Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung verbergen
Die Leica Galerie Stuttgart zeigt vom 18. Juli bis 10. Oktober 2026 eine Einzelausstellung des Fotografen Valentin Goppel — eine Arbeit, die persönliche Erinnerung mit gesellschaftlichen Umbrüchen verknüpft und damit unmittelbar an aktuelle Debatten über Identität und Zugehörigkeit anknüpft. Besucher begegnen in der Schau Bildern, die zwischen dokumentarischer Beobachtung und inszenierter Erinnerung pendeln und Fragen zur Objektivität der Fotografie aufwerfen.
Langzeitprojekt in den USA
Im Zentrum steht das seit 2023 entstandene Projekt False Prophet Radio, für das Goppel mehrfach in den Westen der Vereinigten Staaten gereist ist. Die Serie baut auf einer nie realisierten Familienreise auf und verbindet private Erinnerungsfetzen mit Momentaufnahmen eines Landes im Wandel.
Apps aktualisieren: Auf Android und iPhone zuerst diese Option umschalten
Sony A7 V: Firmware-Update stoppt Blackouts an drei Sigma-Objektiven
Die Aufnahmen registrieren Begegnungen mit Menschen, zeigen Landschaften und Innenräume und reflektieren zugleich die Herkunft des Fotografen sowie eine spürbare Sehnsucht nach Zuhause. Formale Entscheidungen und die Frage nach kameraseitiger Distanz machen die Arbeit zu einem Diskussionsangebot über fotografische Standards.
Erinnerungen an die Pandemie
Ergänzt wird die Ausstellung durch die Serie Zwischen den Jahren, die Goppel bereits 2022 die Auszeichnung des Leica Oskar Barnack Newcomer Award einbrachte. Diese Arbeiten behandeln das Erwachsenwerden in der Corona-Zeit und bewegen sich an der Schnittstelle von Dokument und Inszenierung.
- Zugehörigkeit: Szenen, die Gemeinschaft und Ausschluss sichtbar machen.
- Entfremdung: Bilder von Rückzug und Distanz – privat wie gesellschaftlich.
- Fotografische Objektivität: Reflexionen über Perspektive, Inszenierung und Wahrheit im Bild.
Wie die Serien zueinander treten
In der Ausstellung stehen die beiden Werkkomplexe bewusst in Beziehung zueinander: Statt isolierter Fotos entsteht ein Dialog, der zeigt, wie persönliche Erfahrungen und große gesellschaftliche Veränderungen Identitätsbilder prägen können. Der Titel Bless this Couch spielt auf den Spannungsraum zwischen Alltagsort, Rückzugszone und Sehnsucht an.
Über Valentin Goppel
Valentin Goppel, 2000 in Regensburg geboren, studiert seit 2019 Fotojournalismus und Dokumentarfotografie in Hannover. Seine Arbeiten waren bereits international zu sehen und sind in öffentlichen wie privaten Sammlungen vertreten.
Er arbeitet neben freien Projekten als Pressefotograf, unter anderem für Die Zeit und die New York Times. 2025 erhielt er den Alexander Tutsek Photography Grant; sein erster Bildband Zwischen den Jahren erschien 2024 beim Verlag GOST.
Praktische Informationen
| Exhibition | Valentin Goppel | Bless this Couch |
|---|---|
| Daten | 18. Juli – 10. Oktober 2026 |
| Ort | Leica Galerie Stuttgart, Calwer Straße 41, 70173 Stuttgart |
| Öffnungszeiten | Montag–Samstag, 10:00–19:00 Uhr |
| Eintritt | frei |
Die Ausstellung bietet einen kompakten Einblick in Gegenwartsfragen, die über die Fotografien hinauswirken: Wer sind wir, wenn gewohnte Räume verschwimmen, und wie erzählt ein Bild von diesen Umbrüchen? Diese Fragen machen die Schau zu einer relevanten Station für alle, die sich für zeitgenössische Fotografie und gesellschaftliche Veränderungsprozesse interessieren.
Bild: Valentin Goppel – „False Prophet Radio“












