Samsung 8-TB-SSD mit USB4: viel Speicher, peinliches Pressefoto

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Samsung bringt mit den neuen Modellen P9 und P7 deutlich schnellere externe SSDs auf den Markt – erstmals setzt der Hersteller in dieser Produktreihe auf USB4. Für Anwender, die große RAW‑Serien oder hohe Video‑Bitraten direkt auf ein Laufwerk schreiben, kann das die Arbeit spürbar beschleunigen.

Beide Laufwerke liefern laut Hersteller Spitzenwerte von bis zu 4.000 MB/s beim Lesen und rund 3.800 MB/s beim Schreiben – etwa doppelt so viel wie das bisherige T9‑Topmodell. Damit verschiebt Samsung die Grenze für portable Speicher in Richtung professioneller Video‑Workflows und schnelle Datensicherung.

P9: gezielt auf Direktaufnahmen ausgerichtet

Die P9 arbeitet über USB4 Gen 3×2 (40 Gbit/s) und ist laut Samsung das erste tragbare Laufwerk, das eine Kapazität von bis zu 8 TB mit diesen Übertragungsraten kombiniert. Hersteller und Fachjurys hoben das Modell bereits bei Technik‑Messen hervor.

Professionelle Videokamera bei 12K-Direktaufnahme auf externe SSD
Die P9 ist für direkte 12K-Aufnahmen von Kameras konzipiert – Kompatibilität vorher testen.

Samsung betont die Eignung der P9 für direkte 12K‑Aufnahmen von Kameras, die Videodaten über USB‑C auf ein externes Laufwerk schreiben. In der Praxis ist aber Vorsicht geboten: Nicht jede Kamera unterstützt Aufnahmen auf ein beliebiges Laufwerk. Prüfen Sie daher vor dem Einsatz die Kompatibilitätsliste Ihres Kameraherstellers und testen Sie Ihr Aufnahmeformat im Vorfeld.

P7: gleiche Schnittstelle, robusteres Gehäuse

Die P7 nutzt dieselbe USB4‑Schnittstelle und richtet sich an eine breite Nutzergruppe — von Desktop‑ und Laptop‑Anwendern über Konsolen‑Spieler bis zu Fotografen. Das Gehäuse ist widerstandsfähiger: Samsung nennt Falltests aus zwei Metern sowie Stoß‑ und Vibrationsprüfungen; im ausgeschalteten Zustand soll die P7 Stöße bis 1.500 G aushalten.

Optisch unterscheidet sich die P7 durch abgerundete Formen, die P9 wirkt kantiger. Technisch nennen die Spezifikationen für beide Geräte identische Spitzenwerte; detaillierte Dauerleistungsangaben kommuniziert Samsung allerdings primär für die P9.

  • Maße: 90 × 65 × 8,3 mm
  • Gewicht: ca. 96 g (P9) / 98 g (P7)
  • Schnittstelle: USB4 (volle Leistung nur an USB4- oder Thunderbolt‑Ports)
  • Verschlüsselung: AES‑256
  • Garantie: 5 Jahre (eingeschränkt)
  • Leistung: bis zu 4.000 MB/s lesen, 3.800 MB/s schreiben

Wettbewerb und Marktkontext

SanDisk hat kürzlich eine neue Portable‑SSD‑Generation angekündigt; auch dort nennt das Spitzenmodell ähnliche Werte (4.000/3.800 MB/s) und Kapazitäten bis 8 TB. SanDisk hat die Schnittstelle jedoch noch nicht offiziell als USB4 deklariert und den Marktstart für die zweite Jahreshälfte angekündigt. Insgesamt ist der Markt für Flash‑Speicher derzeit angespannt, sodass ältere Modelle wie die T9 aktuell nicht zu den historischen Bestpreisen angeboten werden.

Pressebild sorgte für Kritik

Bei der Vorstellung fiel ein Detail auf: Ein Pressesheet von Samsung enthält ein Bild mit einer „Shot List“, deren Textstellen teils aus unsinnigen Buchstabenfolgen und sinnfreien Zeilen bestehen. Solche Artefakte passen zu generierten Bildern, wie sie KI‑Tools produzieren können. Die Bildunterschrift in der Mitteilung weist das Foto nicht als KI‑generiert aus.

Die Debatte ist nicht neu: In jüngster Zeit haben Hersteller und Medien mehrfach generierte Bilder aus offiziellen Kanälen entfernt, nachdem sie für Verwirrung gesorgt hatten. Das Problem ist relevant, weil es Glaubwürdigkeit und Transparenz berührt — gerade in Produktankündigungen, die Nutzerentscheidungen beeinflussen.

Für wen lohnt sich der Umstieg?

Kurz gesagt: Wer regelmäßig sehr große Dateien verschiebt oder direkt mit hohen Bitraten arbeitet (zum Beispiel Videoproduzenten, professionelle Fotografen und Kreative mit AI‑basierten Workflows), profitiert von den höheren Durchsatzraten. Für normale Backups oder gelegentliche Medienübertragungen bleibt der Nutzen begrenzter.

Videoproduzent arbeitet an hochbitratigem Videomaterial am Computer
Videoproduktion mit hohen Bitraten profitiert von den schnellen Übertragungsraten.

Wesentliche Hinweise für Interessenten:

  • Vollständige Leistung nur an Ports mit USB4 oder Thunderbolt.
  • Unbedingt Kompatibilität mit Kamera/Recorder testen, bevor Sie vor Ort aufnehmen.
  • Auf Verschlüsselung und Garantiebedingungen achten, wenn sensible Daten gespeichert werden.

Verfügbarkeit und Preisgestaltung

Die 1‑TB‑ und 2‑TB‑Modelle sind bereits erhältlich; 4‑TB‑ und 8‑TB‑Varianten sollen im Laufe des Jahres folgen. Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen laut Händlerangaben bei:

  • P9: 1 TB – 340,99 Euro; 2 TB – 646,99 Euro
  • P7: 1 TB – 287,99 Euro; 2 TB – 548,99 Euro

Im derzeit volatilen Speicherumfeld können sich Preise schnell ändern. Wer ein besonders gutes Preis‑Leistungs‑Verhältnis sucht, sollte die Marktentwicklung beobachten und Alternativen vergleichen.

Fazit: Mit P9 und P7 bringt Samsung USB4‑Tempo in die portable SSD‑Klasse – das ist für bestimmte Profi‑Workflows ein spürbarer Fortschritt. Gleichzeitig bleibt es wichtig, technische Kompatibilität und reale Performance im eigenen Setup zu prüfen; und Hersteller sollten bei Bildmaterial klar kennzeichnen, wenn KI‑Grafiken verwendet wurden.

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