 Stück je Edition) in Silberchrom/hellblauem Leder und passendem 35‑mm‑Summicron; bereits ausverkauft.

Kurzfristig relevant ist vor allem die Verfügbarkeit: Limitierte Stückzahlen und starke Nachfrage bedeuten, dass direkte Kaufchancen bei Erscheinen gering sind und Sekundärmarktpreise schnell steigen können. Für Interessenten empfiehlt sich, offizielle Ankündigungen von Leica abzuwarten und bei spezialisierten Händlern oder Auktionshäusern auf verifizierte Angebote zu achten.

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